Die 15-jährige Dinky Bossetti (Winona Ryder) lebt in der amerikanischen Kleinstadt Clyde, Ohio. Sie ist das Adoptivkind des örtlichen Teppichhändlers, hochintelligent, absolute Außenseiterin und nicht gerade beliebt bei ihren Mitmenschen. Ihre Eltern wollen sie auf eine Sonderschule für Problemkinder schicken/abschieben. Vor fünfzehn Jahren ist die titelgebende Roxy Carmichael dem Kleinstadtmief entflohen, um in der Ferne Karriere zu machen. Sie hat damals ihr uneheliches Kind bei ihrem Freund zurückgelassen. Dinky redet sich nun ein, dieses Kind zu sein und läßt sich somit von der in der Stadt herrschenden Roxy-Carmichael-Manie anstecken.
Der Film dürfte für Fans von Winona zu den Muß-man-haben-Filmen gehören. Sie spielt die Rolle sehr souverän und verleiht ihrer Dinky die nötige Glaubwürdigkeit, das gleiche kann man auch für Jeff Daniels als Roxys verflossener Liebhaber Denton Webb sagen. Die restlichen Rollen sind größtenteils mehr oder minder deutlich überzeichnete Kleinstadtcharaktere. Regie führte übrigens Jim Abrahams, sonst eher auf sinnfreien Klamauck wie Top Secret! oder die Nackte-Kanone-Trilogie spezialisiert.
Die technische Umsetzung der englischen DVD ist einwandfrei, das 16:9-Bild ist scharf und bringt sämtliche Farben von Schwarz bis Pink gut rüber. Der Ton ist zwar "nur" in Stereo, gibt aber keinen Grund zur Klage - auf die deutsche Syncro muß man/kann der Fan verzichten. Als Bonusmaterial gibts nur den Trailer zum Hauptfilm.
Wer einigermaßen Englisch kann, sollte sich diese Scheibe zulegen. Wer weiß, wann "Ein Mädchen namens Dinky" in Deutschland erscheint und dann möglicherweise ohne den O-Ton!