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Ein Deutsches Requiem
 
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Ein Deutsches Requiem

Herbert Von Karajan & the Berliner Philharmoniker, Wolfgang Meyer Audio CD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Wiener Singverein
  • Audio CD (19. März 2002)
  • SPARS-Code: ADD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Deutsche Grammophon Production (Universal)
  • ASIN: B000060O59
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.193 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
SongInterpret Länge Preis
Anhören  1. Ein deutsches Requiem, Op.45 - 1. Chor: "Selig sind, die da Leid tragen"Berliner Philharmoniker11:35EUR 2,39
Anhören  2. Ein deutsches Requiem, Op.45 - 2. Chor: "Denn alles Fleisch, es ist wie Gras"Berliner Philharmoniker14:46EUR 2,40
Anhören  3. Ein deutsches Requiem, Op.45 - 3. Solo (Bariton) und Chor: "Herr, lehre doch mich"Eberhard Waechter11:47EUR 2,39
Anhören  4. Ein deutsches Requiem, Op.45 - 4. Chor: "Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth!"Berliner Philharmoniker 5:43EUR 0,99
Anhören  5. Ein deutsches Requiem, Op.45 - 5. Solo (Sopran) und Chor: "Ihr habt nun Traurigkeit"Gundula Janowitz 8:15EUR 0,99
Anhören  6. Ein deutsches Requiem, Op.45 - 6. Solo (Bariton) und Chor: "Denn wir haben hie keine bleibende Statt"Eberhard Waechter12:34EUR 2,39
Anhören  7. Ein deutsches Requiem, Op.45 - 7. Chor: "Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben"Berliner Philharmoniker12:15EUR 2,39


Produktbeschreibungen

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Andachtsvoll und innig 15. März 2008
Von Karl-Heinz Friedgen TOP 100 REZENSENT
Format:Audio CD
Herbert von Karajan (1908-1989) liebte zeitlebens die großen geistlichen Chorwerke der Klassik und hat sie immer wieder auf seine Konzertprogramme gesetzt.
Auch "Ein deutsches Requiem" von Johannes Brahms stand bei dem Dirigenten hoch im Kurs. Schon in seiner Zeit als Generalmusikdirektor in Aachen (1934-1942) hatte er es in seinem Repertoire, und seine erste Aufnahme machte er 1947 in Wien mit den dortigen Philharmonikern und dem Wiener Singverein sowie den Solisten Elisabeth Schwarzkopf und Hans Hotter (EMI). Diese Produktion zählt zu den raren "Klassikern" des Werkes.
Im Mai 1964 gastierten die Berliner Philharmoniker bei den Wiener Festwochen, und Karajan nutzte die Gelegenheit zur hier von der DGG wieder vorgelegten Aufnahme. Diese wurde damals von der Kritik, die dem Dirigenten ja nicht unbedingt freundlich gesonnen war, überwiegend positiv beurteilt und im Jahr 1965 auch mit dem begehrten "Grand Prix du Disque" ausgezeichnet.
Das kann man noch heute, mehr als 40 Jahre später, durchaus nachvollziehen. Die Berliner Philharmoniker präsentieren sich in Bestform, und der Wiener Singverein, zu dem Karajan eine lebenslange gute Beziehung hatte, macht seine Sache gut. Sein Vortrag ist sauber und flexibel, einige leichte Schwächen, vor allem im Sopran, fallen nicht sonderlich ins Gewicht, nur die Textdeutlichkeit scheint mir nicht optimal zu sein. Das ist aber wohl mehr der Technik als den Mitwirkenden anzulasten.
Gundula Janowitz singt das Sopransolo "Ihr habt nun Traurigkeit" mit gewohnter Innigkeit, ihr Vortrag ist von geradezu überirdischer Schönheit. Ihre engelgleichen Töne rühren Herz und Verstand. Der Wiener Bariton Eberhard Waechter ist ebenfalls eine gute Besetzung, kann allerdings seinen Kollegen Dietrich Fischer-Dieskau (bei Kempe und Klemperer, beide EMI) nicht ganz vergessen machen.
So ist eine Aufnahme zustandegekommen, die noch heute zu den schönsten auf dem Markt befindlichen zu zählen ist. Sie erreicht nicht ganz die legendären Produktionen mit Bruno Walter (Sony, 1954), Rudolf Kempe (EMI, 1955) und Otto Klemperer (EMI, 1961), kann aber neben so hochkarätigen wie denen von Ansermet (Decca), Maazel (Sony) und Solti (Decca) mühelos bestehen. Auf jeden Fall übertrifft sie Karajans eigenes Remake von 1976 (EMI, mit Anna Tomowa-Sintow und José van Dam) in jeder Hinsicht deutlich.
Klangtechnisch sind einige kleine Mängel vorhanden, die weiter oben bereits gestreift wurden. Sie betreffen in erster Linie die chorische Seite, während Solisten und Orchester klangtreu und in bestem Stereoton wiedergegeben sind. Die DGG hat ein schön bebildertes Textheft beigefügt. Es enthält neben einem wertvollen Essay von Helge Grünewald auch den vollständigen Text des Werkes mit französisch/englischer Übersetzung. Eine würdige Ausgabe in der verdienstvollen "The Originals"-Serie.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Wilhelm Kaiser TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Die Aufnahme mit Karajan aus dem Jahr 1964 gehört ohne jeden vernünftigen Zweifel auch heute noch zu den besten Einspielungen überhaupt. Kritik an der Person Karajan scheint sich bei einigen Gegnern auch in Kritik am Künstler Karajan zu manifestieren. Natürlich ist die Aufnahme in die Jahre gekommen und mögen kritische Beurteilungen teils auch auf einer gewissen Übersättigung beruhen mit dem Ergebnis, nach einer anderen oder eben nur weiteren Sichtweise Ausschau zu halten, freilich ein Schicksal, das grundsätzlich bei älteren Aufnahmen und intensiven Hörgewohnheiten bestehen dürfte (andere Aufnahmen müssen darum nicht besser sein).

Die vorliegende Interpretation wird aufs Eindrucksvollste der großartigen Architektur des Meisterwerks von Brahms gerecht. Dies gilt auch für die dramaturgischen Aspekte. Die Berliner Philharmoniker zeigen sich von ihrer besten Seite. Auch der Wiener Singverein löst seine Aufgaben mit Bravour, indem er klare Akzente setzt und flexibel auch die dramatischen Anforderungen meistert. Eine dünne Besetzung hätte vielleicht die Wortverständlichkeit erhöht (im Allgemeinen kommt man aber sowieso um die Textvorlage nicht herum), aber Verdichtungen und Steigerungen beeinträchtigt. Karajan hatte aus überzeugenden Gründen auf diesen Chor immer wieder gern zurückgegriffen. Attacken gegen diesen Chor erscheinen mir reichlich wirklichkeitsfremd.

Seit der Gründung des "Amateurchores" im Jahr 1858 haben mit ihm die besten Orchester und bedeutendsten Dirigenten zusammen gearbeitet. Der Chor war an verschiedenen Uraufführungen beteiligt und verfügte schon immer über ein weitgespanntes Repertoire,von zahlreichen Einspielungen auf Tonträgern abgesehen. Die laufenden Konzertprogramme sind ausgesprochen vielfältig. Häufige Reisen in die Zentren der Welt unterstreichen die Bedeutung des Chores. Natürlich muss die Leistung des Chormitglieds denkbar besten professionellen Anforderungen genügen. Selbst Johannes Brahms war einst Leiter des Chores. Die zwar nur vereinzelte, aber dennoch ärgerliche Kritik erscheint schon deshalb mehr als fragwürdig, weil danach sogar eine Elite von Orchesterleitern die vorgeblichen Kritikpunkte nicht erkannt haben soll (hätte diese Kritik denn eine Substanz). Gerade beim Requiem von Brahms ist die psychologische Deutung besonders wichtig. Die Stimmen kommen wie aus dem Nichts und und scheinen pianissimo zu schweben, um sich dann weiter zu entwickeln. Im weiteren Verlauf kommt es fast ohne vorheriges crescendo und somit schlagartig zu stimmgewaltigen Ausbrüchen. Daher war es schon aufnahmetechnisch geboten, den großen Chor mehr im hinteren Bereich zu positionieren, um den Hörer beim fortissimo nicht zu erschlagen. Darüber hinaus ist eine Dunkelfärbung des Chores das sinnvolle Gebot der Stunde, woraus wiederum Konsequenzen für die Sopranstimmen zwangsläufig folgen. Ein Requiem ist in der Regel anders zu interpretieren als eine Oper.

Eberhard Waechter singt einfach brillant und natürlich, auch in den dramatischen Steigerungen, ohne dabei in ein Schauerdrama zu verfallen (anders z.B. Hans Hotter bei Celibidache, der nicht nur einem überdimensionierten Gestus zu folgen scheint, sondern offenbar auch mit einem Ansatz zum Vibrato die innerliche Erschütterung "schauerlich" verdeutlichen möchte). Waechter hält auch mit seinen vielleicht bekannteren Kollegen mühelos Schritt. Gundula Janowitz war damals 27 Jahre alt und stand in der Blüte ihres Könnens. Vor allem die hohen und mittleren Lagen waren ihr Metier, allerdings mit der Neigung zu einem leichten Vibrato, ohne jedoch zu tremolieren. Wenn sie Schwierigkeiten gehabt hätte, dann allerdings nur darin, ihre große Stimme auf ein Pianissimo zu bändigen. Das kann man hier allenfalls aber nur erahnen. Auch die größten Höhen erreicht sie mit scheinbarer Mühelosigkeit, sie bewegt den Hörer durch ihren eindringlichen und natürlichen Vortrag, den sie in keiner Phase überzieht. Sie singt wie ein Engel.

Auch klangtechnisch befriedigt die Aufnahme den verwöhnten Hörer einwandfrei.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ergreifend und tiefgründig 27. September 2009
Format:Audio CD
Auch ich kann die negativen Rezensionen hier absolut nicht nachvollziehen.
Diese Aufnahme von 1964 ist eine der schönsten und innigsten dieses Werks. Es mag Aufnahmen geben, in denen Karajan den Chor nicht optimal zur Geltung bringt, diese gehört jedoch nicht dazu! Auch Gundula Janowitz ist ein großer Gewinn für dieses Werk. Der Wiener Singverein ist nun auch wirklich kein Chor aus Gesangslaien. Auch andere große Dirigenten haben ihn über die Jahrzehnte hinweg immer wieder dirigiert. Ingesamt ist diese Aufnahme besser als alle später entstandenen Produktionen, die Karajan noch für EMI und DG gemacht hat. Die alte Ausgabe hatte noch ein deutliches Grundrauschen, was an manchen Stellen störte. Diese zusätzlich gemasterte Aufnahme ist im Klangbild sauberer und kraftvoller.
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