Dieses Buch ist nach seinem Erscheinen in den englischsprachigen Ländern sehr gelobt worden, so wurde es sogar für den renommierten „Booker Price", der wichtigste englische Literaturpreis, vorgeschlagen. Auch im deutschen Feuilleton wurde „Ein Krokodil für Mma Ramotswe" positiv besprochen. Warum?
Alexander McCall Smith hat etwas außergewöhnliches geschaffen! Nicht mehr und nicht weniger. Da wäre zum einen der Ort der Handlung des Buches: Afrika! Aber nicht, wie man erwarten könnte das Afrika der Dürren, Kriege und Hungersnöte, auch kein Afrika der Nationalparks und Safaris. McCall Smiths Afrika ist Botswana, ein Land von dem der überwiegende Anteil der Deutsche wohl nicht wüsste wo es liegt, oder wie die Hauptstadt heißt. Nun ist der Roman kein Reiseführer (um falsche Eindrücke zu vermeiden), vielmehr wird Botswana selbst zu einer Art Figur der Geschichte, in allem was passiert kann der Leser Botswana sehen, riechen, und schmecken. Niemals aufdringlich, oder mit Zeigefinger („Sieh her! So ist das hier"), nein es ist einfach so. Europäischen Lesern wird eventuell die Langsamkeit des Buches auffallen, das beruht nicht auf dem Unvermögen des Autors. Ganz im Gegenteil, das ist eine Eigenschaft seiner Figur, Botswana. Afrikaner unterscheiden manchmal (halb im Scherz) europäische von afrikanischer Zeit. Wer nicht weiß wie das gemeint ist kann es in diesem Buch erfahren.
Als nächstes die Menschen, McCall Smith erweißt sich als herausragender Beobachter, er führt uns in überzeugender Weise lebendige Figuren vor. Die Welt des Romans dreht sich um das Gravitationszentrum Mma Ramotswe. Wir lernen sie kennen und die Menschen, die sie kennen lernt. Junge und Alte, Männer und Frauen. Wir erfahren etwas über afrikanische Vergangenheit und sehen die Schwierigkeiten, die mit der modernen Zeit zusammenhängen. Zum Schluss sein noch erwähnt, das dieses Buch auch eine Emanzipationsgeschichte ist.
Dieses Buch ist ein ganz großer Wurf..!