Der etwas tolpatschige alleinerziehende Vater Dr. Peter Grainernapp hat als Leiter eines vierköpfigen Teams von Astrophysikern ein offenbar geniales Teleskop entwickelt und es sich patentieren lassen. Um es fertigstellen zu können, benötigt er aber noch Geld. Als sein Vorgesetzter eine Präsentation ansetzt, um die Erfindung der Öffentlichkeit vorzustellen, bleiben Grainernapp nur noch zwei Wochen, um die Mittel aufzutreiben und Stabilisatoren aus Japan kommen zu lassen, was ihn ziemlich unter Druck setzt. Da gewinnt er bei einem Kreuzworträtsel-Gewinnspiel, dessen Lösung seine Kinder Jennifer und Philipp regelmäßig einschicken, den Hauptpreis - ein feuerrotes Kabriolett. Damit erregt er in der Stadt Aufsehen, baut aber auch gleich einen Unfall. Das neue Prestige steigt ihm zu Kopf, er kauft sich teure Anzüge und vernachlässigt seine Kinder.
Die Assistentin des Bürgermeisters Xenia Teschmacher bringt ihn mit Geldgebern zusammen, die allerdings als Gegenleistung für die Finanzierung der letzten Arbeiten am Teleskop die Patentrechte verlangen. Grainernapp sagt sie ihnen schweren Herzens zu, um das Projekt zu retten. Damit stößt er seine Mitarbeiter vor den Kopf, allen voran Kollegin Anja Lohse, deren Tochter die gleiche Schule wie seine Kinder besucht und die auch privat in engem Kontakt mit ihm steht. Die vertrackte Situation löst sich schließlich bei der Präsentation in Wohlgefallen auf.
"Hauptgewinn für Papa" ist eine wenig durchdachte Fließbandproduktion, die kein Klischee auslässt, das man von romantischen Komödien kennt: da ist der attraktive Witwer mit Kindern, der sich in eine attraktive Witwe mit Kindern verliebt, da gibt es Schulkinder, die (in der Stadt!) dem roten Sportwagen in Scharen hinterherlaufen, das bei Telefonaten geteilte Bild (Doris Day und Rock Hudson lassen grüßen) und Dean Martins "Everybody loves somebody sometimes" als Hintergrundmusik zur Kuss-Szene am Schluss. Der Handlungsverlauf bietet keinerlei Überraschungen und ist weitgehend vorhersagbar. Obwohl die ganze Zeit von einem Teleskop die Rede ist, hat man sich nicht einmal die Mühe gemacht, auch nur eine einzige Aufnahme des vergrößerten Sternenhimmels zu zeigen!
Dazu kommen handwerkliche Schwächen, vor allem die Längen beim Filmschnitt mit minutenlangen stummen Bildfolgen zu bekannten Sinatra-Songs sowie die miserable Beleuchtung von Maik Reimann. Die Bilder sind entweder überbelichtet oder düster wie bei ständiger Bewölkung, die Darsteller haben bräunlich-blasse Gesichter und die Farben erinnern an vergilbte Fotografien aus Großmutters Zeiten. An dem matten Gesamteindruck kann auch die passable schauspielerische Leistung von Heio von Stetten nichts ändern, um die sich der ganze Film dreht.