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Ein Haus für Mr. Biswas
 
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Ein Haus für Mr. Biswas [Taschenbuch]

V.S. Naipaul
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

FAZ, 12.10.2001

Seine lebenslange Suche nach den Mechanismen der modernen Welt hat V.S. Naipaul zum Literatur-Nobelpreis geführt. Als die Königlich Schwedische Akademie am Donnerstag bekannt gab, dass der 69-jährige britische Autor 2001 die begehrte Auszeichnung erhält, würdigte sie ihn als "literarischen Weltenumsegler", dessen Werke die "Gegenwart verdrängter Geschichte" sichtbar machten. Naipauls Novellen und Romane kreisen um Rassenfragen, postkoloniale Probleme und die Entwurzelung und Verlogenheit des Menschen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Dieser Familien- und Entwicklungsroman spielt in Trinidad, im indischen Milieu dieser Insel, dem Naipaul entstammt. Mr. Biswas ist von Geburt an Außenseiter: Er wird 'falsch herum' geboren, mit sechs Fingern an einer Hand - Unglückszeichen, die ihm von vornherein eine Sonderstellung innerhalb der Familie verschaffen. Als Abkömmling indischer Einwanderer und Sohn eines armen Landarbeiters, der früh stirbt, bleibt Biswas auch am Rande der Gesellschaft von Trinidad. Dies ist Fluch und Chance zugleich. Mr. Biswas entwickelt eine Reizbarkeit und Fantasie, die den Zusammenstoß mit dem Familienklan, dem er durch seine Frau angehört, zu einem Kampf auf Leben und Tod werden lassen.

Autorenporträt

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Naipaul, V(idiadhar) S(urajprasad) trinidad. Schriftsteller ind. Abstammung *17.8.1932 Chaguanas (Trinidad) Ein Haus für Mr. Biswas, 1961 Der Literaturnobelpreisträger von 2001 zählt zu den bedeutendsten englischsprachigen Schriftstellern der Dritten Welt. Zentrales Thema in den Werken von V.S. Naipaul sind die kulturellen, sozialen und politischen Auswirkungen des Kolonialismus. Neben Romanen und Kurzgeschichten schrieb er auch viel beachtete Literaturkritiken und Reiseberichte. Naipaul stammt aus einer Familie von indischen Brahmanen, die Ende des 19. Jahrhunderts nach Trinidad ausgewandert waren. Er studierte nach seinem Schulabschluss am Queen`s Royal College in Port-of-Spain. Ein Regierungsstipendium ermöglichte dem 18-Jährigen 1950 ein Englischstudium in Oxford, das er 1953 mit Auszeichnung abschloss. Anschließend arbeitete Naipaul für das Karibikprogramm des BBC und schrieb als Rezensent für den Londoner New Statesman. 1957 erschien sein erster Roman, Der mystische Masseur; ein Jahr später folgte Wahlkampf auf karibisch und 1959 Blaue Karren im Calypsoland. In diesen frühen, z.T. autobiografisch geprägten Werken übt Naipaul ironisch-bissige Kritik an der von Entwurzelung geprägten kolonialen Gesellschaftsordnung seiner Heimat. Internationale Anerkennung fand er mit seinem 1961 erschienenen Hauptwerk Ein Haus für Mr. Biswas. Ausgedehnte Reisen führten den Autor erstmals in den 1960er Jahren nach Lateinamerika, Afrika und Indien. Zone der Finsternis (1964) und Indien, eine verwundete Kultur (1977) berichten von Armut, Not und Stillstand in dem Land seiner Vorfahren, stießen dort aber auch auf heftige Kritik. Sein Roman An der Biegung des großen Flusses (1979) schildert exemplarisch die Tragödie der nachkolonialen Geschichte Afrikas. Sein islamkritisches Werk Eine islamische Reise (1981) sorgte wiederum für heftige Reaktionen. Der mit zahlreichen Literaturpreisen geehrte Autor wurde 1990 von der englischen Königin Elisabeth II. (*1926) geadelt. Biografie: Citoyen der Weltliteratur. Der Erzähler V. S. Naipaul, 1993
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