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Ein Kind zu töten ... (+ Audio-CD)

Lewis Fiander , Prunella Ransome , Narciso Ibanez Serrador    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Lewis Fiander, Prunella Ransome, Carlos Parra
  • Regisseur(e): Narciso Ibanez Serrador
  • Komponist: Waldo de los Rios
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono), Spanisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
  • Erscheinungstermin: 13. Februar 2009
  • Produktionsjahr: 1976
  • Spieldauer: 107 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001MTUVCU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 47.468 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

OFDb.de

Ein junges Pärchen kommt auf eine kleine, spanische Insel, Evelyn ist hochschwanger, Tom ist "halber Arzt", ein Biologe mit Hang zum Ich-mach-das-schon. Dieses Zwiespiel zwischen bevormundetem Naivling und Möchtegernbesserwisser zieht sich unterschwellig wie ein roter Faden durch diesen zunächst sehr subtilen Vertreter des fast unterschlagenen Horrorfilms. Was die beiden auf dem idyllischen Eiland vorfinden, ist ein merkwürdig fast menschenleeres Dorf, nur ein paar Kinder kreuzen ihren Weg. Wenn man sich nicht vom einfältigen deutschen Titel in die Irre führen lässt, ist dieser Epidemiehorror in der Tradition von David Cronenberg oder George A. Romero ein klasse B-Movie, trotz südländischen Flairs versteht es der unbekannte Regisseur Chicho Ibáñez-Serrador, Unbehagen und eine klaustrophobische Atmosphäre aufzubauen. Die leeren Gassen, die rustikalen, schon leicht morbide wirkenden Innenansichten der Landhäuser und die verstörende Wahrheit, die sich erst langsam herausschält, sorgen für ein ungewöhnliches Schauererlebnis, das auch heute noch wenig von seiner Attraktivität verloren hat. Ibáñez-Serrador inszeniert seine Fiktion allerdings nicht nur durch sein minimalistisches Setting und seine Stilsicherheit bei der Dramaturgie, sondern lässt den unglaublichen Plot, den man so lieber gar nicht glauben möchte, in offene Gewalt umschlagen, bei der man sich angesichts einiger Tabubrüche wundert. Die Erklärung für die blutigen Vorgänge in dem verschlafenen Fischerdorf soll auch hier nicht verraten werden, zumal eine erhellende Erkenntnis zur Ursache ausbleibt. Nur soviel sei verraten: Zum Anfang schockieren Bilder von dahinsiechenden und sterbenden Kindern, dazu gibt es schockierende Zahlen von umgekommenen Kindern diverser Kriege in utopisch scheinender Höhe und am Ende fragt man sich, welcher Generation denn nun die Welt gehört, wenn überhaupt. So tiefgründig wirkt der Film mit seinem minimalen Aufwand und seiner großen Wirkung nicht, Interessierte werden dennoch eine Perle vorfinden, die mit einem herben Nachgeschmack zu überzeugen weiß. Bei soviel Konsequenz können die "Kinder des Zorns" einpacken und selbst das "Dorf der Verdammten" erblasst. Ein Horrorthriller, der mit seinen guten Schauspielern nicht unbedingt für ungeduldige Zeitgenossen geeignet ist.

Fazit: Ganz ohne Effekthascherei gelingt eine nachvollziehbare Schreckensvision, die mit Spannung und beängstigender Realität zu überzeugen vermag. Geheimtip!

--- Schwarz

Produktbeschreibungen

Ein Kind zu töten... DV

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Marc Jozefiak TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
"Ein Kind zu töten"

Allein dieser Titel des Films löst in jedem normalen Erwachsenen eine wohl nicht zu überschreitende Hemmschwelle aus, denn zu abwegig wirkt doch die Vorstellung, diesen Satz auch in die Tat umzusetzen. Und genau mit der gegensätzlichen Seite beginnt dieser Film, denn in den ersten Minuten wird der Zuschauer mit Filmmaterial aus diversen Kriegen überhäuft, in dem hauptsächlich tote oder schwer entstellte Kinder zu sehen sind, die vollkommen unschuldig zu Opfern der Erwachsenen wurden, die diese Kriege geführt haben. Manch einem mögen diese ersten Minuten zunächst etwas befremdlich vorkommen, doch ergeben sie im Laufe des Films einen immer tieferen Sinn, der sich einem vielleicht nicht auf den ersten Blick erschließt.

"Ein Kind zu töten" ist kein Film, der reisserische SFX oder übergroße ins Bild gesetzte Härte und Brutalität zeigt, obwohl es auch einige härtere Szenen gibt. Die Härte geht hier von der Thematik des Films und ihrer nahezu brillanten Umsetzung aus. Schon während man den Film sieht, entwickelt sich eine kaum für möglich gehaltene Brutalität im Kopf des Betrachters, das Gesehene ist wie ein Keulenschlag in die Eingeweide. Fassungslos und verstört verfolgt man das Geschehen auf dem Bildschirm, das einem kaum Zeit lässt, um es erst einmal sacken zu lassen. das, was einem hier präsentiert wird, ist so harter Tobak, das man erst nach Filmende die Zeit findet, das Gesehene in Ruhe Revue passieren zu lassen.

Doch selbst das ist fast unmöglich, da dieses Werk extrem stark nachwirkt, manmerkt erst jetzt richtig, wie schwer es ist, das Gesehene zu verarbeiten, denn es sollte doch immer noch ein tabu-Thema sein, "Ein Kind zu töten". Regisseur Narciso Ibanez Serrador ist es hier meisterhaft gelungen, zwiespältige Gefühle im Zuschauer wachzurufen, in dem er die behandelte thematik sehr gegensätzlich darstellt. Einerseits sieht man die lächelnden Kinder, die so lieb und friedlich wirken, auf der anderen Seite wird man auch mit dem konfrontiert, was sie auf der Insel getan haben. Der Grund für ihre Taten, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, um keinem die Spannung zu nehmen, bleibt vollkommen im dunkeln und lässt Spielraum für eigene Interpretationen.

Und genau das macht die ganze Sache noch viel schockierender und den Film umso intensiver, denn das hier Gezeigte geht so dermaßen unter die Haut, das man teilweise nach Luft ringen muss, weil einem der Atem stockt. Die Geschichte, die hier in Szene gesetzt wurde, packt einen so intensiv, das man phasenweise gar nicht das Gefühl hat, einen Film zu sehen, sondern selbst ein Teil der Geschehnisse zu sein, die sich vor den eigenen Augen abspielen. Es ist erschreckend, sich in dieser Vorstellung wiederzufinden, denn man stellt sich fast zwangsläufig die Frage, wie man selbst als Erwachsener handeln würde, wenn man sich in der Situation des jungen Paares befinden würde. Und die Antwort auf diese Frage ist glaube ich gar nicht so leicht zu geben.

Auch wenn man zu keiner Zeit den Grund für die Taten der Kinder präsentiert bekommt, was ich übrigens perfekt finde, so kann man doch gerade wenn man die ersten Minuten des Films mit heranzieht, doch eine recht simple Interpretation finden, die dann sogar recht logisch und nachvollziehbar erscheint. Doch das soll natürlich jeder für sich selbst interpretieren und wahrscheinlich werden viele zu unterschiedlichen Meinungen kommen.

Besonders hervorheben möchte ich noch das Ende des Films, das in meinen Augen der absolute Hammer ist. War der ganze Film schon bisher sehr verstörend und hat eine extrem beklemmende Stimmung verbreitet, so hauen die letzten Minuten noch einmal so richtig in die Magengegend und lassen einen richtiggehend erschauern. Das, was man zu sehen bekommt, ist so unfassbar, passt aber perfekt in das brillante Gesamtbild dieses genialen Filmes. "Ein Kind zu töten" schafft es, das man Erwachsene wie auch Kinder mit ganz anderen Augen sieht. Und der Titel des Films ist leider in der heutigen Zeit kein Tabu-Thema mehr, denn gerade wie die letzten Jahre vermehrt gezeigt haben, fällt es manchen Erwachsenen gar nicht mehr so schwer, "Ein Kind zu töten".
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ray TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Die britischen Touristen Tom (Lewis Fiander) und seine schwangere Frau Evelyn (Prunella Ransome) befinden sich in Spanien, um einen ruhigen Urlaub zu verbringen. Im pittoresken Städtchen Benavis an der katalanischen Küste ist aber alles zu anstrengend, laut und euphorisch, denn die Beiden platzen mitten in die Fiesta de Benavis, ein lokales Volksfest mit Umzug, faszinierend-düsteren Masken, Märkten, Trachten, viel Gesang und noch viel mehr Feuerwerk.
So entschliessen Sie sich am nächsten Tag mit einem kleinen Fischerboot zur etwas abgelegenen Insel Almanzoro aufzubrechen. Dort werden sie am Hafen von spielenden Kindern empfangen. Doch die Suche nach einer Unterkunft wird zu einem schwierigen Unterfangen. Wo sind all die Erwachsenen geblieben ? Die zentral gelegene Bar am Dorfplatz ist ebenfalls menschenleer. Nur Kinder sieht man ab und zu beobachtend an der Bar vorbeilaufen.
Dank dem Label Bildstoerung gibt es den heute nahezu vergessenen Horrorfilm "Ein Kind zu töten" ( ¿Quién puede matar a un niño?) auf DVD.
Der 1976 von Narciso Ibanez Serrador gedrehte Film ist ohne Frage ein verschollenes Meisterwerk, dass es noch zu entdecken gilt.
Dabei wurde dieser damals in Deutschland gekürzten und somit verstümmelten Kinofassung das herausgeschnittene, aber dramaturgisch unverzichtbare 7 Minuten Intro mit grauenhaften Originalbildern und Archivaufnahmen von fünf grauenhaften Kriegen beigefügt.
Den Zusammenhang zur eigentlichen Handlung auf dieser herrlich sommerlichen und wunderbar idyllen Insel stellt der Regisseur durch dei Tonspur her: Zu den grauenvollen Kriegsbildern, das vor allem die Kinder als die Leidtragenden zeigt, erklingt munteres Kichern und Kinderlachen und ein kindliches Singen, dass an "Schloß des Schreckens" erinnert.
Dieses Kinderlachen wird die beiden unbedarften britischen Touristen auf dem Weg ins Grauen immer wieder begleiten.
Der Film erinnert an ähnliche Klassiker wie "Herr der Fliegen", vor allem abe an Wolf Rillas "Dorf der Verdammten", bleibt aber durchgehend eigenständig und wartet mit großartigen wie gespenstischen Alptraumbildern auf, die von Almodovars Stammkameramann Jose Luis Alcaine kreiert wurden.
Dabei wirkt es besonders gelungen, weil das Grauen sich inmitten einer sonnenintensiven Atmosphäre und eben nicht wie üblich im Dunklen entfaltet.
Auch der Soundtrack (auf einer Extra CD beiliegend) ist gut gelungen. Dafür verantwortlich der spanische Musiker Waldo de los Rios, der in den 70ern ein paar Hitparadenerfolge verzeichnen konnte und in schwerem depressiven Zustand 1977 Selbstmord beging.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin Schmidl TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD
dank des noch relativ jungen labels "bildstörung" kommt der geneigte cineast nun in den genuß eines weiteren fast vergessenen klassikers der filmgeschichte .
"ein kind zu töten" stand sage und schreibe 24 jahre lang auf dem index und wurde nun aufgrund der bemühungen engagierter mitarbeiter oben genannten labels endlich von jener manchmal doch recht fragwürdig anmutenden liste gestrichen so dass der wegweisende klassiker jetzt in seiner ungeschnittenen form zu bewundern ist. die 7 - minütige im dokumentarstil gedrehte einleitung wurde damals komplett entfernt , außerdem bekan der streifen den selten dämlichen und vollkommen sinnentleerten deutschen titel "tödliche befehle aus dem all" verpasst.

tom und seine hochschwangere frau evelyn möchten ein paar ruhige tage der erholung am meer verbringen und schippern mit einem boot zur abgelegenen insel almanzora auf der sich ein kleines fischerdorf befindet .dort angekommen merken sie recht schnell das irgendetwas nicht mit rechten dingen zugehen kann da im dorf nur kinder , aber kein einziger erwachsener zu finden ist.......

regisseur narciso ibanez serrador hat mit seinem streifen aus dem jahre 1976 keine sinnentleerte ( wie das jahrelange verbot des films vielleicht vermuten lassen würde ) gewaltorgie geschaffen , sondern einen intelligenten und überaus spannenden psycho - horrorthriller kreiert , der durch eine ruhige aber niemals langweilige erzählweise besticht und seinen schrecken aus dem tabuthema darf- man- böse- kinder- töten bezieht. klar - gewalt und schockmomente kommen vor , aber niemals übertrieben eigesetzt geschweige denn moralisch anstößig. "ein kind zu töten" fesselt von der ersten bis zur letzten minute und steht ganz in der tradition solch klassiker wie "das dorf der verdammten" oder - so seltsam das auch klingen mag - "die vögel".

die dvd befindet sich in einem schön gemachten pappschuber in dem sich ein keep case mit wendecover befindet , außerdem ist die außenseite des schubers mit einer hülle bedeckt die problemlos zu entfernen ist und man sich somit des lästigen übergroßen fsk logos entledigen kann - sehr löblich. ein informatives booklet nebst zusätzlicher audio cd des soundtracks ist ebenfalls zu finden.

lange rede kurzer sinn : eine dvd veröffentlichung die keine wünsche offen lässt und ein must have für jeden filmesammler darstellt.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Abgefahrener Horror in sonnigem 70er Jahre Look
Der Film ist ganz okay, es wieder einmal ein Film, wo es um böse, böse Kinder geht, vor denen man Angst haben sollte. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Leonidas veröffentlicht
Horror in gleißendem Sonnenlicht
(Meine Kritik aus dem Cinefacts-Forum vom 19.02.2009)

Hab den Film gerade gesehen und fand ihn sehr gut. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. September 2009 von dvtom
Ein Kleinod für 70er Jahre Fans!
Tom und Evelyn befinden sich in Spanien in einem Ferienparadies. Dort ist es ihnen aber zu laut und lebhaft, weshalb man mit dem Boot zu einer Insel fahren möchte auf der Tom... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juli 2009 von Bryllyant
völlig überbewertet
Nach der Beschreibung erwartet man einen nervenzerfetzenden Thriller, der aus dem Rahmen fällt, aber weit gefehlt! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Juni 2009 von M. Cavada
Sinnlos
Nicht die Vögel, sondern die Kinder sollte es heissen.
Der Handlungsstrang ist fast Identisch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Juni 2009 von Olli
Nach 25 Jahren auf dem Index wieder ungeschnitten auf DVD
Es geschehen ja noch Zeichen und Wunder: Dieser feine spanische Horrorfilm hieß vor 30 Jahren noch "Tödliche Befehle aus dem All", die deutsche Fassung verlegte das... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Mai 2009 von Polygraph
vorhandenes Potential leider verschenkt...
Ich kann mich den vielen positiven Rezenssionen leider nicht anschließen.

Ein Film, der ein Tabu-Thema ansprechen möchte und den inneren Konflikt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. März 2009 von Martin A.
überbewertet
Nicht alle Filme, die indiziert sind oder waren sind deshalb automatisch gut. Ein professioneller (? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. März 2009 von DVDHein
Kein roter Flatschen
Zum Film braucht man nichts sagen. Absoluter Geheimtip.
Um den Pappschuber ist ein ablösbare Hochglanzseite mit dem FSK Logo auf der Front. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. März 2009 von M. Becker
überragend
dieser klassiker hat lange auf eine uncut vö gewartet.
jetzt, da es soweit ist, muss ich sagen: überragend. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. März 2009 von Frank Linden
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