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70 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
New World Order?, 6. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Ein Imperium verfällt. Ist die Weltmacht USA am Ende? (Taschenbuch)
In Händen halte ich ein sowohl für den akademischen als auch für den wirtschafts- und politikpraktischen Gebrauch nützliches Buch, in dem der kenntnisreiche Johnson seine Leser auf eine spannende Tour de Force durch die amerikanische Sicherheits- und Wirtschaftspolitik der Nachkriegszeit in Asien mitnimmt, um das Weltmachtgebahren der USA und dessen Effekte auf die Region, die Vereinigten Staaten und die restliche Welt unter die Lupe zu nehmen. Geeignet erscheint mir das Werk beispielsweise als kritische Einführung in den genannten Themenkomplex und als ergänzende Hintergrundinformation zu den Themen Globalisierung, Psychologie imperialen Denkens, sowie Wirtschaft, Märkte und Finanzen in Ostasien; dabei sollte es nicht das einzige Buch bleiben, das man zum Thema liest. Johnson formuliert klar (wenn auch hin und wieder holprig übersetzt) und legt Zusammenhänge verständlich dar. Seine Lösungsvorschläge für die vorgestellten Krisenszenarien bleiben realistisch, und seine Gefahreneinschätzung wurde teilweise inzwischen durch die Terroraktivitäten seit Erscheinen des Buches im Jahre 2000 bestätigt. Eine klare Gliederung legt es dem Eiligen nahe, einzelne Kapitel in in beliebiger Reihenfolge zu lesen. Die aus diesem Vorzug erwachsende Redundanz hält sich in strengen Grenzen. Die Literaturverzeichnisse verweisen auch auf weiterführende Lektüre und URLs -- es existiert ein Personen-, aber bedauerlicherweise kein Sachregister. Fazit: Ein lohnendes Buch zu günstigem Preis für alle diejenigen, die sich in Praxis und Studien mit Nordamerika, Asien, Welt- und Sicherheitspolitik, oder auch Weltwirtschaft, Finanzen und Investment auseinandersetzen. M. J. Faßbender
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Imperium verfällt..., 6. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Ein Imperium verfällt. Ist die Weltmacht USA am Ende? (Taschenbuch)
Rezension des Buches „Ein Imperium verfällt" Ist die Weltmacht USA am Ende? von Chalmers Johnson (aus dem Amerikanischen von Thomas Pfeiffer und Renate Weitbrecht) (Sachbuch) Der Autor des Buches „Ein Imperium verfällt", Chalmers Johnson ist US-Amerikaner und 1931 in Phoenix/Arizona geboren. Er lehrte von 1962 bis 1992 Politikwissenschaft an der Universität von von Kalifornien in Berkley und San Diego und war Berater der CIA. Heute ist er Präsident des „Japan Policy Research Institute" (Japan Politikwissenschaft Institut). Der Autor stellt im Untertitel seines Werkes die durchaus streitbare Frage: „Ist die Weltmacht USA am Ende?". Um diese Frage zu beantworten geht der Autor zunächst näher auf seine eigene Lebensgeschichte ein und erklärt wie er zu seinem Wissenschaftsgebiet der Politikwissenschaften, vor allem Ostasiens, gekommen ist. Er erzählt von seinem Dienst bei der Marine in Ost- und Südostasien und seinen Eindrücken die er dort gesammelt hat. Er gibt auch das er seine wissenschaftliche Laufbahn eher einigen Zufällen zu verdanken hat. Im Anschluss geht eher näher auf die Chinesisch-Japanischen Kriege, den Koreakrieg und den Kalten Krieg ein. Er beleuchtet sehr detailliert die Vorkommnisse z. B. während des Koreakriegs und vergleicht die Einmischung der USA mit den Einmischungen der Sowjetunion in den Osteuropäischen Satellitenstaaten. Er setzt sie geradezu gleich. Gleichzeitig spricht er auch die Interessen der Volksrepublik China vor allem in Nordkorea und im Koreakrieg an. Er geht schließlich dazu über detaillierte Beschreibungen der Wirtschaftssysteme von Japan und Korea folgen zu lassen. Er beschreibt weiterhin wie die Politik des International Währungsfonds ab ca. 1997 in vielen Tigerstaaten Ost- und Südostasiens (Malaysia, Südkorea, Japan usw.) zu einer erheblichen Wirtschaftskrise führten. In allen diesen Äußerungen lässt er stets anklingen, das die USA einen erheblichen Anteil daran haben und dies speziell seit dem Ende des 2. Weltkrieges. Er beschränkt sich jedoch stets (Ausnahmen nur bei einzelnen Vergleichen) auf sein Fachgebiet Ostasien und im speziellen Japan und Korea. Er lässt also auch einen großen Teil der Welt außer acht. Er kritisiert vielfach militärische sowie wirtschaftliche Entscheidungen und Einmischungen der USA und kommt schließlich zu dem Schluss das die USA den Anschluss im wirtschaftlichen Bereich längst verpasst haben. Also die Importe übersteigen die Exporte. Die Japanische Wirtschaft, welche stark exportorientiert orientiert ist, wurde lange unterschätzt und zu stark unterstützt. Statt in die Entwicklung der eigenen Wirtschaft zu investieren habe die USA Unmengen an Finanzmitteln in die Förderung konkurrierender Wirtschaftsregionen sowie in die Militärische Rüstung und Präsenz gesteckt. Dies wird besonders dadurch deutlich das sich die USA immer noch als unersetzliche Schutzmacht in Ostasien sehen. Es werden bis zum heutigen Tage riesige Militärbasen mit hunderttausenden Soldaten unterhalten. Gerade in Japan (Okinawa) trifft dies zunehmend auf Ablehnung und auch in Südkorea gibt es verstärkt Proteste gegen die amerikanische Militärpräsenz. Die Regierungen beider Länder schaffen es nur sehr gut dies zu unterdrücken. Schließlich sind sie den Amerikanern zum Dank verpflichtet. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen der ein Interesse an den Details der Geschichte Ostasiens hat. Diesen Themen werden ja meist eher stiefmütterlich behandelt. Der Autor arbeitet sehr detailliert mit unterschiedlichen Quellen wie z. B. Zeitungen und Zeitzeugenberichten aus unterschiedlichen Quellen.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
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Warum die USA weltweit verhasst sind, 29. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Ein Imperium verfällt. Ist die Weltmacht USA am Ende? (Taschenbuch)
Wer verstehen will, warum - die USA kaum noch Freunde haben und - sich immer mehr Menschen gegen die USA wenden, - der Terrorismus gegen die USA zunimmt, der solte dieses Buch lesen ebenso wie derjenige, der erkennen will, dass sich die USA auch lange nach dem Ende des "kalten Krieges" in den Fängen der dortigen Rüstungsindustrie befinden. Und wer noch nach Argumenten sucht für eine selbständige Politik der Europäer, der kann sie in diesem Buch ebenso finden wie derjenige, der nicht mehr länger einsehen will, warum die Bundesrepublik Deutschland auch 60 Jahre nach dem 2. Weltkrieg noch wie ein Protektorat der USA funktionieren und alles mitmachen und unterstützen soll, was die dort Herrschenden wünschen!
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