Das Buch ist Teil 2 einer lockeren Trilogie, d.h. jedes Werk ist gleichzeitig auch eigenständig,obwohl Personen und Handlungsorte in den Teilen ähnlich oder gleich sind. Die Trilogie spielt als solche im "Universum der Wanderer", einer übergeordneten geheimnissvollen Superintelligenz deren Machenschaften und Absichten weitgehend im Dunkeln bleiben. Es werden Artefakte, Maschinen und Auswirkungen (sozialer und ökologischer Art)auf vielen Planeten entdeckt und ein weitgespanntes Rätselraten beginnt. Die Person Maxim Kammerer begleitet den Leser durch alle 3 Bände. Er ist/war Progressor der KomKon 2 (Kommission für Kontakte/Kommission für Kontrolle), wobei "Progressor" soetwas wie Agent,Beobachter und Analyst bedeutet. Im vorliegenden Buch "Der Käfer im Ameisenhaufen" bekommt Kammerer den Auftrag den Progressor Lew Albakin auf der Erde ausfindig zu machen, wo er sich nach längerem ausserplanetaren Aufenthalt unerlaubt verborgen hält und in seltsamer Weise mit Freunden und Lehrern Kontakt aufnimmt. Es beginnt eine zunehmend spannende und rätselhafte Detektivgeschichte mit einem überraschenden Finale, wo eine interessante und vielschichtige Erklärung stattfindet, die den Leser aber auf der letzten Seite dennoch leicht enttäuscht weil man, ich greife hier bewusst voraus, sich zu sehr wünscht zu erfahren,was wohl passiert wäre, wenn dieser ominöse "Zünder" zum Einsatz gekommen wäre. Das Buch erinnert, obwohl natürlich viel früher geschrieben, an die Fernsehserie-Serie "Akte X", sowohl was die Aura des Geheimnisvollen,der Verschwörung angeht, sowie das Grundthema selbst - die Spurenfindung ausserirdischer Einflüsse. Das Buch ist spannend, zum Schluss hin sogar richtig Thrillermässig und gehört zu den besseren Werken der Autorenbrüder. Lesenswert!