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Als eine Art Woody Allen der späten 20er Jahre, als stets unzufriedener Neurotiker nämlich, ist er an den Stätten des gepflegten Müßiggangs durchaus nicht in seinem Element. Schnell wird ihm denn auch das gesellschaftliche Parkett galanter Causerie und amouröser Unverbindlichkeiten zur gefährlichen Rutschbahn.
Im verzweifelten Bemühen um leichtfüßige Souveränität schlittert Guittard von peinlicher zu noch peinlicherer Situation und verwickelt dabei einen Reigen angebeteter - und austauschbarer - Damen in einen wilden Eiertanz.
Mit erzählerischer Raffinesse und »unvergleichlichem Sinn für die Metamorphosen des Gemüts« (Süddeutsche Zeitung) zeichnet Emmanuel Bove das Bild eines an grotesker Fehleinschätzung seiner selbst leidenden Mannes. Der von Peter Handke für Deutschland wiederentdeckte Autor schreibt damit eine Geschichte, so modern und vergnüglich wie eben die Kunst- und Kultfigur Woody Allan: die Geschichte des neurotischen Leidens an der Welt.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Schrulliger Roman...,
Von Porta de la Luna (Meine eigene kleine Welt!) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ein Junggeselle: Roman (Taschenbuch)
Im Roman "Ein Junggeselle" dreht sich alles um reiche Altersruheständler im Nizza nach der Jahrhundertwende (um 1920), die sich ihre Zeit ganz offenbar hauptsächlich mit oberflächlichen Freundschaften und tiefgründigen Intrigen vertreiben. Die Figuren sind fast schon überzeichnet, aber ich habe mir sagen lassen, dass das "typisch Bove" ist. Der Schreibstil entspricht der damaligen Zeit und liest sich daher für junge Leute ein wenig schwierig, aber man findet sich hinein. Die Geschichte selbst ist durch und durch schrullig - wer diese Art des schreibens mag, könnte es als humorig empfinden - alle anderen werden sich am Ende eher fragen: "Was wollte mir der Künstler damit sagen?".Ich gehöre wohl eher zu letzterer Kategorie. Aber diesen Eindruck muss ich in dem Fall wirklich relativieren, denn "handwerklich" ist das ein sehr gutes Buch. In einer anderen Bewertung hier zu Emmanuel Bove steht "...man muss Bove mögen...", das trifft es glaube ich ganz gut. Für Leser klassischer Literatur würde ich diese kurze aber prägnante Lektüre empfehlen. Alle anderen sollten es vielleicht einfach mal probieren - sie werden es lieben oder auch nicht!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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