| ||||||||||||
![]() Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Ein Feuer auf der Tiefe: Roman gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 0,25 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.
Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern. |
Produktinformation
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
Kommentar:
Vernor Vinge erhielt für dieses „Feuer“-Werk 1993 den Hugo Gernsback Award, dem im Jahr 2000 ein weiterer für „Eine Tiefe am Himmel“ folgte. Beide Werke haben nicht nur diese verdiente Auszeichnung gemeinsam, sondern den Hauptprotagonisten Pham Nuwen (Mein Tipp: Erst diesen Roman lesen, dann „Eine Tiefe am Himmel“, das steigert die Vorfreude auf Phams weitere Abenteuer – obwohl sie zeitlich in der Vergangenheit liegen).
Eine weitere Parallele ist die ausgezeichnet detaillierte Ausgestaltung einer Welt von nichtmenschlichen intelligenten Wesen. In diesem Falle handelt es sich um „Wölfe“, die erst durch Gedankenkommunikation im Rudel intelligent werden. In deren Kultur einzutauchen macht viel Spaß.
Auch die Idee der drei Zonen ist ein brillianter Schachzug von Vernor Vinge, um das Problem der ewigen Weltraumflüge in den Griff zu bekommen und gleichzeitig ein Sammelsurium von phantastischen technischen Ideen zu platzieren, ohne dabei allzu unrealistisch zu werden. Witzig ist auch die Idee eines galaktischen Internet in dem wir zahlreiche Meldungen aus newsgroups zu leben bekommen (freilich auf dem primitiven Stand von Anfang der 90er – dafür aber mit Überlichtgeschwindigkeit).
Die Charaktere kommen dabei zum Glück nicht zu kurz und werden detailliert ausgearbeitet. Das gilt besonders für die gestrandeten Kinder Johanna und Jefri, sowie die mit zahlreichen Besonderheiten ausgestatteten Wölfe.
Insgesamt ist dies ein empfehlenswerter Roman für Freunde von intelligenten Space Operas mit ungewöhnlichen Ideen. Nur zwei Dinge stören mich am Roman: Die „Pest“ bleibt etwas sehr abstrakt und das Ende ist mir etwas zu metaphysisch und offen geraten. Mehr wird hier allerdings nicht verraten!
Was mir gefällt, ist die Vielfalt und die großen Maßstäbe, in denen das Buch spielt. Das Buch ist wirklich Space Opera, und das mag ich sehr. Es ist ein ganz großer Entwurf, und ich würde mich freuen, mehr von diesem Universum zu lesen. Mir gefällt der Charakter Pham, er ist interessant genug, um einen allein ans Buch zu fesseln. Die Geschichte von der Macht, die aufgehalten werden muss, ist zwar schon tausendmal dagewesen, aber was soll's - es ist ja auch spannend. Ich lese das gern noch tausendmal, wenn's gut gemacht ist.
Was mir gar nicht gefällt, ist die Übersetzung. Ich kann gar nicht glauben, dass jemand dafür einen Preis bekommt, denn, wie schon weiter unten jemand gesagt hat, ist das Deutsch häufig einfach schlecht. Teilweise sind Wendungen wörtlich übersetzt anstatt in die entsprechende deutsche Redewendung, teilweise hat der Übersetzer Worte einfach falsch eingedeutscht. Rechtschreibfehler sind auch drin - das muss wirklich nicht sein. Das alles kann man übergehen, wenn es nicht der Geschichte schadet, aber mich stört wirklich, dass es oft den Schwung aus der Geschichte nimmt: Die Dialoge sind gestelzter, als sie sein müssten (vor allem die außerhalb der "mittelalterlichen" Kultur), die Beschreibungen unnötig lang und gewunden. Das Original ist deutlich flotter und dadurch spannender.
Ich muss mich auch der Rezension weiter unten anschließen, in der steht, dass die Intentionen der Personen zu sehr ausgewalzt werden. Finde ich auch. Das wirkt manchmal regelrecht betulich. Streckenweise, vor allem durch die jugendlichen Hauptdarsteller und die putzigen Außerirdischen (die "Topfpflanzen" etwa), hatte ich den Eindruck, ein Kinderbuch zu lesen, aber dazu ist es dann stellenweise wieder zu kompliziert und zu brutal.
Ich denke, mein Hauptkritikpunkt ist, dass das Buch nicht weit genug geht. Es wirkt auf mich nicht mutig genug. Da hat er schon so einen großen Weltentwurf, allmächtige Kreaturen, böse Götter und uralte Kulturen, und alles, worum er sich kümmert, ist das Seelenleben seiner Protagonisten in sämtlichen Details. Raumstationen sind Strände mit Außerirdischen, die in einem früheren Leben Schrotthändler in Dortmund waren, und Bars sind direkt aus Star Wars importiert. Was die Perversion so pervers macht, wird allerhöchstens angedeutet, und das zu diskret, um Angst zu erzeugen. Flensers Experimente, das Wettrüsten, alles wirkt etwas zu brav - wie ein Buch für Zwölfjährige eben.
Alles in allem mag ich das Buch - es ist eine große Geschichte, interessant, mit genug guten Charakteren und Ideen, um einen auf einer sehr langen Zugfahrt und noch einen Abend im Hotel zu fesseln. Wer Dan Simmons nicht liebt und wem Iain Banks zu böse ist, wird dieses Buch sehr mögen, alle anderen werden es wahrscheinlich ganz gern lesen. Weil ich zur letzteren Kategorie gehöre, bekommt das Buch nur drei Sterne.
Dabei muss ich aber einraümen, dass objektiv betrachtet das Buch gut gemacht ist. Vinge gelingt es wie kaum ein Anderer, (Alien-) Rassen glaubwürdig aufzubauen, zudem mit einem selten dagewesenen Ideenreichtum. Auch das Konzept der verschiedenen Zonen ist sehr Reizvoll. Mein Problem war nur, dass ich einfach mehr Höhepunkte erwartet habe und mich eine Alienrasse im Entwicklungsstadium des Mittelalters nicht wirklich interessiert hat, sprich die hierin enthaltenen Höhepunkte für mich keine waren. Daneben wollte ich mehr Pham Nuwen und bekam überwiegend die Klauenwesen ... das Problem der falschen Reihenfolge. Wie gesagt: Ojektiv 5 Sterne, subjektiv 3
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|