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Moviemans Kommentar zur DVD: Flaues, recht rauschiges Bild, netter Sound, gut gemeinte Extras, kein Trailer!
Bild: Ziemlich rauschig, ziemlich unscharf für Major-Verhältnisse. Gesichter werden von merklichen Konturenschatten umspielt. was deutlich die Schärfe hemmt (00.15.25) und diese bildet ein Tafelbild in einer Halbnaheinstellung bereits recht verwaschen ab (00.20.00). Die Farben leiden unter diesem Mangel an Kontur hinsichtlich ihrer Formtreue und das Rauschen tut das Seinige, dem Bild die Plastizität zu einzuschränken. Leider nachbesserungswürdig.
Ton: Der Ton ist solide gestrickt und liefert eine recht feinsinnige Ambienz, wenn auch nicht immer jede Szene mit einer hautnahem Direktionalität aufwartet (etwas blaß etwa die Wasserrutschen-Party, 00.29.41). Sehr sauber ist die symphonische Musik angelegt, in der etwa die Tuba-Partien mit einem so weiträumigen, sanften Bass daherkommen, daß man sich in der Philharmonie wähnt.
Extras: Die zwei Kurz-Dokus sind einmal eine Verbeugung vor Michael Kamen, die aber wenig Hintergründe und überhaupt kein Filmmaterial mit dem Komponisten liefert (es wird immer nur über Fotos geschwenkt) und eine Schilderung der Einstudierung der Tanzszenen. Die entfallenen Szenen sind so überflüssig wie der ganze Film. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Regisseur Forest Whitaker, der bereits in der Vergangenheit mit Filmen wie 'Warten auf Mr. Right' und 'Eine zweite Chance' schwermütig-sentimentale Kinokost auffuhr, liefert mit väterlich-sonorer Stimme das Voiceover für den Pro- und Epilog. Gleich wird ein märchenhafter Ton angeschlagen, der sich auch bei der Charakterisierung der perfekt prinzessinhaften Protagonistin Samantha Mackenzie bemerkbar macht. Ihr Schloss ist das Weiße Haus, in dem ihr Vater ('Batman' Michael Keaton nur bedingt überzeugend) als Präsident der Vereinigten Staaten regiert. Doch als typisches armes reiches Mädchen lebt sie ein streng bewachtes Leben im goldenen Käfig. Zudem wird Sams äußere Erscheinung stets von der Presse kritisiert (Chelsea Clintons lässt grüßen). Freunde hat sie natürlich auch nicht. Erlösung verspricht ihr Collgebesuch an der Westküste. Entsprechend freut sie sich schon auf ihre neue Freiheit. Allerdings lässt ihr besorgter Vater sie auf Schritt und Tritt von Secret-Service-Agenten bewachen, sodass der angepeilte Spaß am Studentenleben einen empfindlichen Dämpfer erhält. Als Lichtblick im konstanten Trubel um ihre Person erweist sich ihre Bekanntschaft zu dem attraktiven Kommilitonen James (Marc Blucas aus 'Alamo'), an dessen Seite sie sich erstmals ganz normal vorkommt. Doch exakt wie in 'Chasing Liberty' verbirgt er seine wahre Identität vor ihr, wodurch es vor dem Happy End zu vorübergehendem Herzschmerz kommt.
Selbst wenn das selbe Plotgerüst nicht bereits in 'Chasing Liberty' zum Einsatz gekommen wäre, würde diese formelhafte romantische Komödie immer noch arg angestaubt wirken. Auflockernde humorvolle Einlagen sind so knapp wie der Bikini, mit dem Sam nach einer verpatzten Party bei ihrem Vater aufmarschiert. Für den Comic Relief ist in erster Linie Sams Zimmergenossin Mia (R&B-Sängerin Amerie) als liebeshungriges Homegirl verantwortlich. Holmes hingegen ist die meiste Zeit dazu verdonnert, sich jämmerlich über ihr schreckliches Schicksal ('Ich bin anders als andere!') zu beklagen und dennoch gut auszusehen. Dies tut sie unter anderem auch bei einem ausgelassenen Thekentanz, wie ihn die Bush-Zwillinge nicht besser hinlegen könnten. Darüber hinaus muss Sam dreimal zu verschiedenen Gelegenheiten ein riesiges Stück Schokoladenkuchen verspeisen, was dem Zuschauer in Kombination zum sirupsüßen Orchesterscore dieser Schmalzstory den Rest auf dem Weg zum Zuckerschock verabreichen könnte. ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Leider auch die Agenten des Secret Service, die der Tochter des US-Präsidenten auf Schritt und Tritt folgen! Um ihre lästigen Begleiter abzuhängen, lassen sich Sam und ihre Freundin Mia so einiges einfallen. Als Sam schließlich den gut aussehenden James kennen lernt, schwebt sie auf Wolke Sieben. Doch da ist etwas, was sie nicht weiß ...