Da ist er nun, der achte Band der nunmehr 13-teiligen "Fortune de France"-Romanserie. Wieder begleiten wir unseren fiktiven Romanhelden, jetzt Pierre-Emmanuel de Siorac, bei seinen aristokratisch-politischen und amourösen Abenteuern im realen Frankreich des 17. Jahrhunderts. Als "Mäuschen" in den Gemächern von Ludwig XIII. und dem Kardinal Richelieu erlebt der Leser fast leibhaftig die Ereignisse um die Belagerung der Hugenotten von La Rochelle. Wir erfahren weltpolitische und auch nebensächliche, aber immer interessante Details französischer Geschichte und Lebensart. Erneut gelingt es Robert Merle, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Dialogstark, lebensnah gezeichnete Charaktere- manchmal ein bißchen zu detailversessen - spannend und humorvoll; dies alles garantiert eine faszinierende Lektüre, wie man sie von Merle kennt und erwartet. Und was bleibt am Ende des Buches?: Bestimmt wieder ein Jahr Wartezeit bis der Aufbau-Verlag den neunten Band veröffentlicht.