Aus der Amazon.de-Redaktion
Der italienische Autor Roberto Piumini, der nicht nur in Deutschland mit seinem Bilderbuch
Matti und der Großvater einen großen Erfolg feierte, hat sich in der Lombardei und in Sizilien umgehört und eine Menge Märchen gesammelt.
Da gibt es den schlauen Bauern Grabbe, der für den König einen verlorenen Ring beschaffen soll. Er verkleidet sich als kluger Sterndeuter und erfährt von den Dienern seiner Majestät, während sie ihm das Essen servieren, so einiges von dem, was im Schloß geschieht. Am Ende, als er den Ring im Bauch des gebratenen Truthahns an der Tafel des Königs entdeckt, kann der bauernschlaue Grabbe auch noch den Herrscher mit seiner Klugheit blenden.
In Sizilien gilt Nico Fisch als der beste Schwimmer weit und breit. Nico ist ein Wesen, halb Mensch, halb Fisch, und als der König von seinen sagenhaften Schwimmkünsten erfährt, stellt er ihn auf die Probe. Bis auf den Grund der beiden Höhlen, die von Ungeheuern bewacht werden, soll Nico tauchen. Den goldenen Becher holt er mühelos für den König herauf. Als er den großen, goldenen Kelch bringt, taucht er blutüberströmt auf, doch vom Grund der Höhlen, zu dem er für die habgierige Königin tauchen soll, ist er bis heute nicht zurückgekehrt.
Die Motive die Piumini zusammengetragen hat, sind häufig aus den Märchen der Gebrüder Gimm bekannt, doch die trockene, ironische Art, mit der sie Piumini aufgreift, zusammen mit den phantasievollen Schwarzweiß-Illustrationen Stefanie Harjes lassen sie erneut zu einem Genuß werden. --Magnus Burr
Kurzbeschreibung
Ein Laib Brot, ein Stück Käse, eine Flasche Wein und eine Schalmei schenken die neugierigen Hexen dem jüngsten Sohn eines armen Mannes, weil er sie von seinen Feigen hat kosten lassen. Ob es ihm damit gelingt, das Herz der Prinzessin zu erobern? Verlockend fremd und zugleich vertraut sind Roberto Piuminis italienische Märchen, die er aus Sizilien und der Lombardei zusammengetragen hat. Piumini hat sie für unsere Zeit nacherzählt: mit einer Portion Ironie, temporeich und bunt. So flott wie bei ihm ist noch kein Knüppel aus dem Sack gesprungen, und kein Märchen-Esel hat je zuvor seine goldenen Taler so schnell produziert …