Dieses kleine Kabinettstück von Georges Perec entzieht sich mal wieder jedem Genre. Es ist weder ein Roman, noch eine Novelle, noch eine Erzählung. Es ist das Kunstprodukt einer einzigen Idee: Wie wäre es, wenn man ein Gemälde malen würde, auf dem jemand in einem Zimmer voller Bilder sitzt und auf eine Wand blickt an der genau dies Gemälde, dass ihn zeigt, wie er auf das Gemälde blickt. Also quasi eine Endlosschleife von immer kleiner werdenden Gemälden im Gemälde.
Diese faszinierende Idee nahm Perec zum Anlass eine kleine Parodie auf den Kunstbetrieb zu schreiben. Dabei ist der größte Teil des Buches (dies als Warnung) mit Gemäldebeschreibungen und Preisangaben bei Versteigerungen gefüllt und nur ein Drittel des Buches folgt dem Faden der Geschichte um den Bierbrauer und Sammler Raffke und dem Maler Herman Künz.
Am Ende ist alles eine Farce... und man behält die Bilder und die Ideen zurück. 109 Seiten vergehen wie im Flug.
Übrigens, weitere Werke von Perec: Sein Roman ohne den Buchstaben "E"
Anton Voyls Fortgang, Sein Meisterwerk
Das Leben: Gebrauchsanweisung, seine metaphysiologische Arbeit
Träume von Räumen und seine kleine feine Geschichte
Was für ein kleines Moped mit verchromter Lenkstange steht dort im Hof?. Auch sein faszinierendes Experiment
Ein Mann der schläft ist nicht zu verachten.