Kurzbeschreibung
In dem Kinderbuch von Angelika Schaps erlebt ein Blatt seine Umwelt plötzlich von einer ganz anderen Seite. Nachdem es monatelang an seinem Baum heranwuchs wird es nun vom Herbstwind herumgeweht. Von einem Ort zum Nächsten. Was für ein Gefühl, nun am Boden zu liegen und die Welt nicht mehr von luftiger Höhe aus zu betrachten! Aber das hat alles seinen Sinn. Fortan kann das Blatt vieles von Nahem betrachten, was es früher nur interessiert von weit oben vom Baum beäugen konnte. Es trifft auf seiner Entdeckungsreise verschiedene Tiere, Pflanzen, Menschen und andere Wesen und erfährt von ihnen viel über seine natürliche Umwelt und über sich selbst...
Der Verlag über das Buch
"Ein Blatt erzählt" veranschaulicht die Schönheit unserer Natur und den Kreislauf des Lebens in kindgerechter, kurzweiliger Sprache und ansprechenden Bildern. Liebevoll und originell bringt Angelika Schaps in diesem Buch Zusammenhänge der Natur und der Jahreszeiten dem Kind näher. Die einzigartige Geschichte - kindgerecht geschrieben und mit vielen wunderschönen Aquarellen illustriert - spricht sowohl die Kinder als auch die vorlesenden Generationen an. Sie stieß bereits lange vor der Fertigstellung der Bilder auf so viel Begeisterung und Anklang, dass dem Künstler-Paar die Entscheidung leichtfiel, das Buch selbst zu verlegen. Viele Eltern, die das Buch bereits gelesen haben, sprechen von "einer wertvollen Unterstützung für die Natur-Erziehung, die Aufklärung über den Kreislauf der Natur und die soziale Erziehung" oder "Auf so ein Buch haben wir schon lange gewartet!".
Umschlagtext
Fröhlich flatterten die Blätter schon viele Monate an ihrem Baum. Dann kam der Herbst mit all seinen Farben, und schließlich wehte der Wind die Blätter mit sich von einem Ort zum nächsten. So ein Blatt kommt weit herum. Was es dabei wohl erlebt?...In diesem Buch erzählt uns ein Blatt seine Geschichte.
Auszug aus Ein Blatt erzählt von Angelika Schaps. Copyright © 2001. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Nach einer Weile kam Ruhe in mein ständiges Hin und Her Gewehe, und ich blieb ganz nah an einem Zaun liegen, an dem sich irgend etwas graues, stacheliges, rundes bewegte.Hui, da hab ich Glück gehabt, nicht auf einem Stachel gelandet zu sein, ging es mir durch den Kopf, als zwei schwarze Äuglein und ein langes, spitzes Schnäuzlein auf mich sahen. Die Nase bewegte sich heftig hin und her. Sie war schwarz und glänzte. Mit seinen Pfötchen scharrte er unentwegt im Laub. Scharrte es mal da hin, mal dort hin, kuschelte sich in eine Laubmulde, bewegte seinen Körper noch etwas hin und her und seufzte schließlich zufrieden auf."So ist es genau richtig, so gefällt es mir", brummte er vor sich hin."Hallo Igel", sagte ich zu ihm."Tag", sagte der Igel."Was hast Du da gemacht?""Ich habe mir ein kuscheliges Winterschlafbett gebaut - hier bleibe ich jetzt!""Wie lange bleibst Du hier?", fragte ich den Igel."So lange, bis es wieder wärmer wird und ich genügend Futter finde.""Und was machst Du den ganzen Winter über?""Ich schlafe, und zwar ununterbrochen, und ich bitte darum, von niemandem gestört zu werden!" "Also, mach es gut, Blatt." Der Igel zog seinen Kopf ganz ein, so das man nur noch eine graue, stachelige Kugel sah."Schlaf gut Igel, und komm gut über den Winter."Als ich so den Igel betrachtete, hörte ich plötzlich Geräusche um mich herum. Das waren eindeutig Schritte von Menschen!