Es ist eine Verwechslungskomödie, die man hier in Buchform vor sich hat, die sich sicher perfekt auch als Film eignet. Ich bin durch Zufall zu diesem Buch gekommen und wusste erst nicht, soll ich es lesen oder nicht, ich bin froh, mich dafür entschieden zu haben.
Es ist eine lockere und eingängige Schreibweise, die dieses Buch so lesenswert macht. Die Autorin schreibt sehr einfühlsam, auch ironisch und modern auf jeden Fall. Sie schreibt in Alltagssprache und so kann sich jeder Leser, der sich auf die Geschichte einlässt, sehr gut mit ihr identifizieren. Es ist eine lockere Unterhaltung, die aber nicht seicht oder kitschig ist, sondern einfach angenehm.
Inhalt:
Beth ist Hauptcharakter. Sie arbeitete lange Jahre in einer Firma, in dessen Chef Richard sie verliebt war, aber dieser hat ihre Zuneigung überhaupt nicht gecheckt. Von einem Tag auf den anderen wird aber alles anders, und es lohnt nicht mehr, sich für diesen Mann zu verzehren. Er hat einen neue Flamme und brennt mit einem Teil der Firmenkasse durch. Beth sieht keine Chance mehr und möchte ihren Kummer ertränken. Ertränken in einem anderen Mann. Aber es kommt - wie so oft - völlig anders, als sie es sich erträumt hätte.
Nicht nur ein Mann ist es, der sie ihre ehemalige Liebe vergessen lässt, es sind gleich zwei Männer und nun soll sie sich entscheiden ... Diese können unterschiedlicher nicht sein. Es ist zum einen Rupert, er ist Millionär und zudem schaut er auch noch super aus, aber da ist auch noch Brad, der sehr nett ist und auch anziehend auf sie wirkt. Beide sind für sie perfekt.
Verrückt, aber dann ist auch Richard wieder da ...
Es gibt Verwechslungen zuhauf und es ist wirklich äußerst interessant und kurzweilig, was man hier zu lesen bekommt.
Die Autorin:
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Debbie Carbin lebt in Kent, sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Alles oder Nick" war ihr erster Roman und erschien auch im Fischer Verlag.
Meine Meinung zum Buch:
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Ich habe dieses Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen, die Charaktere sind perfekt dargestellt, nicht übertrieben, sondern realistisch, sodass man sich perfekt in Handlung und Personen hineinversetzen kann. Die Geschichte ist zwar fiktiv, könnte aber so tagtäglich passieren.
Von Beginn an wird die Handlung aufgebaut, die Spannung wird gehalten und die Schreibweise ist so gewählt, dass sie zu einem modernen Frauenroman passt. Die Autorin lässt den Leser an den Gefühlen und Handlungen der Charaktere teilhaben und zeigt diese sehr deutlich und bildhaft. Die Rahmenhandlung um diese Personen herum ist sehr durchdacht und nachvollziehbar realistisch. Es ist zwar im Prinzip eine Liebesgeschichte, aber sie ist keineswegs kitschig zu bezeichnen, sondern - ich würde sagen - romantisch !!!
Im Leben ist man immer wieder Veränderungen unterworfen und muss sich entscheiden für oder gegen eine Liebe - und diese Entscheidung hat unsere Beth zu treffen. Gern möchte man ihr helfen, ihr raten, aber man weiß selbst nicht genau, wer ist nun der bessere" Mann für sie- für diese moderne Frau, die im Leben steht und doch so zerbrechlich wirkt.
Hin und wieder kann man schmunzeln, man muss sich allerdings in die Personen und die Handlung hineindenken, wenn man sich damit identifizieren möchte. Es beginnt erst ein wenig stockend, wird aber von Seite zu Seite spannender und vor allem realistisch, und dass man die Gefühle und Gedankengänge lesen und auch zwischen den Zeilen entdecken kann, das gefällt mir immer wieder besonders gut.
ACHTUNG !!!
Ich habe den Vorgängerroman nicht gelesen, mir aber sagen lassen, dass einige Personen wieder vorkommen und die Firma, in der Beth arbeitet, auch wieder auftaucht, von daher werde ich mir diesen Roman auch besorgen, weil ich gern wissen möchte, wie alles begann. Aber ohne Probleme kann man diesen Roman lesen, ohne den vorhergehenden gelesen haben zu müssen, es sind abgeschlossene Handlungen.
Kurze Leseprobe an dieser Stelle:
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Am Montag um zehn würde es gehen, ja?"
kommen Sie nie wieder her!"
Ich mache mich kleiner und wende mich leicht zur Seite, damit ich Rupert ungestört beobachten kann, ohne dass es aussieht, als starrte ich ihn an.
Ich trinke einen Schluck und unterdrücke den drohenden Hustenanfall, als die eklig süße Flüssigkeit durch meine Kehle rinnt. Ich will keine Aufmerksamkeit auf mich lenken. Es sieht aus, als neigte sich das Gespräch dem Ende zu, denn Rupert gibt dem anderen Mann die Hand. Der hält Ruperts Hände in seinen....