Es gibt von der BEAR FAMILY mehrere Gerhard-Wendland-CDs, und keine davon ist schlecht; jede einzelne hat ihre besondere Grundstimmung. Diese hier hat ihr Augenmerk vor allem auf die südlichen Serenaden und Türklagen, für welche Gerhard Wendland zusammen mit Vico Torriani, Reneé Carol und Peter Alexander besonders geeignet schien. Von allen genannten Schnulzensängern singt ER aber am echtesten und saubersten, am weichsten und am schmeichelndsten, am männlichsten und am gläubigsten. Wendland meint, was er singt.
Auf dieser CD ist sein Riesenerfolg "Jambalaya" zu hören, ebenso wie die (auch von anderen gesungenen) Schmachtschnulzen "Madonna", "Bolero", "Gitarre d'amore" , sowie die feurigen Schlager "Margharita" und "Flamenco". Sehr hörenswert sind die ruhigen Tanzschlager "Von Liebe reden wir später", "Warum gehst du fort", "Es beginnt zu regnen" und "Ein Lied verklingt". Ganz erster Güte sind "Dein Lieblingslied" und "Wenn dir mal etwas Liebe fehlt, dann klopfe bei mir an"!
Schrecklich finde ich lediglich die Lieder "Hochzeitsglocken" und "Lebewohl, du schwarze Rose", weil beide schlichtweg süßliche, unförmige, verkitschte Melodiemasse sind. Potpourris mag ich ebenso wenig; davon bietet die CD vier Stück.
Wie gesagt: bei Gerhard Wendland kippt die gesungene Schnulze nie ins Unglaubhafte oder Peinliche. Schon allein dies beweist sein stimmliches Können. Dazu kommt der weiche Charme der Nachkriegs-Tanzorchester und die rauschfreie Restauration der Lieder durch die BEAR FAMILY CD-Firma.