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Ein Leben für ein Leben - Adam Hundesohn
 
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Ein Leben für ein Leben - Adam Hundesohn

Jeff Goldblum , Willem Dafoe , Paul Schrader    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Jeff Goldblum, Willem Dafoe, Ayelet July Zurer
  • Regisseur(e): Paul Schrader
  • Komponist: Gabriel Yared
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: 3L Vertriebs GmbH & Co. KG
  • Erscheinungstermin: 6. Mai 2010
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 102 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002QZSO1O
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 12.360 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Im Berlin der Weimarer Republik war Adam Stein ein gefeierter Varieté-Clown mit scheinbar übermenschlichen Fähigkeiten. Jahre nachdem er bei einem Auftritt den lebensmüden SA-Mann Klein vor dem Selbstmord bewahrt hat, treffen sich die beiden Männer wieder. Klein ist nun Lagerkommandant und lässt Adam am Leben, unter der Bedingung, dass er für Klein wie dessen Schäferhund agiert. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs umgibt sich Adam in einem Institut für Überlebende des Holocaust in der Wüste Israels mit Chaos und nacktem Wahnsinn, bis er einen Jungen trifft, der wie ein Hund erzogen wurde.

Produktbeschreibungen

EAN 4049834002367 - EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN - Versand von dvd-to-go

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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
...und alles was geschieht nie gewesen sein." So beendet der Ich-Erzähler Adam Stein(Jeff Goldblum) die Geschichte von -Ein Leben für ein Leben-. Paul Schrader hat mit der Verfilmung von Yoram Kaniuks Romanklassiker ein Stück Lebensgeschichte auf Zelluloid gebannt, das alles andere als alltäglich ist. -Ein Leben für ein Leben- ist dabei keine leichte Kost für den Filmzuschauer. Wer jedoch mit verstörend beklemmenden Bildern, die trotz all dem Leid auch Hoffnung und Liebe ausstrahlen, klar kommt, der wird Schraders Film in sein Herz schließen. Das Highlight der Romanverfilmung ist ohne wenn und aber die Besetzungsliste des Films. Wie Goldblum, Dafoe, Zurer, Krol und(wenn auch nur in einer kleinen Nebenrolle) Bleibtreu die Story des Adam Stein erzählen, das lässt in keinem Punkt zu wünschen übrig.

Tel Aviv 1961. Im Seizling-Institut, mitten in der Wüste, kümmert sich ein Team von Ärzten und Pflegern um Überlebende KZ-Opfer der Nazizeit. Die Insassen sind psychisch schwer geschädigt und kommen ohne Hilfe nicht mehr zurecht. Bis auf Adam Stein. Der ehemalige Zirkusclown, Varietekünstler und begnadete Empath ist die absolute Ausnahme im Institut. Doch Adam ist schwierig. Er verlässt das Institut und muss wieder zurückgeholt werden. Im Institut ist er so etwas wie eine feste Größe. Er berät den Klinikchef Groß(Derek Jacobi), legt die Oberschwester Gina(Ayelet Zurer) regelmäßig aufs Kreuz und hält Vorträge für die Insassen. Nebenbei schreibt er die Grabrede für den, noch lebenden, Wolfowitz(Joachim Krol). Erst nach und nach weiht uns Adam in seine eigene Geschichte ein.
Wir folgen ihm ins Berlin der Jahre 1925 bis 1940. Darüberhinaus begleiten wir ihn uns seine Familie ins Konzentrationslager, das von Commandant Klein(Willam Dafoe) gnadenlos geführt wird. Klein kennt Adam von seinen Auftritten her und hat sich für den Künstler etwas ganz besonderes ausgedacht.

Als Adam im Seizling-Institut einen jungen Patienten entdeckt, der sich für einen Hund hält, bricht die Erinnerung erneut über ihn herein. Adam erlebt noch einmal sein Schicksal unter Commandant Klein und sein "Leben als Hund". So findet er Zugang zu dem Jungen, arbeitet sein eigenes Schicksal Stück für Stück auf und scheint daran zu zerbrechen...

Paul Schrader, immerhin verantwortlich für die Drehbücher zu -Taxi Driver- und -Wie ein wilder Stier- hat ein Händchen für Außenseiter. Der Charakter Adam Stein eignet sich da vorzüglich für eine Geschichte. In harten schwarz-weiß Blenden führt Schrader uns in die Vergangenheit. Das Lagerleben unter Klein oder die Auftritte in Berlin, all das verbinden surreale Bilder mit ungemein authentischen Einstellungen. Wenn Adam, bei seinem Eintreffen im Lager zu Klein sagt: "Ich mach' doch nur Zirkus" treten einem fast die Tränen in die Augen. Schrader nimmt Steins Schicksal glasklar in den Fokus. Das ist in Teilbereichen schwer anzusehen, dann aber wieder entwaffnend offen und ehrlich.

-Ein Leben für ein Leben- lief im Programm der Berlinale. Der Film ist tief bewegend, eignet sich aber ganz sicher nicht zum "anschauen zwischendurch". Schrader wirft dabei einen etwas anderen Blick auf die NS-Zeit und die Schicksale der Überlebenden. Er kommt dabei ohne erhobenen Zeigefinger oder große politische Aussagen aus und legt unglaublich viel Wert auf die Charaktere der Geschichte. Das ist ihm voll und ganz gelungen. Wie Jeff Goldblum in dieser Rolle brilliert, ist absolut sehenswert. Nur ein Vollblutmime kann es schaffen, diesen zerrissenen Charakter so glaubhaft darzustellen. Die Nebenrollen, egal ob Schwester Gina oder der kauzige Wolfowitz sind mit Ayele Zurer und Joachim Krol hochwertig besetzt.

Mein Fazit: -Ein Leben für ein Leben- ist anspruchvolles Kino der gehobenen Güteklasse. Einige Zuschauer werden mit Schraders Reise durch Adam Steins Leben nicht viel anfangen können und den Film vielleicht als "künstlerisch überladen" empfinden. Andere werden sich rückhaltlos dafür begeistern können. Bleibt für sie also wieder mal nur der Tip: Entscheiden sie selbst.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Athor
Format:DVD
Nun hatte ich zwar noch nicht die Möglichkeit, mir über das vorhandene Bonusmaterial ein Bild zu machen, aber den Film habe ich mir im Kino schon ansehen können. Mein Fazit vorangestellt: eine Überraschung, ein mutiger, hochinteressanter und vor allem durch die schauspielerisch Leistung sehr überzeugender Film.

Die Geschichte basiert auf dem Buch ADAM HUNDESOHN von Yoram Kaniuk und befasst sich mit der Geschichte der Überlebenden des Holocaust, dabei wird vor allem die Geschichte von Adam Stein erzählt, der zunächst als gefeierter Variete Clown den SA Mann Klein (toll gespielt von Willem Dafoe) vor dem Selbstmord bewahrt. Einige Zeit später findet sich ADAM wie viele andere Juden in einem Gefangenenlager wieder, in welchem Klein der Lagerkommandant ist.
Klein lässt Adam leben, jedoch muss er sich dafür wie ein Hund von Klein halten lassen. Nach Kriegsende versucht Adam seine Erlebnisse im Umfeld eines Instituts für Überlebende des Holocaust zu verarbeiten und trifft dabei einen Jungen, der so wie er wie ein Hund erzogen wurde.... Den Rest sollte man an dieser Stelle nicht verraten.

Ein absolute Gala-Vorstellung von GOLDBLUM in einem kompromisslosen Drama - nicht für jedermann einfach zu verdauen - das zudem mit Willem Dafoe, Sir Derek Jakobi, Veronica Ferres, Moritz Bleibtreu und Joachim Krol super besetzt ist. Nicht jeder hat eine tragende Rolle, besonders aber Krol und Bleibtreu begeistern neben Goldblum.

Interessant ist zudem der Hintergrund, dass es sich hierbei um eine deutsch-israelische Kooproduktion handelt. Man darf sicher keinen Blockbuster erwarten, jedoch zählt hier auch mehr die Story und die beeindruckende Schauspielerleistung diese schwierig zu verfilmenden Stoffes.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kunde
Format:DVD
Es gibt Filme, die transportieren auf eindringliche Art und Weise eine Botschaft für die Ewigkeit und sind deshalb schon nahezu über jegliche Kritik erhaben. Ein solches Kunstwerk fernab des großen Mainstreamkinos hat Paul Schrader mit 'Ein Leben für ein Leben' nach Yoram Kaniuks Romanvorlage 'Adam Hundeseohn' geschaffen und dabei mit Jeff Goldblum und Willem Dafoe zwei genialen Künstlern die Gelegenheit gegeben, ihr ganzes Können unter Beweis zu stellen.

Der jüdische Clown Adam Stein wird mitsamt Frau und Kindern kurz vor dem Zweiten Weltkrieg jäh aus seiner Berliner Heimat gerissen und soll deportiert werden. Doch der sadistische Untersturmführer Klein lässt Adam zu seiner eigenen Belustigung wie ein Hund leben. "Ein Leben für ein Leben", denn für dieses Amüsement hält Klein Wort und lässt Adam überleben. 60 Jahre später, hier setzt die Filmhandlung ein, befindet sich Adam in einem Sanatorium für Holocaustopfer mitten in der israelischen Wüste. Sein Humor ist ihm geblieben und in der Heilanstalt einer reichen Amerikanerin ist er der heimliche Held. Irgendwann wird ein Junge eingeliefert, der sich bellend und knurrend wie ein Hund verhält und scheinbar alle menschlichen Verhaltensmuster abgelegt oder nie besessen hat. Adams Interesse ist geweckt und mit dem Wissen um seine eigene Biographie soll die Heilung des Jungen auch seine eigene werden.

Kaniuks Roman aus dem Jahre 1968 war lange eines der umstrittensten Bücher in Israel, gilt heute aber als moderner Klassiker. Schrader hat sich der Mammutaufgabe angenommen, diesen Stoff auf die große Leinwand zu bringen, obwohl er der breiten Masse des Publikums leider nie auffallen wird. Das ist schade, denn 'Ein Leben für ein Leben' ist einerseits ein Drama klaustrophobischen Ausmaßes, andererseits auch ein zutiefst humanistischer Appell. In schwarz-weißen Rückblenden, die das vergnügte Berliner Leben der 20er Jahre und den beginnenden Nazi-Terror zeigen, wird deutlich, wie die Zerstörung der menschlichen Seele beginnt. Den schwer traumatisierten Opfern des Nazi-Regimes begegnen wir dann im Sanatorium von Dr. Gross, so auch den von Joachim Krol ergreifend gespielten, suizidalen Wolfowitz.

Schraders Drama ist ein Werk von unendlicher Strahlkraft, beladen mit einer unglaublichen Metaphorik, die sich so manchem Zuschauer als übertrieben pathetisch und beschönigend verweigern könnte. Doch der Blick in die Köpfe und die Offenlegung der Zerstörung, die sich in Schizophrenie und Suizidgedanken manifestiert, gelingt Schrader eben durch diese Poetik. Darf man bei einem solchen Film lachen? Adam Stein bezeichnet sich selbst als Zirkus-Clown, er ist Hellseher und Magier in Personalunion und tiefschwarzer Humor ist sein Markenzeichen. Den hat er sich, Gott sei Dank, von den Nazis nicht austreiben lassen. Dem Zuschauer bleibt dennoch das Lachen im Halse stecken, ist die Materie des Films doch zu traurig. Letztlich beantwortet Adam die Frage selbst mit den Worten "Lachen rettet Leben", auch wenn das Lachen nur vordergründig ist und über die zugefügten Narben nicht hinwegtäuschen kann. Ein kontroverser, mitunter sperriger Film über die Zerbrechlichkeit der menschlichen Seele und die (Un-)Möglichkeit der Aufarbeitung zugefügten Leids.
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