Jede Form von Magie ist schwarze Magie. Dies ist eine der Kernaussagen des Chefexorzisten des Vatikans, Gabriele Amorth, in seinem Buch "Ein Exorzist erzählt", in dem er viele Fälle von übernatürlichen Phänomenen rund um den Exorzismus beschreibt. Amorth's Lehrmeister war der Exorzist Pater Candido Amantini (S. 14). Nach Amorth ist es demnach wichtig und eines der strengsten Gebote des Evangeliums zu beachten, nämlich seinen Feinden zu verzeihen (S. 108). Das heißt, dass man auch für jene beten sollte, die eine Verwünschung (häufigster Grund für Besessenheit) ausgeübt haben (S. 127) und eben für die Dämonen, die auf irgendeine Weise Einfluss (direkt oder durch Belästigungen wie unerklärliche Geräusche) auf den Betroffenen ausüben. Dem Dämon sollte man dennoch mit aller Strenge gegenübertreten, so durch Exorzismen nach dem Rituale, Gebete unter anderem zu Jesus Christus, der Mutter Maria und dem Erzengel Michael (ein Gebet befindet sich auf Seite 33) und anderen guten Engeln (S. 28) wie den anderen Erzengeln Gabriel und Rafael (S. 32). Der Dämon wehrt sich gegen eine Austreibung durch den Exorzisten mit allen Mitteln wie übermenschlicher Kraft, durch Lügen - wie zum Beispiel der, der Dämon würde den Besessenen zu einem bestimmten Zeitpunkt verlassen - oder der Dämon versucht dem Exorzisten und allen Beteiligten Angst einzujagen, auch mit unbekannten Sprachen wie des Aramäischen, das Jesus Christus und seine Anhänger sprachen. Oft kommt es auch vor, dass der Dämon Dinge sagt, die sonst niemand weiß, außer bestimmte Beteiligte oder der Dämon spricht über allgemeine Sachen. Einige Dämonen haben nach Amorth schon zugegeben, dass der Exorzismus den Dämon mehr quält als er in Hölle zu erwarten habe. Denn für seine bösen Taten muss auch der Dämon in die ewige Hölle hinab und wird für seine Lust am Bösen als Dämon mehr gequält als dies vorher der Fall gewesen ist, so Amorth auf Seite 28. Die Befreiung der Welt von der Erbsünde des Bösen hat Jesus Christus mit seinem freiwilligen Tod am Kreuz erreicht. Ohne die Liebe von Jesus Christus würden wir noch heute im Dunkeln leben. So heißt es im Evangelium nach Matthäus 8,29: "Was haben wir mit Dir zu tun, Sohn Gottes? Bist Du hergekommen, um uns schon vor der Zeit zu quälen". Auch Amorth meint auf Seite 18, dass das Böse, der Schmerz, der Tod, die Hölle nicht das Werk Gottes sind. Hierzu werden auch einige Dämonen angehört. Nach Amorth hat Jeder von uns auch einen Schutzengel und niemand braucht sich vor Dämonen zu fürchten, solange man die Sakramente annimmt, ein Leben nach dem Evangelium lebt, betet und im Notfall auch einen Exorzisten beansprucht. In der Heiligen Bibel sind 4 sichere Wahrheiten enthalten: Gott will, dass alle gerettet werden; niemand ist für Hölle vorbestimmt; Jesus ist für alle gestorben; alle erhalten die für die Rettung nötige Gnade (S. 19). Das irdische Leben ist demnach eine Prüfung der Treue zu Gott (S. 24). In Ländern wie Frankreich, Österreich, Deutschland, Schweiz, Spanien, Großbritannien und anderen Ländern führt die katholische Kirche offiziell keine Exorzismen (oder Segnungen wie sie Amorth nennt) mehr durch (S. 11), was dazu führt, dass vermehrt Exorzisten wie Amorth aus Italien mit Rat und Tat zur Seite stehen müssen. In der protestantischen Kirche sei der Exorzismus viel ausgeprägter und öfter zu Rate gezogen als in der katholischen Kirche von heute (S. 12 f.). Amorth geht in seinem Buch auf viele Einzelfälle aus seiner langjährigen Erfahrung ein und erläutert, dass er nur wenige große Segnungen vornehmen musste. Einige Dämonen lösten bei den Betroffenen auch übernatürliche Fähigkeiten aus, wie Hellsehen, Gedankenlesen, Einsehen in die Herzen und in das Leben von lebenden oder verstorbenen Personen, wie es in einem Fall auf Seite 37 erklärt wird. Auch Seelen aus dem Fegefeuer könnten sich durch unerklärliche Geräusche mit göttlicher Erlaubnis bemerkbar machen dürfen, um Fürbitten zu erlangen (S. 122). Auch auf allgemeine gesellschaftliche Dinge geht Amorth ein. So ist er auf Seite 48 der Meinung, dass die heutige Gesellschaft vor allem durch den Konsumglauben sowie den Kommunismus und Sozialismus den Glauben verloren habe. Auch der Glaube an die Reinkarnation hält Amorth auf Seite 48 bis 49 für nicht vereinbar mit dem Katholizismus. Hinter vielen magischen oder spirituellen Bewegungen verstecke sich ein satanischer Charakter, der zu Halluzinationen oder Schizophrenie führen kann (S. 49). Auch einige Vorschläge zur Verbesserung und Anerkennung des katholischen Rituale werden von Amorth im Buch erwähnt. Leider wüssten selbst Katholiken nicht mehr, was eine Segnung wirklich ist und verwechselten katholische Segnung mit angeblich weißer Magie, die jedoch nichts anderes als schwarze Magie ist und alles oft noch schlimmer macht (S. 55). Nur wenige, anerkannte Charismatiker (S. 152 ff.) werden von den Exorzisten zu Rate gezogen, wenn es darum geht herauszufinden, ob eine Besessenheit vorliegt oder lieber ein Psychiater das Heft in die Hand bekommen sollte. Aber eigentlich nutzt der Exorzist die Segnung, um festzustellen, um was es sich handelt. Auch das Rituale sei nichts für Laien, sondern sollte vom Bischof einem Priester oder gelernten Exorzisten übertragen werden. Schließlich ein Zitat von Augustinus auf Seite 161: "Die Macht des Teufels ist dort am größten, wo man nicht mehr an ihn glaubt." Vielen Dank an Gabriele Amorth und unseren Papst Benedikt XVI, der versucht die Exorzisten aus ihrer gesellschaftlich zugetragenen Schmuddelecke zu befreien!