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Ein Job: Krininalroman
 
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Ein Job: Krininalroman [Taschenbuch]

Irene Dische , Reinhard Kaiser
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423130199
  • ISBN-13: 978-3423130196
  • Originaltitel: The Job
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,1 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 56.823 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Irene Dische
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Also gut, sie macht das gern. Sie schreibt spitz und gern makaber und sorgt dafür, dass wir uns im Gestrüpp von Erwartungen und political correctness verheddern. Juden, verfolgte Minderheiten, Amerikaner, Deutsche in West und Ost -- wer will sagen, wo die Guten sind, wo die Bösen? Kommt überhaupt jemand ohne fromme Lügen aus? Irene Dische, Tochter jüdischer Emigranten, in New York aufgewachsen, seit 1980 in Berlin lebend, zieht uns auch in ihrem neuen Buch in ein irritierendes Vexierspiel.

Fromme Lügen hieß ihr erster, überaus erfolgreicher Erzählband (1989). Daraus ist vor allem das Bild der Pathologin in Erinnerung, kühl sezierend, den Knoten der Verwirrung beim Aufeinandertreffen von Kulturen und Religionen mit ungerührter Kälte durchschneidend.

Irene Dische schreibt grundsätzlich gegen den Strich, so auch diesmal. Ein Job ist angeblich ein Kriminalroman über einen kurdischen Attentäter (Alan, alias Allen, kein unbekannter Name für Dische-Leser), einen eiskalten und hoch professionellen Berufskiller, der nach einer spektakulären Flucht aus einem türkischen Gefängnis nach New York kommt, wo er die schöne Frau und die kleinen Töchter eines verhassten Türken liquidieren soll. Versuche des Lesers, über das Schicksal der unterdrückten kurdischen Minderheit Zugang zur Geschichte zu finden (das eingestreute kurdische Kulturgut legt dies nahe), werden zynisch zurückgewiesen. Alan denkt nicht politisch: "Ein Kurde ist zu wenig, zwei Kurden sind zu viel." Sein Job soll ihm ein teures Haus verschaffen, ein Bett, breit genug für drei Mädchen auf einmal, Joop!-Socken und Brioni-Anzüge, der Finger am Abzug der Waffe wird frisch manikürt sein. Er hat einen Job zu erledigen, sonst nichts. Fachmännisch inspiziert er den Mordort -- alles bestens: "Messer zum Abschneiden der Ohren und einen Gummihandschuh, um sie darin einzupacken", sind in der Küche vorhanden.

Wer sich bei der Lektüre nun auf Action einstellt, läuft ebenfalls ins Leere. In die Fremde New Yorks exportiert, in das "Gewimmel von übereinander kletternden, namenlosen Menschen", wo alles möglich und nichts vorhersehbar ist und wo vor allem die Frauen sich äußerst befremdlich benehmen, wird der Macho-Killer von den eigenartigsten Anwandlungen überkommen. Beim Beschatten seines Zielobjektes stellt er sich so ungeschickt an, dass einem erfahrenen Krimileser die Haare zu Berge stehen. Er trägt sogar seiner alten Nachbarin (Mrs Allen! schon wieder!) die Einkaufstüten ins Zimmer und setzt sich mit ihr vor den Fernseher, während die Geschichte sich immer unwahrscheinlicher verwickelt. Die Attentäter-Attitüde löst sich auf in Angst und Scham. Die fremde New Yorker Lebensart hat offenbar die Kraft, ihn so zu sozialisieren, dass er am Ende, in den Bergen Nevadas eingenistet mit Frau und Kind, eine Tankstelle so friedlich und gründlich führt, dass er im Scheinwerferlicht der TV-Kameras den Preis für die saubersten Kundentoiletten in Empfang zu nehmen glücklich bereit ist. Ein seltsames Happy End. "Und wenn sie nicht gestorben sind..."

Der Aha-Effekt kommt am Schluss: dieser Text ist ein Lebensmärchen, das ein Vater seiner Tochter erzählt. Manche Merkwürdigkeiten der Erzählhaltung erklären sich jetzt. Aber nicht alle. Da ist immer noch eine andere Stimme, die Alan, "unseren Helden", mit unpassenden Einmischungen und seltsamem schwarzen Humor in eine sarkastische Spielart des "American Dream" hineinschickt. Die Brüche sind bewusst gesetzt, so als ob Irene Dische Scheu hätte, sich zu ihren Figuren zu bekennen und auf diese Weise vielleicht sich selbst in fromme Lügen zu verstricken. So hält aber auch der Leser Distanz. Ursprünglich war der Text ein Drehbuch -- vielleicht tatsächlich die bessere Form, ohne das Medium dieses unentschiedenen Erzählers. --Eva Leipprand -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Irene Dische lässt sich nicht festlegen. Das irritiert viele, die gerne lesen, was sie erwarten. Einen Kriminalroman verspricht sie, hält sie und liefert dazu eine bissige Komödie, den ethnologischen Bericht eines Kurden über seltsame amerikanische Sitten und Bräuche, ein neues Märchen aus der Schwarzen Serie. Unverhohlenes Lesevergnügen ist der Lohn.«
Die Zeit

»Ein Buch wie ein Revolver – eine staubtrockene Persiflage auf die Krimis der Schwarzen Serie. Voll beißender Komik entrollt Dische einen irrwitzigen Plot … Ein kleiner, feiner Roman, ein aberwitziges Kabinettstückchen.«
Peter Henning, Der Spiegel Reporter

»›Ein Job‹ ist eine poetische, komische Geschichte über die Fremdheit in der Welt und die Veränderbarkeit des Lebens. Man kann das Buch aber auch als sublimen Beitrag zum türkisch-kurdischen Verhältnis in der Diaspora lesen oder als Sieg des Guten über das Böse. Das klingt zwar kitschig, ist es aber nicht, weil Dische nie den lakonischen Ton und ihren bissigen Witz verliert und so leichthändig erzählt, als wolle sie nur ein kleines Kunststück vorführen.«
Jörg Magenau, Handelsblatt

»Ein ungewöhnlicher Thriller – versiert spielt Irene Dische mit den stilistischen Versatzstücken und Klischees des Genres sowie den Erwartungen ihrer Leser … Alan Korkunç ist ein Mike Hammer mit Ladehemmung. Das hat Witz und Verve, ist sprachlich so wunderbar lakonisch wie die besten Kriminalromane der amerikanischen Hard-boiled-Schule – und bleibt spannend bis zum überraschenden Schluss. Irene Dische hat einen verdammt guten Job gemacht.«
Volker Albers, Hamburger Abendblatt

»Sprachlich wirkt die Erzählung jederzeit souverän. Irene Dische versteht mit Worten umzugehen, zaubert durch ihre Formulierungen immer wieder Witz und Charme in die Zeilen, zeichnet die Figuren sehr treffend und versteht mit wenigen Worten, die kulturellen Unterschiede spitzfindig herauszukehren. Selbst die eingestreuten kurdischen Wörter stören nicht, sondern tragen zur Atmospähre bei, obwohl sie nicht übersetzt werden. Sie erschließen sich aus dem Zusammenhang. (...) Dische erzählt herrlich unterhaltsam, scharfsinnig beobachtend und manchmal urkomisch und schwarzhumorig. ›Ein Job‹ ist ein Krimi und ist es gleichzeitig nicht. Eine Geschichte, die mit der Erwartungshaltung des Lesers spielt und dabei absolut ausgewogen komponiert und für den Leser ein kurzweiliges Vergnügen ist.«
Meike Schulte, buchwurm.info

»Genre-Mix, der geschickt mit Zuschauererwartungen spielt.«
literatur.de

»Ein Krimi voll von grotesker Komik.«
Weekend

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein schönes Buch, das keiner kennt, 8. März 2004
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ein Job (Gebundene Ausgabe)
Manchmal haben die Mitarbeiterinnen in unserer Bibliothek Mitleid mit bestimmten Büchern, und dann werden sie auf einem bestimmten Tisch ausgelegt. Und so kommen sie wieder unter die Leute. Dieses Büchlein (169 Seiten) mit einem Cover-Design wie aus den 50ern ist kein Hammer, es ist einfach eine nette Geschichte, die aber gerade jetzt angesichts des ständigen islamischen Terroralarms aktuell ist. Und sie ist spannend, ernst, und trotz Dramatik auch ganz lustig: Ein kurdischer Auftragskiller wird 1997 aus Istanbul nach New York eingeflogen. Er soll in 5 Tagen die Familie eines kurdischen Politikers auslöschen, um diesen unter Druck zu setzen. Soweit der schreckliche und durchaus realitätsnahe Hintergrund. Doch die Großstadt mit ihren Eigenarten bringt ihn durcheinander - er findet einfach keine Ruhe für seinen "Job".

Wir begleiten Alan Korkunc während dieser 5 Tage, während er sich in New York einlebt und zurechtfinden muss. Die Gegensätze sind krass: Korkunc kommt aus einem kleinen anatolischen Dorf in diese riesige Stadt. Er spricht kein Englisch, überall kommt es zu Missverständnissen. Seine Freude: die etwas stämmigeren Amerikanerinnen, die ihn an die Heimat erinnern und seinen "kir" animieren. Nebenher erhält man eine kleine Einführung in die türkisch-kurdische Umgangssprache.

Das Ende kommt natürlich ganz anders als geplant, doch es ist eigentlich gar nicht so wichtig. In der Hauptsache werden nämlich New York-Freunde ihre Freude daran haben, wie der absolut coole Killer in ihrer hektischen Stadt verzweifelt. Dische hat gut beobachtet und daraus einen amüsanten Mini-Thriller gemacht, der durchaus eine Versuchung wert ist.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Nicht ihr bestes Buch, aber trotzdem gut, 13. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Ein Job (Gebundene Ausgabe)
Irene Dische hat schon bessere Bücher geschrieben. Trotzdem ist dieses natürlich ein ungewöhnlicher Thriller, und das eben darum, weil er von Irene Dische ist.
Ein kurdischer Killer trifft in New York ein und scheitert an seiner ersten Donut-Bestellung.
Fünf Tage hat er Zeit, sich auf seinen Auftragsmord vorzubereiten. Dabei freundet er sich nicht nur mit seiner Nachbarin an, sondern nimmt auch noch persönlichen Kontakt zu seinen späteren Opfern auf. Etwas, das nicht unbedingt seinen Gepflogenheiten entspricht.
Das merkwürdige Verhalten der New Yorker bringt ihn immer wieder in unangenehme Situationen. So ist sein Auftragswagen ein Taxi und er muss sich den lieben langen Tag lang der wütenden New Yorker erwehren, die in sein Taxi steigen wollen.
Das Ende ist ein wenig abgehackt und zum Schluss dann sogar ein bisschen märchenhaft.
Irene Dische versteht es, Situationskomik zu beschreiben, sie hat eine Ader für lustige Details.
Trotzdem fand ich, dass der ' ziemlich kurze ' Roman seine Längen hatte, und dass die lakonische Schreibweise sich manchmal in Geschwafel verlor.
Etwas gerafft, hätte der Roman eine ziemlich witzige Kurzgeschichte oder Novelle ergeben, so jedoch war er ein letztlich unbefriedigender Roman.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eigenwillige Geschichte mit grandiosem Blick auf New York, 22. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ein Job (Gebundene Ausgabe)
Ein kurdischer Auftragskiller der nach New York kommt um dort einen Job zu erledigen... Geschichten wie diese sind nicht neu und es gibt sie zuhauf. Was das Buch aber in seiner eigentümlichen Weise einzigartig macht ist der zynische und teilweise geradezu vernichtende Blick auf die New Yorker Gesellschaft. Die Beschreibung des Lebensgefühls der Stadt, an der auch der kühlste Killer zerbrechen kann, ist so geschickt in die Geschichte verwoben, daß es Spaß macht, das Buch von Anfang bis zum Ende am Stück durchzulesen. Der begeisterte New York Reisende wird viele der kleinen Seitenhiebe auf die Stadt bestätigen können und bisweilen lächelnd nicken, wenn dem starken Auftragskiller durch Kleinigkeiten, mit denen er aufgrund mangelnder Englischkenntnisse nicht zurecht kommt, der Spaß am "Job" genommen wird. Trotz all dem ist "ein Job" beileibe kein lustiges Buch sondern stimmt eher zum Nachdenken. Ein Aufeinanderprallen verschiedenster Lebensphilosophien, die in Metropolen täglich millionenmal stattfinden kann viel verändern...
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