Die Autorin gibt einen guten Einblick in ihre ersten zwölf Monate in Neuseeland. Beschrieben werden nicht nur Land und Leute, sondern auch die persönlichen Highlights und Probleme in einer spannenden Zeit für die ganze Familie. Gut nachvollziehbar ist, was der Verfasserin in ihrer neuen Heimat gefallen hat und womit sie Probleme hatte. Etwas ausführlicher hätte die Beweggründe für die Auswanderung (s.u.) sein können, aber das halte ich in so einem Buch für eher zweitrangig.
Zum Glück hatte ich das Buch schon gekauft, bevor ich die schlechten Amazon-Rezensionen gelesen hatte: Beinahe empört bin ich über diverse Kritiken an anderer Stelle. Von "deutschen Gehabe" kann keine Rede sein. Im Gegenteil lobt die Autorin das Land mit seinen Vorzügen - deshalb ist sie schätzungsweise ausgewandert. Nur weil sie sich mit manchen Dingen nicht so anfreunden kann - wie z.B. 4°C Innentemperatur im Winter - hat das nichts mit deutscher Arroganz zu tun, sondern ist ein guter Hinweis für andere Auswanderungswillige. Auch der Hinweis auf große Packungen im Supermarkt muss für Leute, die noch nicht in Neuseeland waren erlaubt sein. Dass eine Mutter aus Deutschland leichte Tendenzen zu einer Panikattacke haben kann, wenn an dem Strand, in dessen Wasser ihre Kinder gerade spielen, eine Haiflosse auftaucht ist ja wohl mehr als verständlich. Dass über die Hürden der Einwanderung wenig geschrieben wird halte ich für logisch - es ging ja nicht um die Einwanderung, sondern um das erste Jahr danach (Alles andere wäre eine Themaverfehlung gewesen).
Sollte jemand an Neuseeland interessiert sein - Buch unbedingt lesen, nicht aber die seltsamen, vor Fehler strotzenden und nach meiner Meinung ungerechtfertigten Rezensionen!