Mit "Ein Koffer voller Wünsche" hat Martin R. Dean einen wunderbaren, grossartigen Roman geschrieben.
Die Personen, Ereignisse und Vorkommnisse in diesem Buch haben ausnahmslos alle mehrere Böden, Tiefen und Höhen. Manchmal klingt das Buch sogar, akustisch. Mal hat man Sympathien mit der einen Figur, dann mit der anderen, am Ende mit allen, den Lebenden wie den Toten.
Ich erfahre in diesem Roman vieles über die Innen- und Aussenwelten von Menschen, die in der Wirklichkeit auch so sind: wir. Unser Innenleben ist zuweilen in keinerlei Übereinstimmung mit dem, was aussen abläuft. Und umgekehrt. Wir erkennen uns nicht wieder. Und dann beginnt, wenn wir es an uns heranlassen, eine Suche oder ein Ringen, manchmal ein Kampf um Harmonie. Sie soll ja immer obsiegen, die Harmonie, auch wenn wir Spannung benötigen.
So tragen wir alle unseren Koffer voller Wünsche mit uns herum. Da manche Figuren im Buch aus Indien stammen, noch dies: es gehört zu den uralten Lehren der vedischen (d.h. indischen) Philosophie, das wunschlose Glück zu suchen. In diesem Sinne ist Martin R. Dean's Roman unter anderem auch ein indisches Buch. Sehr indisch sogar.
Mich hat das Buch bewegt und tut es jetzt, wo ich es beiseite gelegt habe, immer noch. Und Martin R. Dean hat mich beeindruckt.
Ein Koffer voller Wünsche: RomanMeine Väter: RomanDer Guayanaknoten: RomanDie gefiederte Frau. 5 Variationen über die Liebe