... Und jeder Hund hier wird aufgeregt reagieren, wenn nur der richtige Mensch vorbeikommt."
------------------------------------------------------
Ein streunender Hund, der auf der Suche nach seinem wahren Herrn ist.
Ein junger Mann, Todd, zwanzig Jahre alt, mit einer großen Tierliebe.
Ein Vater, George, der keinen Hund mehr auf seiner Farm haben will. Die Gründe dafür liegen in der Vergangenheit. Einst, in seiner Jugend, hatte er einen Hund namens Tucker. Die beiden waren unzertrennlich. Dann kam Vietnam. Während er dort mitten im Krieg steckte, starb der geliebte Hund daheim. Einen anderen Hund, das Maskottchen seiner Einheit, sah er sterben, als dieser vor ihm lief und auf eine Landmine trat. Nicht nur die Kriegsversehrtenrente, auch eine Narbe und eine Behinderung an einem Bein erinnern ihn an diese Zeit. Ein Hund? Nie mehr wieder!
Als das örtliche Tierheim Paten sucht, welche sich über die Weihnachtszeit um einen oder mehrere Hunde kümmern, ist Todd sogleich begeistert. Die Hundeverhandlungen mit seinem Vater gestalten sich jedoch schwierig. George will nur zustimmen, wenn Todd sich verpflichtet, den Hund auf jeden Fall am 26. wieder zurückzubringen. Er sieht dies als eine Möglichkeit seinem Sohn zu zeigen, was es bedeutet erwachsen zu sein. Da sich jedoch nicht für alle Hunde Paten finden, setzt der tierliebe Todd eine Aktion ins Rollen, die das Leben von Freunden und Verwandten und nicht zuletzt von seinem Vater verändern wird.
Es ist eine ruhige Geschichte. Die Beschreibung des ländlichen Lebens wirkt sehr authentisch. Die Familienfeier mit Kindern und Enkeln sowie Freunden, die Farmarbeit, es ist ein idyllisches Leben fernab von Hektik und Stress. Wer nun denkt, es ist alles Friede, Freude, Eierkuchen, der irrt. Natürlich hat Greg Kincaid auch ein paar Überraschungen und Wendungen eingebaut ... die ich hier aber nicht verraten werde.
Als Ich-Erzähler hat der Autor den Vater auserkoren. Eine ausgezeichnete Entscheidung. So wirken die Kriegserinnerungen und die innere Entwicklung sehr eindrücklich. Auch die anderen Charaktere sind liebevoll gestaltet und beschrieben.
Alles in allem eine bewegende Geschichte, die ich sehr gerne weiterempfehle.
------------------------------------------------------
Nachtrag 22. Dezember 2011: In Greg Kincaids neuestem Buch
Ein Hund im Winter wird die Vorgeschichte zu diesem Band erzählt. Eine Rückblende ins Jahr 1962, als der dreizehnjährige George seine Hund Tucker trifft ...