Robert Asprin hat etliche Jahre zwischen seinem letzten Werk der Dämonen-Reihe und diesem Buch pausiert. In den Jahren scheint er auch etwas den Faden verloren zu haben, denn der Funke will nicht recht überspringen.
Zu den handwerklichen Fehlern (sinnloser Wechsel von Tanda auf Tananda in kurzer Folge) finden sich auch Schwächen im Handlungsstrang. So widerspricht die Eindimensionalität der auftauchenden Vampire extrem der Vielschichtigkeit, mit der sie in anderen Romanen beschrieben werden.
Das Geschehen ist sehr linear, es gibt keine Handlungssprünge zwischen verschiedenen Gruppen, die Aktionen sind zu sehr vorhersehbar und die Sichtweise von Skeeve ist schon so analytisch wie nach der Schaffung seiner AG.
Tanda bringt zudem mal eben locker Zauber zustande, von denen Skeeve nur träumen kann und dann heisst es auf einmal wieder, dass sie als Mörderin halt nicht wirklich zaubern könne. Warum dann nicht wie ehemals mit dem Verkleidungsspiegel Tanda zur Mechanikern werden lassen statt solche unlogischen Punkte stehen zu lassen?
Insgesamt liest sich das Buch noch leidlich, aber zum Reisser taugt es nicht.
Das Cover hat wie bei so vielen Bänden nichts mit dem Inhalt zu tun und ist insgesamt ähnlich billig, wie die Papierqualität. Schade, dass Lübbe seinen Qualitätsstandard nach wie vor am unteren Ende ansiedelt.