Es ist da, das fünfte Buch aus der Mma Ramotswe Serie. Wunderbar geschrieben. Die Worte fehlen, wenn man über Mma Ramotswe und ihre Freunde liest. Schon nach einigen Seiten sind wir bei Freunden in fernen Afrika, Botswana, wo die berühmteste Detektivin ihre Fälle löst. Sie macht das auf eine subtile Art, mit viel Geduld (eine Tasse Rotbuschtee ist immer richtig), dass die Täter fast nie wissen, wie sie zum Besseren überedet sind. Eine Frau braucht Rat - sie hat Geld, die Männer wollen sie vielleicht wegen ihres Geldes heiraten. Da ist Mma Ramotswe im ihren Element, sie hat ja den besten Bräutigan der Welt. Aber Mr. J.L.B Matekoni wartet und wartet, er will seine Mma heiraten, nur die Frage kann er nicht formulieren. Der beste Mechaniker liebt seine Mma wie die Motoren, aber die Sprache ist nicht sein Fall. Bei der Leiterin des Weisenhauses Mma Potokwani ist das ganz anders. Sie überredet den scheuen Mechaniker zum Fallschirmspringen, obwolhl er das gar nicht will. Wenn ihm dabei ein anderer zur Hilfe kommt, da kann aber die bewusste Frage nicht mehr so schwierig sein. "Zufällig" sind alle da, ein Kleid für die traditonell gebaute Mma auch. Ein glückliches Ende, wo sich zwei verschiedene, aber grundehrliche Leute das Jawort geben. Zwei adoptierte Kinder können mit intakter Familie rechnen, alle Freunde freuen sich.
Mr. McCall Smith findet im jeden Buch neue Worte für Respekt, Liebe, Zuneigung, für die fast verlorene Werte... Die Menschen sind überall gleich, so scheint es mir. Aber, trotzdem, würde man in s.g. "westlichen" Kultur eine Mma Ramotswe, Mma Makutsi, Mr. J.L.B. Matekoni überhaupt erkennen? Die Antwort kann ich nur für mich allein finden.
Nehmen Sie sich Zeit für das Buch, wenn sie heute die Nächsten loben oder ihnen zuhören, ist schon viel getan. In jedem von uns ist ein Teil von Mma Ramotswe. Ein Buch, das Hoffnung trägt.