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Kundenrezensionen

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Produkt: DVD (1 Stück). Herausgeber: Euro Video. ASIN: B006R2M7HY.
Deutscher Titel: Ein Mann in den besten Jahren. Originaltitel: Ten North Frederick
Produktionsland: USA. Premiere: 1958
Mit: Gary Cooper (1901 - 1961), Diane Varsi (1938 - 1992), Suzy Parker (1932 - 2003), Geraldine Fitzgerald (1913 - 2005), Tom Tully (1908 - 1982), Ray Stricklyn (1928 - 2002), Philip Ober (1902 - 1982), John Emery (1905 - 1964), Stuart Whitman (1928 - lebt; letzter aktueller Stand August 2014) u. A.
Regie: Philip Dunne
Literarische Vorlage: nach dem gleichnamigen, preisgekrönten Roman von John O'Hara aus dem Jahre 1955
Bild: gut / SW / Breitbildformat / Cinemascope / Originalformat. Sprache: englisch. Synchronisation: nur deutsch (gute, alte Synchro). Untertitel: keine
Filmlänge: 97 Minuten und 45 Sekunden (Originallänge im PAL-Verfahren)
Genre: Drama > Literaturverfilmung > Beziehungsdrama > Gesellschaftsdrama
Specials: keine

Die Handlung beginnt im April 1945 in der "10 North Frederick Street", wie der Originaltitel des Filmes lautet. Die fiktive Stadt heißt Gibbsville, Pennsylvania und ist nicht zu verwechseln mit der realen Stadt Gibbsville in Wisconsin. Der Schriftsteller John O'Hara, dessen gleichnamiger Roman die literarische Vorlage des Films liefert, wurde in Pottsville, Pennsylvania geboren, und diese Kleinstadt, die er wie seine Westentasche kannte, beschreibt er in seinem Roman unter dem fiktiven Titel Gibbsville.
Familienmitglieder und ranghohe Freunde und Scheinfreunde treffen ein, nachdem sie dem Begräbnis des verstorbenen Unternehmers Joseph Chapin (Gary Cooper) beiwohnten. Nach einem kurzen, kritischen Dialog zwischen den beiden Geschwistern, erinnert sich die Tochter an ihren Vater und schweift zurück ins Jahr 1940 des 15. Mai, als dessen 50-ster Geburtstag gefeiert wird.
Leider handelt es sich hier um einen mißglückten Film, dessen dramaturgische und schauspielerische Schwächen unverkennbar sind. Der 58-jährige Gary Cooper quält sich mit Schminke und gespielter Lässigkeit einen 50-jährigen zu mimen, was ihm ordentlich mißglückt. Man kann sich kaum vorstellen, dass er es gewollt hat, in diesem Film einen korrupten Kapitalisten zu spielen. Drei Jahre vor seinem eigenen Tod infolge Prostatakrebs, hätte er sich sowas lieber sparen sollen. Eine der Hauptschwächen des Filmes ist, dass er es mit jeder Faser gern auf modern machen will. Moderne Gramophone und Tonbandgeräte machen einen Eindruck, als ob die Handlung in den 50-ern läge. Ist aber nicht der Fall. Im Jahre 1940 klimpert der suspendierte Sohn beschwingte Jazz-Töne am Klavier, die Tochter gibt ihrem Freund einen sinnlosen Korb, nur weil sie sich in die heulenden Trompetenklänge Stuart Whitmans vernarrt und harrt seiner Spielpause, um mit ihm Whiskey zu trinken - im Auto. Dieser Szenenrhythmus wirkt total aufgesetzt und überdeckt die ernste Handlung mit einer unnatürlichen Süßlichkeit. Das Mädchen ist scharf auf ihn, er auf sie, die Dialoge sind völlig irrelevant, die gierigen Blicke sagen alles. Selbstverständlich wird der Musenknabe von Anrainern aus dem Wagen gezerrt und zusammengeschlagen. Klischees typisch für die vermeintlich gesellschaftskritischen Skandalblockbuster von Tennessee Williams, Arthur Miller oder Edward Albee der damaligen Jahre. Alles ist Schein, alles ist falsch, alles ist verlogen - und mittendrinn entscheidet sich die korrumpierte, fehlgeleitete, gequälte Kreatur mal ihr Leid rauszulassen, rauszuschreien, rauszuweinen. Das wirkt. Und das ist in der Tat etwas zu einseitig und gefühlsduselig. Jeder spielt seine infamen Spielchen, jeder hat seine schmutzigen Geheimnisse, jeder giert nach etwas, das sich zwischen Sein und Schein hindurchwurstelt. Die Tochter wird schwanger, eine Fehlgeburt wird inszeniert, Cooper wird ausgebootet, beginnt zu trinken und eine Liaison mit einem 25-jährigen Mädchen. Den Betrunkenen vermag er am Besten zu spielen und danach solide den ergrauten, verbitterten, todkranken Gescheiterten. Aber das alles kommt zu spät, als der gesamte Film schon umgebracht ist. Ein völlig entglittener Film, dessen Handlung hauptsächlich in Räumen, Betten, Treppenhäusern stattfindet. Von daher mit treffendem Titel versehen. Ein Kammerstück mit viel deplatzierter Melodramatik und gespielter Theatralik. Ein bedauerlicher Film, der des großen Schauspielers Gary Cooper unwürdig ist. Das Beste an ihm ist die deutsche Synchronisation, denn diese ist wahrlich ein Meisterwerk.
Ein Film für eingefleischte Fans von Gary Cooper und Sammler seiner Filme. Ich werde ihn mir dennoch behalten. Vorerst.
Mladen Kosar
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TOP 500 REZENSENTam 26. Dezember 2013
Die besten Filme sind oft die, von denen man sich am wenigsten erhofft. "10 North Frederick" stand lange wegen Cooper auf meiner Liste. Hätte es den Film nun nicht zum verlockenden Schnäppchenpreis gegeben, hätte er sicher noch länger warten müssen, zu groß war meine Furcht, eine banal-kitschige Liebeschnulze zu erwerben. Zumal Suzy Parker in dem mir einzig bekannten KISS THEM FOR ME nicht sonderlich überzeugend war.

Ein Film, stark SIRKlastig, der mich von der ersten Minute an faszinierte.
In Rückblenden wird über Leben und Tod des Joseph B. Chapin (Gary Cooper) erzählt. Ein Film ohne Happy End, das ist vom ersten Moment an klar. Wir sind zu Gast bei Josephs Beerdigung, wir schreiben den April des Jahres 1945. 10 North Frederick steht für Wohlstand und Integrität, Ansehen und Erfolg. Doch hinter der heilen Upper-class-Fassade entpuppt sich ein gesellschaftskritisches Melodram, das unter die Haut geht, einen nachdenklich und traurig zurücklässt.
Joseph hinterlässt zwei Kinder, deren Leben bereits in jungen Jahren aus dem Ruder gelaufen ist. Wenn Kinder ihr eigenes Leben leben wollen und Eltern eingreifen, dann ist Scheitern vorprogrammiert. Die Tochter Ann (Diane Varsi) sinniert am Begräbnis, betreibt Ursachenforschung: Vor fünf Jahren war doch alles so super. Während sie Bilanz ziehen möchte, ist ihr Bruder Joby nüchterner, auch in seinem Suff. Warum? Egal, klar ist für ihn, sie hat ihn vergiftet. Es sei ein teuflisches Gift: die Qual bis zu seinem Tode. Er bezieht sich auf seine Mutter Edith (Geraldine Fitzgerald): "Ich habe immer nur für meinen Mann und meine Familie gelebt, sonst nichts", sagt sie zu Beginn. Doch schnell wird offensichtlich, dass sie als Mutter nicht aus Liebe handelt, denn aus Ehrgeiz, überzogenen Erwartungen. Eine kalte und gleichgültige, hartherzige Dame.

Die Tochter blickt zurück - beginnend im Mai 1940, zu JBs 50. Geburtstag. Die Familie ist einträchtig versammelt, von vielen Freunden umgeben, man tanzt zu "Somewhere Over The Rainbow". Wir befinden uns in einem astreinen Kleinstadtidyll sirk`scher Prägung, in dem die Probleme vorherbestimmt zu sein scheinen. In einem üppigen Ambiente, wundervoller art direction (der Vergleich zu Sirk als auch Queen Bee/Ehe in Fesseln drängt sich einmal mehr auf) entwickeln sich Handlungslinien, die in die Tiefe ziehen. Untiefen hinter der Fassade, gleich wohin man blickt. Ist Edith wirklich so aufopferungsvoll? Während der Sohn von Harvard fliegt und seine Chance auf ein Studium in der bekannten Julliard School of Music wahrnehmen will, sucht das Nesthäkchen Liebe in ganz und gar unpassenden Kreisen. Mr. Bongiorno, der Name ist Programm, bringt das Mädel vom vorgezeichneten Weg ab, die Katastrophe scheint unabwendbar (mehr wird an dieser Stelle nicht verraten). Damit zieht das Unglück in 10 North Frederick ein. Tochter und Vater hatten ein enges Verhältnis, das beweist das übergroße Bild Daddys auf dem töchterlichen Nachtkästlein. Mit dem Verlust der Zuneigung seiner Tochter scheint J.B.s Leben kalt und hoffnungslos. Die Frau ist keine große Stütze. Ihr geht es alleine um den Erfolg. J.B., ein erfolgreicher Anwalt, soll die Ambitionen der vermögenden Erbin erfüllen. "Es ist so geworden wie wir geplant hatten", wird sie zu ihm sagen, als die Politik (kurz nach der Geburtstagsfeier) Interesse an ihm bekundet. Er wird gedrängt, sie ist die Ehrgeizige, die ihre Tochter rücksichtslos antreibt, sich von ihrem unpassenden Mann zu trennen. "WAS werden die Leute sagen?" J.B.: "Ist mir egal." Er ist ein Anwalt, mit dem Herz auf dem rechten Fleck. Nun kommt Coops große Stunde. In der ersten Hälfte eine blasse Figur, lernen wir ihn, seine Träume und Sehnsüchte im weiteren Verlauf kennen. Ehe kann man das Leben mit seiner Angetrauten Edith ja schon lange nicht mehr nennen. Da tritt die bildschöne, kluge und elegante Kate Drummond (Suzy Parker) in das Leben des einsamen Mannes in den besten Jahren. Erst als er merkt, wie alleine er ist und dass er sich für die Träume seiner Frau fast selbst verkauft hätte, ändert er sein Leben. Er kann zwar die Ehe nicht mehr lösen, aber sein Leben endlich leben/genießen.
Kate ist eine Freundin des Töchterchens, das nun in New York arbeitet. Der Altersunterschied macht uns von vorneherein klar: Es kann im prüden Amerika der 1940er kein Happy End geben. Es entwickelt sich eine wunderschöne, tieftraurige Liebegeschichte zwischen diesen so unterschiedlichen Menschen. JB trifft eine Entscheidung. An diesem Punkt kann man sicherlich diskutieren: Ist dies gut so, hätte sie nicht mehr kämpfen müssen? Es spricht für den Film, dass man auch lange nach dem Sehen diskutiert und über seine Vieldeutigkeit nachsinnen mag.

Das Unwetter draußen wässert nicht nur das Äußere des Hauses, auch im Inneren wütet ein ungeahnter Ansturm der Gefühle. So entwickeln sich in rund 100 Minuten Familienleid und -freud. Das hervorragende Cinemascope-Bild der DVD bereitet zusätzliches Vergnügen.

Stilvolle Dekors, wunderbare Schauspieler, ein sehr gelungener Film. Über Moral in der Politik, über Liebe und Loyalität und Warmherzigkeit im Privaten. Feinfühliges Porträt eines gebrochenen Mannes; bitterböser Seitenhieb auf die amerikanische Gesellschaft. Verlogenheit und falsche Fassaden inklusive. Coop spielt seine Rolle überzeugend, lediglich am Ende wirkt das, was er darstellt, nicht 100%ig überzeugend (um einen Spoiler zu vermeiden, keine nähere Ausführung dazu). Dass Suzy Parker mehr kann als nur schön auszusehen, auch wenn sie dies vorzüglich tut, wird schnell ersichtlich.

Fazit: Die Uhr der Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Was uns heute antiquiert erscheinen mag, hatte damals durchaus seine Berechtigung. Oder war J.B. Chapin doch ein Feigling, der seinen Träumen nie eine Chance einräumte? DAS muss jeder selbst entscheiden. Unstrittig ist jedoch zweifellos: "10 North Frederick" ist ein in Film, den jeder Coop- als auch Sirk-Fan einmal gesehen haben sollte.
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am 7. Februar 2016
Die DVD ist in Bild und Ton gut, im Verhältnis zum Alter des Films. Wieder eine Perle, die nie imTV läuft. Dort spielt man lieber immer die gleichen alten Filme.
Inhaltlich geht es um "einen Mann in den besten Jahren", der amLeben und an seiner Frau zu zerbrechen droht. Da taucht die große Liebe auf,die aber auf Grund des Altersunterschieds zum Scheitern verurteilt zu sein scheint. Aber Cary Cooper ist eben eine Klasse für sich, auch im Film.
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am 25. Februar 2015
Der Film war für meine ma und die war sehr begeistert und liebt diese Art von Film, sie war hundertprozentig zufrieden!
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am 12. Oktober 2014
Ein amerikanisches Städtchen in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg: Joe Chapin (Gary Cooper) ist ein Geschäftsmann, der vor allem in den oberen Kreisen geschätzt wird. Er ist zuverlässig und nicht unbedingt ein Mann der lauten Töne. Er ist eine seriöse Erscheinung, und gerade seine Frau Edith (Geraldine Fitzgerald) ist darauf bedacht, dass es auch so bleibt. Sie möchte nämlich, dass ihr Mann Karriere macht, beispielsweise in der Politik. Damit das so bleibt, lässt sie auch ihre beiden erwachsenen Kinder nur ungern von der Leine. Doch damit hat sie ihre Schwierigkeiten, denn Junior Joby (Ray Stricklyn) hangelt sich von einer Hochschule zur anderen, fliegt aber immer wieder raus. Er gehört eher zu denen, die aus ihrer Meinung kein Geheimnis machen. Man will ihm seine solide Karriere aufzwängen und erhört seinen Wunsch, zur Musikhochschule zu gehen, nicht. Tochter Ann (Diane Varsi) trifft es nicht viel besser. Sie verliebt sich Hals über Kopf in einen armen Trompeter Charley (Stuart Whitman) und wird von ihm schwanger. Die Eltern reagieren ziemlich harsch. Ein den beiden nahestehender Anwalt übernimmt das Gespräch mit Charley und bietet diesem einen hohen Geldbetrag an, wenn er Ann verlässt. Nachdem man ihn noch etwas mehr unter Druck gesetzt hat, nimmt er schliesslich den Scheck und haut ab. Inzwischen muss sich die Tochter grossem Druck der Mutter ausgesetzt sehen. Die Folge ist brutal: Das Baby überlebt die frühe Geburt nicht. Doch zwischen Mutter und Tochter ist das Geschirr zerbrochen, Ann zieht nach New York. Es ist auch die Zeit, in der einige konservative Exponenten mit Joe ins Gespräch kommen hinsichtlich der anstehenden Wahlen. Joe hätte, angetrieben von seiner Frau, Interesse an einer Kandidatur. Doch dafür müsste er viel Geld einschiessen. Die 20‘000 Dollar, die er dem involvierten Anwalt dafür schwarz überreicht, genügen längst nicht. Schliesslich wird der parteiinterne Hahnenkampf, der entsteht, Joe zu bunt und er zieht seine Kandidatur kurzerhand zurück. Dadurch kann er sich der öffentlichen Aufmerksamkeit entziehen und sich freier bewegen. Dieser Umstand kommt ihm entgegen, als er nach New York reist, um seine Tochter zu besuchen. Er trifft aber zunächst nicht diese an, sondern deren Mitbewohnerin Kate (Suzy Parker). Diese arbeitet zeitweise als Fotomodell und hat nichts dagegen, es sich auch mal etwas gut gehen zu lassen. Sie findet an Joe Gefallen und die beiden fangen schliesslich eine Liebesbeziehung an. Es werden sogar Hochzeitspläne geschmiedet und Joe erwägt die Scheidung von Edith. Dann zieht er aber doch Notbremse und geht zu Edith zurück, obwohl er geringe Aussichten auf einen unbesorgten Lebensabend hat. Und es macht die Sache höchstens vordergründig leichter, dass Joe dem Alkohol immer öfter zuspricht.
Mit Bezug auf die Wohnadresse wird in „Ten North Frederick“ (Twentieth Century Fox, 1958) in Abschnitten aus den Höhen und Tiefen einer Familie aus der „Upper Class“ erzählt. Derweil einige Drehbücher von Philip Dunne von anderen Regisseuren verfilmt wurden, hat er in diesem Fall die Regie gleich selber übernommen. Anfang und Ende des Films sind im Jahr 1945 angesiedelt, der lange Teil dazwischen kommt als Rückblick aus der Sicht von Tochter Ann daher, und das obwohl diese Figur auch in weiten Teilen des Films gar nicht vorkommt. Auch die Zeit, die zwischen Joes Rückkehr nach Hause und dem Ende des Films liegt, wird leider nicht erzählt, obwohl sie durchaus ihre Bedeutung hätte. Daran sieht man, dass die Geschichte durchaus zu mehr zu gebrauchen gewesen wäre als nur zu den 98 Minuten, die der Film schliesslich auf DVD dauert. Doch die Teile, die es in den Film geschafft haben, sind handwerklich und schauspielerisch gut gemacht. Die Figuren sind zwar glaubwürdig, aber es fehlt vielen davon leider etwas an Tiefenzeichnung. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, reicht es aber allemal. Vielleicht ist auch gerade das der Grund für die Lücken in der Geschichte. Jedenfalls kann Freunden des filmischen Melodramas dieses Werk empfohlen werden. Im Übrigen ist die Altersfreigabe ab 16 nach heutigen Massstäben nicht mehr zeitgemäss.
Ein bisschen Abhärtung aus cineastischer Sicht kann nicht schaden, wenn man sich anschaut, was für eine Ausgabe der Anbieter Eurovideo diesem Film hat zuteil werden lassen. Es ist leider einmal mehr eine eher öde Angelegenheit geworden. Die Präsentation des Films ist ausgesprochen minimalistisch. Die Tonspuren gibt es nur in den Sprachen Deutsch und Englisch. Untertitel sind gar keine vorhanden. Das ist völlig unzureichend. Die Filmwiedergabe wenigstens kann sich dank einer technisch guten Vorlage sehen und hören lassen. Das heisst konkret, dass beide Tonspuren in Mono gut verständlich und einigermassen klar sind. Das schwarz-weisse Bild im Format 2,35:1 (16:9-anamorph) ist weitgehend scharf. Zusatzinformationen zum Film gibt es leider in keiner Art und Weise auf dieser DVD. Die Programmvorschau, die geboten wird, ist nur bedingt hilfreich. Die DVD hat also mehr noch als der Film allerlei Verbesserungspotenzial. Deshalb reicht es in der Bewertung nur für zwei von fünf Tonbändern und einen verscheuchten Bären.
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am 6. Januar 2014
ein sehr spannender film mit einem großartigen ensemble - vor allem gary cooper ist toll, obwohl er ja schon unter seiner krebserkrankung litt.
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am 3. Januar 2015
Philip Dunne hat diesen Film 1958 nach der Romanvorlage von John O'Hara inszeniert und auch selbst Regie geführt. Der Originaltitel ist "10 North Frederick" und bezieht sich auf das Haus der Familie Chapin. Dort leben Joe Chapin (Gary Cooper) mit seiner Frau Edith (Geraldine Fitzgerald) und seinen Kindern Ann (Diane Varsi) und Joby (Ray Stricklin). Die Story wird in Rückblenden erzählt und so erfahren wir, dass der wohlhabende Joe Chapin, gerade 50 geworden, Ambitionen hat, Gouverneur oder sogar Präsident zu werden. Dabei soll ihm der windige Mike Slattery (Tom Tully) helfen und dabei auch nicht leer ausgehen. Tochter Ann verliebt sich derweil in den Jazztrompeter Charley (Stuart Whitman), heiratet ihn und wird bald darauf schwanger. Nach einer Fehlgeburt trennen sich die zwei auch auf Druck der Eltern von Ann. Mit der Politkarriere von Joe Chapin ist es damit allerdings vorbei. Seine Tochter zieht nach New York und teilt sich eine Wohnung mit dem Model Kate Drummond (Suzy Parker). Bei einem Besuch in New York lernt Joe die sehr attraktive Kate kennen und die zwei verlieben sich. Joe ist frustriert vom Leben mit seiner spröden und rechthaberischen Frau und findet bei Kate das Verständnis, nach dem er sich so lange gesehnt hat. Gary Coopers schauspielerische Leistung ist absolut herausragend und er dominiert auch das ganze Ensemble. Die Story ist einfühlsam mit dramatischen Höhepunkten. Es ist vielleicht nicht das ganz große Gefühlskino, wie wir es aus Hollywood kennen, aber doch fesselnd und dramatisch. Bewegend vor allem das Verhältnis von Joe zu seinen Kindern, das in krassem Gegensatz zu der Art und Weise steht, mit der Edith ihre Kinder behandelt. Gary Cooper hat in seinen letzten Jahren mehrere melodramatische Filme gedreht (u.a. Liebe am Nachmittag, Ein Mann geht seinen Weg) - das vorliegende Werk ist jedoch der stärkste Film dieser Epoche. Die Bildqualität dieser Schwarz/Weiß-Produktion in Cinemascope ist sehr gut. Extras gibt es keine.
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am 29. Mai 2012
Hallo,

gut das die Geschmäcker verschieden sind!

Die schlechte Kritik von - Mladen Kosar - kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
Mir hat der Film sehr gut gefallen und die Schauspieler auch.
Schaut man in Filmdatenbanken so wird dieser Film mit fast 7 Punkten von 10 Punkten bewertet.

Also ein wirklich sehenswerter Film!
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