Gestern, einem Sonntag, habe ich mir einmal wieder "Ein Lied von Liebe und Tod - Gloomy Sunday" angeschaut. Das Wetter stimmte, es regnete und der Himmel hielt sich konstant grau in grau.
Die Handlung des Filmes:
Die "ménage à trois" (Dreiecksbeziehung) zwischen Andras, dem Komponisten von "Gloomy Sunday", dem bodenständigen, jüdischen Restaurantbesitzer Szabo und der schönen Ilona in den Jahren des zweiten Weltkrieges im krisengeschüttelten Budapest/Ungarn. In einer weiteren Hauptrolle Ben Becker, in der Darstellung des kleinen, sehr deutschen Biedermannes, welcher vorallem durch die unerwiederte, hoffnungslose Liebe zur schönen Ilona maßgeblich zum tragischen Ausgang der Geschichte beitragen wird.
Der Regisseur spinnt eine frei inszenierte Handlung rund um die schaurig-schöne Entstehung des alten Klassikers "Gloomy Sunday". Der Film selbst "Gloomy Sunday - Ein Lied von Liebe und Tod" ist frei erfunden, spiegelt aber dennoch gelungen die Stimmung und Tragik dieses Liedes wieder. Meisterhaft getragen von den Darstellern Ben Becker, Erika Maroszánon und allen voran einem grandiosen Joachim Król. "Ein Lied von Liebe und Tod" wird in Rückblenden erzählt. Die Figuren sind detailliert und klar gezeichnet. Die stimmungsvolle Musik, allem voran natürlich immer wieder "Gloomy Sunday", zaubert eine melancholische Grundstimmung, die die Handlung des Filmes sehr gelungen unterstreicht.
Faszinierend ist der authentische Hintergrund dieses Liedes, welches bei seiner Entstehung vor nunmehr fast 70 Jahren durch seine hervorgerufene Sehnsucht und Schwermut hunderte Menschen in eine Art "Todesrausch" versetzt hat.
Die DVD liefert neben dem Hauptfilm ein gut sortiertes Bonusprogramm. Neben Interviews mit den Hauptdarstellern, dem Audiokommentar des Regisseurs findet sich auch Platz für eine Dokumentation über eben genau das Kernstück des Films - dem Lied "Gloomy Sunday".
Alles in allem eine schöne, wenn auch tragische Liebesgeschichte hinter der grausigen Kulisse des zweiten Weltkrieges - ummantelt, mehr als vortrefflich, vom "Lied von traurigen Sonntag/Gloomy Sunday" - welches seine schaurig-schöne Wirkung auch hier nicht verfehlt.
Trotz des ernsthaften Themas und der Tragik, die diesem Stoff inne ist, fehlt es dem Film partiell keineswegs an Komik und Leichtigkeit.
Das Ende des Films überrascht mit einem hevorragenden "Showdown".
5 Punkte von mir für einen schön erzählten, bitter-süßen Film mit schönen Bildern, interessanten Figuren und guten Darstellern.