Mutig, mutig, meine Herren Autoren. So ein Buch kann aber ganz schnell so was von in die Hose gehen. Wenn es nämlich eine peinliche Aneinanderlistung von Klischees wird, die sich auf ein albernes Mannbild beziehen. Aber: Glückwunsch. "Ein Mann - ein Buch" ist äußerst lesbar, hoch unterhaltsam, manchmal wirklich witzig, und sogar brauchbar bzw. nützlich. Dem Mann bietet sich ein Handbuch, das Zerstreuung bietet und ebenso Information. Man kann es im Ohrensessel zum Amusement lesen (z.B.: Jetzt habe ich genug und und will wissen, wie man in die Fremdenlegion eintritt. Basta.) oder schnell im Vorübergehen was nachschlagen, was man gerade wissen will oder muss (z.B.: Wie schnell nochmal das Steak braten? Oder: Wie mache ich mal einen anderen Krawattenknoten als immer den Four-In-Hand?).
Das beste aber ist das Männerbild, das sich aus dem Buch ergibt. Kein dumpfer Haudrauf, kein verschüchterter Allesversteher, sondern ein aufgeklärter, skeptischer, selbstironischer, hilfsbereiter Geist spricht aus den Kapiteln des Buchs, der - ganz wichtig - erkennt, dass zum Mannsein unbedingt ein schöner, trockener und doch nie böse verletzender Humor gehört.