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Ein Kirschbaum im Winter: Roman
 
 
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Ein Kirschbaum im Winter: Roman [Taschenbuch]

Yasunari Kawabata , Misako Kure , Siegfried Schaarschmidt
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 248 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: N.-A. (1. Oktober 1990)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423112972
  • ISBN-13: 978-3423112970
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 11,9 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 239.878 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Nobelpreis für Literatur 1968

»Shingo lebt mit seiner Frau und seinem verheirateten Sohn zusammen. Da die Ehe seiner Tochter scheitert, kommt auch diese mit ihren beiden Kindern in das Elternhaus zurück. Die Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit des Hausvaters gilt aber der jungen Schwiegertochter Kikuko, die unter der Untreue ihres Mannes zu leiden hat. Diese Geschehnisse umrahmen Shingos Welt, in der er einsam, in einer Traumwelt von Schönheit, Wehmut, Sehnsucht und Vergänglichkeit lebt. Es ist diese von Schönheit durchwirkte, vom Buddhismus geprägte Todessehnsucht, die dem Werk seine eigene dunkle Note verleiht.« Neue Zürcher Zeitung

Über den Autor

Yasunari Kawabata wurde am 11. Juni 1899 als Sohn eines Arztes in Osaka geboren. 1917-1927 studierte er in Tokio Anglistik und japanische Literatur. Seine zahlreichen Romane und Erzählungen schildern häufig autobiographisch Begründetes. 1968 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Kawabata starb am 16. April 1972 in Zushi bei Yokohama durch Selbstmord.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Meisterwerk! 23. April 2006
Format:Taschenbuch
Mit Recht hat man Kawabata "für seine Erzählkunst, die mit feinem Gefühl japanisches Wesen und dessen Eigenart ausdrückt" 1968 den Literaturnobelpreis verliehen. Auch "Ein Kirschbaum im Winter" ist m. E. ein wahres Meisterwerk!

Tauchen Sie ein in die Gedankenwelt des Shingo Ogata, der sich kurz vor seiner Pensionierung mit einigen Familienproblemen auseinandersetzen muss. Aus Liebe zu seiner Schwiegertochter versucht Shingo die Fehler seines untreuen Sohnes zu korrigieren.

Die einzigartige Erzählweise mag dem "ungeübten Kawabata-Leser" vielleicht zu anspruchsvoll erscheinen. Wer aber über etwas Interesse an japanischer Kultur und buddhistischer Philosophie verfügt, darf sich dieses Buch nicht entgehen lassen! Es ist eines dieser Bücher mit "Nachwirkung": Selbst wenn die letzte Seite gelesen ist, hat man noch immer seine Gedanken...

Einfach klasse!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wunderbare Tiefe 11. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Auch für all die, denen die japanische Lebenswelt fremd ist, und
wahrscheinlich wird sie das für die meisten von uns Europäern
trotz "Globalisierung" und "Playstation" wohl auch immer bleiben, birgt diese Erzählung wunderbare Tiefen.
Die Hauptprotagonisten sind in ihrem Wesen einzigartig gezeichnet, ihre Beziehungen kunstvoll entfaltet und um das hintergründige Zentrum - das dem Tod entgegen gehende, sich hinterfragende Leben - gruppiert. Ein Buch, das Stille und Konzentration atmet und auf sich ihm hingebende Leser übergleiten läßt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Yasunari Kawabatas Roman "Ein Kirschbaum im Winter" stellt sich bald nach Beginn der Lektüre als eine Familiengeschichte heraus, in der es durchaus interessante Ereignisse gibt; einen Sog jedoch, aus der man sich als Leser erst befreien kann, wenn man den Roman zu Ende gelesen hat, übt "Ein Kirschbaum im Winter" nicht aus. Im Laufe der Handlung erwartet man als Leser zwar schon, daß der alternde Protagonist Shingo Ogata aus seinem Mikrokosmos zwischen Familie und dem eigenen Altern ausbricht, um etwas zu tun, wodurch er sich wieder jünger fühlen kann - gewisse Momente, in denen er seinen Gedanken nachhängt, deuten dies an - allein, dazu kommt es nicht. Vielmehr wird er in die Probleme seiner eigenen Familie hineingezogen. Obwohl er der "Hausvater" ist, vermag er es allerdings dennoch nicht, die scheiternde Ehe seiner Tochter bzw. die kurz vor dem Scheitern stehende Ehe seines Sohnes, der eine Geliebte hat, zu retten.

Typisch für Kawabata ist auch die Abfolge der mit sinnfälligen Überschriften versehenen Kapitel - zwar bauen diese schon aufeinander auf, aber sie lesen sich andererseits auch wie Episoden aus dem Alltagsleben Shingos. Vielleicht kann sich auch dadurch keine richtige "Spannung" entwickeln.- Dennoch wäre es falsch, das Buch als langweilig abzutun; letztlich sind ja Ereignisse in der eigenen Familie das, was einen oft selbst direkt betrifft und es ist daher durchaus realistisch; darüberhinaus ist der Roman auch eine Darstellung des Alltags einer verhältnismäßig traditionell lebenden japanischen Familie, inklusive Tempelbesuchen, Kirschblüten, Kotatsu-Stövchen, Tatami-Matten und papierbespannten Regentüren im Haus. Dies mag wie eine Verarbeitung typisch japanischer Klischees klingen, ist indessen aber völlig seriös dargestellt, denn es war Kawabata als traditionellem japanischen Autor sicher nicht darum zu tun, dem westlichen Japan-Bild entsprechen zu müssen. Diese Handlungsumgebung zusammen mit dem Verhalten und Denken und Kawabatas niveauvollem Erzählstil üben allerdings durchaus einen Zauber auf den Leser aus, wodurch der Roman auch für Kawabata- und Japan-unkundige Leser interessant wird.
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