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Ein Leben mehr: Zehn Jahre nach dem Völkermord in Ruanda
 
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Ein Leben mehr: Zehn Jahre nach dem Völkermord in Ruanda [Gebundene Ausgabe]

Esther Mujawayo , Souâd Belhaddad , Jutta Himmelreich
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 337 Seiten
  • Verlag: Hammer; Auflage: 1., Aufl. (4. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3779500299
  • ISBN-13: 978-3779500292
  • Originaltitel: Rwanda, dix ans apres le genocide
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 461.678 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Weiterleben nach dem GenozidErgreifend und ungeheuer lebendig schildert Esther Mujawayo mit Hilfe der Journalistin Sou d Belhaddad, die ihre Erzählung aufgeschrieben hat wie sie die Kraft für ein Leben nach dem Völkermord aufbringt. Es kam ein Moment, in dem ich mir sagte: ,Wenn du überleben willst, Esther, musst du dich dem widmen, was dir geblieben ist, und nicht dem, was du verloren hast. Mit 50 Frauen, Witwen wie sie, gründete Esther Mujawayo die Hilfsorganisation Avega für die Opfer des Genozids. Inzwischen zählt Avega 35.000 Mitglieder. Viele von ihnen sind nach Vergewaltigungen mit Aids infiziert und bedürfen besonderer Unterstützung. Weil der Bedarf an psychotherapeutischer Hilfe in Ruanda immens war, ließ sich Esther zur Therapeutin ausbilden. Und anders als ausländische Therapeuten verstand sie als Frau, die den Völkermord selbst erlebt hatte, auch das, was die Opfer nicht aussprachen.Vor fünf Jahren kam Esther mit ihrem neuen Ehemann nach Deutschland. Inzwischen therapiert sie hier traumatisierte Flüchtlinge vor allem afrikanische Frauen und Kinder und kämpft mit allen Kräften gegen das Vergessen der Ereignisse in ihrer Heimat.

Über den Autor

Esther Mujawayo, geboren 1958 in Ruanda, überlebte 1994 in Kigali den Völkermord. Sie ist Soziologin und arbeitete als stellvertretende Landesrepräsentantin für Ruanda, Burundi und Ostkongo bei der Entwicklungsorganisation Oxfam. Nach dem Genozid hielt sie Vorträge auf vielen internationalen Konferenzen und arbeitete bei TV-Dokumentationen zum Völkermord mit. Heute lebt Esther Mujawayo in Deutschland und ist als Psychotherapeutin am Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge in Düsseldorf tätig.Souad Belhaddad, geboren in Algerien, wuchs in Frankreich auf. Sie lebt als Journalistin in Paris. 1994 wurde sie für ihre Arbeit mit dem Preis der AFJ (Verband der französischen Journalistinnen) ausgezeichnet.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von K. Beck-Ewerhardy TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Esther hatte seit ihrer Geburt im Jahre 1958 immer wieder am eigenen Leib erfahren müssen, wie die Hutu die Tutsi verfolgten und mehrfach musste ihre Familie ihr Haus neu aufbauen,, nachdem in Ruanda wieder einmal der Wind geweht hatte, wie die Hutu und auch die Tutsi schon seit langem kleinere ethnische Säuberungen nannten.

Abgesehen von der Beschreibung der Entwicklungen, die zu dem 1994er-Genozid geführt hatten und des Verlaufs desselben, berichtet dieses Buch auch aus Esthers Sicht von den Nachwehen dieser Geschehnisse, die bis heute in einem unvorstellbarem  oder zumindest weitestgehend ignoriertem  Maße anhalten.

Seltsamerweise ist dieses Buch dabei aber keineswegs ein offensichtlicher Spendenappell. Höchstens sehr indirekt. Esther ist überaus erbost über die Art, wie die internationale Gemeinschaft  und auch der internationale Gerichtshof  mit der Tatsache des Genozids und dessen Spätfolgen umgegangen ist und diese Erbostheit zeigt sich eigentlich auf jeder Seite dieses Buchs. Sie ist keine Vermittlerin zwischen Hutu und Tutsi und möchte dies auch in keinster Weise sein. Sie hasst und verachtet die Mörder ihrer Verwandten und Bekannten und sie tut dies mit einer großen Berechtigung. Und sie ist wütend auf die Reglosigkeit, mit der in der Weltöffentlichkeit mit dem Thema umgegangen wurde.

Die Berichte stammen aus verschiedenen Interviews und darum wird im Vorwort darum gebeten, über gelegentliche inhaltliche Wiederholungen hinweg zu sehen. Diese Wiederholungen fallen beim Lesen aber nicht weiter auf und die unverhohlene Darstellung ihrer Emotionen gibt Esthers Bericht eine große Eindringlichkeit.

Das Buch schließt mit einer Auflistung von Esthers Toten und einer Chronologie der Ereignisse in Ruanda von 1898 bis 2004.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
das Grauen überlebt 21. Februar 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Esther Mujawayo ist Zeitzeugin des Genozids in Ruanda 1994. Wie allen anderen Überlebenden erscheint ihr ihr Überleben als Wunder und ebenso wie alle anderen quält sie neben den furchtbaren Erinnerungen an die Massaker und dem überwältigenden Verlust von zahlreichen Angehörigen die Frage warum sie überlebte. Erst nach einem langen Weg kann sie das schätzen, was ihr geblieben ist und kann so überleben, nicht nur physisch, sondern als Mensch und Frau.
Sie ist als einige der wenigen Witwen des Völkermordes privilegiert in ihren finanziellen, vor allem aber intellektuellen Möglichkeiten , die ihr die Bildung ihres Vaters hinterlassen hat. Sie ist Mitbegründerin der Avega, eine bis heute tätige Organisation, die sich um die Belange der Witwen kümmert, langjährige Mitarbeiterin der Menschenrechtsorganisation Oxfam und später Traumatherapeutin geworden.
Ihre Retrospektive, die authentisch ihre Erinnerungen an den Genozid aufzeichnet, skizziert ein Bild dieses ostafrikanischen Landes vor, während und nach der Katastrophe. Esther versteht es, dem Leser das Grauen dieser 100 Tage zu vermitteln, auch ohne die blutigen Abläufe detailliert darzustellen. Ihre Geschichte liest sich nicht als Spendenappell (auch wenn der Leser sich kaum eines Hilfegefühles entziehen kann), sondern vielmehr als Chronik eines in Europa nicht sehr beachteten Genozids, an dessen Entstehung und Ablauf die Europäer nicht schuldlos sind.
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Bewegendes Buch 25. Juli 2010
Format:Gebundene Ausgabe
06.April 1994,800.000 Menschen - Dies sind zwei Daten,die in Ruanda vieles veränderte.Der 06.April 1994 war der Tag an dem der Genozid der Tutsis durch die Hutus began.Er forderte in nur knapp 3 Monaten über 800.000 Tote.Getötet von den Hutus,weil die Ethik der Tutsis nicht in ihre Welt paßte.Esther Mujawayo ist eine der Überlebenden des Genozids von Ruanda 1994.Sie erzählt wie alles genau geplant und ausgeführt wurde,wieviele von ihrer Verwandtschaft grausam sterben mußten.Welch harter Kampf es war,nicht gefangen und getötet zu werden.In einem Teil des Buches berichtet Esther Mujawayo von dem Leben nach dem Genozid.Wieviel Kraft es sie gekostet hat, weiter zu machen und nicht verrückt zu werden.Dabei hielt sie sich immer vor Augen,sie will nicht trauern um das was sie verloren hat,sondern für das leben,was ihr geblieben ist(Ihre 3 Kinder).Zusammen mit Simone Veil,einer Überlebenden des Holocausts,ziehen beide Vergleiche zwischen den beiden schrecklichen Ereignissen.Auch damals hat man gehofft,das soetwas nie wieder geschieht.Ein Buch,das unter die Haut geht und mich im Inneren sehr bewegt hat.Eine durchaus gute Alternative zu den typischen Frauenromanen,denn das Leben findet bei manchen nicht immer auf der Sonnenseite statt.
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