Man ist schon begeistert, ob der tiefen Einsichten in die menschliche Natur von Abraham A Sancta Clara zwischen den Jahren 1644 bis 1709 - als Mönch und Prediger zeigt er uns in seinem Werk HUI UND PFUI DER WELT wie die menschliche Natur beschaffen ist und dies nicht nur zu seiner Zeit, einige seiner Kapitel lassen sich im Verhältnis 1 zu 1 in unsere heutige Zeit transferieren. Diese Einsicht ist erschreckend und man kann sich darüber nicht richtig freuen, zeigt es doch an, dass Menschen Jahrhunderte brauchen um einfache Einsichten wirklich verinnerlicht zu haben.
DAS HUI UND PFUI DER WELT von Abraham A Sancta Clara stichelt, ironisiert, macht lächerlich und zeigt den Spiegel, ob der vielfältigen menschlichen Obsessionen - doch man schluckt schwer wenn man Kapitel wie die die schöne Närrin oder der Hundsnarr liest, denn beide sind noch heute aktuell, ob es Schönheitsoperationen sind oder das Tiere besser behandelt werden als Menschen, alles ist wohl beim alten geblieben.
Abraham A Sancta Clara hatte klare Einsichten gewonnen, er erkannte seine Welt und die Menschen um ihn herum, er sah ihre Schwächen und ihre Sünden und er war sich nicht zu schade dies in seine Predigten einzubauen und direkt den Finger in die Wunde zu legen.
Das er deshalb nicht selbst Ziel von Diffamierungen wurde, mutet schon fast unglaublich an. Zu seiner Zeit landete man schnell auf dem Scheiterhaufen, doch Abraham A Sancta Clara stieg auf und wurde sogar vom Kaiser protegiert.
Ob Geld oder die vielbesungenen Sittlichkeit, der Schein, die Liebe oder die Fresssucht, die Arzneimittelsucht, das Saufen oder der Aberglaube - A Sancta Clara erkannte sie alle.
Für alle geeignet, welche auch der Ansicht sind das die Menschen noch weitere 400 Jahre brauchen, bis sie einen Teil davon wirklich verstanden haben - Selbsterkenntnis ist ein erster Weg zur Besserung der Verhältnisse.
Empfehlenswert!