Es ist ein Buch der Bücher, Geschichten, der Liebe und der Erinnerung, man weiß gar nicht, wo man mit der Beschreibung anfangen soll, und wenn man es ausgelesen hat, fängt man von vorn an. Es spielt auf 2 Ebenen: Albert Klein, kleiner Bankbote am Anfang des Jahrhunderts, wird durch Börsenspekulationen Millionär und baut in den 20er Jahren einen verzauberten Garten in Berlin, der die Mentalität all derer die ihn besuchen verändert. Verändert er sie so sehr, daß der Aufstieg Hitlers verhindert wird? Zugleich ist es die Geschichte eines zweiten Albert Klein, der in den 90ern nach langen Jahren nach Deutschland zurückkommt, auf der Suche nach einer verlorenen Liebe, und, um sich in diesem fremdgewordenen Land wieder zurechtzufinden, die Geschichte des anderen Klein erfindet. Ob Kleeberg aus dem Krieg berichtet oder den Zaubergarten beschreibt, ob er schildert, wie in der Nachwendezeit spekuliert wird, man sieht die Personen vor sich, lebt mit ihnen, wird von den Beschreibungen, den Bildern völlig gefangengenommen. Es ist ein Roman über Deutschland, wie ich überhaupt noch keinen gelesen habe: Bitter, hoffnungsvoll, ironisch, komisch, melancholisch