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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Befolge die Regeln!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ein Apfel ist ein komischer Pfirsich (Gebundene Ausgabe)
Catherines Bruder David ist autistisch und das macht ihr das Leben manchmal schwer. Doch es hat auch seine guten Seiten David als Bruder zu haben. So geht Catherine immer mit zu seiner Therapie und lernt dort im Wartezimmer Jason kennen. Er kann weder laufen noch sprechen und unterhält sich deshalb mit einem Kommunikationsbuch, in dem bebilderte Karten mit Wörtern stecken, die er entsprechend antippt. Auf diese Weise kann er sich recht gut verständlich machen. Catherine liebt es zu zeichnen und schon bald ist sie vollauf begeistert davon, Jason neue Karten für sein Buch zu machen. Nach und nach entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden. Für Catherine ist es trotzdem nicht leicht - sie fühlt sich ständig von den Leuten beobachtet, wenn David dabei ist, weil er sich schwer an Regeln halten kann und zum Beispiel liebend gern Schränke öffnet, wenn er zu Besuch bei jemandem ist. Deshalb hat Catherine eine ganze Liste mit Regeln für ihn aufgestellt, die er mal mehr und mal weniger gut befolgt."Ein Apfel ist ein komischer Pfirsich" ist ein realistisches und tiefgründiges Buch, das niemals kitschig oder zu sentimental wird. Die Figuren sind toll herausgearbeitet und handeln glaubhaft und ihrem jeweiligen Alter entsprechend. Besonders deutlich kann man die Zwickmühle spüren, in der Catherine steckt. Einerseits ist sie gern mit Jason und ihrem Bruder zusammen und mag beide sehr, andererseits hat sie Angst vor den Blicken der Mitmenschen und fühlt sich ob der extremen Aufmerksamkeit unwohl. Dieses Gefühl spürt man als Leser sehr deutlich und es fällt leicht sich in Catherine hineinzuversetzen. Die Tatsache, dass ihr Bruder sich nur bedingt an ihre Regeln hält, erschwert es Catherine natürlich zusätzlich. Mal hat er einen guten Tag, mal einen schlechten und allgemein kann die Situation sehr schnell kippen. Rührend ist es zu lesen, mit welcher Aufopferung sich Catherine um Jason sorgt und welche Begeisterung sie ihm entgegenbringt. Da ist kein Platz für unnütze Vorurteile. Catherine verlässt sich auf ihr Gefühl und dieses sagt ihr, dass Jason ein guter Mensch und Freund ist. Sie lernt, dass es nicht darauf ankommt, ob jemand cool erscheint und beliebt bei anderen ist. Es ist wichtig seine eigenen Erfahrungen zu machen und diesen zu vertrauen. In "Ein Apfel ist ein komischer Pfirsich" merkt man ganz deutlich, wie die einzelnen Figuren aus Selbsterlebtem lernen und daran reifen. Sie werden erwachsener und selbstbewusster, lassen sich weniger von der Umwelt beeinflussen und können ihr Leben so akzeptieren, ja sogar lieben, wie es ist. Mit einer authentischen und ansprechenden Sprache, bringt Cynthia Lord dem Leser Catherines Welt und deren Besonderheiten nahe. Sie schafft es, dass man gebannt von Seite zu Seite springt und nie das Gefühl hat, eine Moralpredigt stünde kurz bevor. Vielmehr lässt sie den Leser selbst denken und eigene Schlüsse ziehen, wie es auch Catherine macht. Die Wahl des Buchtitels ist nicht ganz so gelungen, auch wenn er sich im ersten Moment recht witzig anhört. Der Originaltitel lautet "Rules" (dt. Regeln) und passt eindeutig besser zur Geschichte. Denn unter anderem beginnt jedes Kapitel mit einer von Catherines Regeln und durch das gesamte Buch hindurch ziehen sie sich wie ein roter Faden. Dennoch lernt Catherine nach und nach auch, dass Regeln manchmal dazu da sind, gebrochen zu werden. Nicht alles im Leben hat eine entsprechende Regel und oftmals sind die spontanen Entscheidungen die besten. Am Ende bleibt man mit einem Lächeln im Gesicht zurück und ist zufrieden. Diese Geschichte versteht es durch ihr besonderes Feingefühl zu bezaubern. Sie versetzt einen in die Welt um Catherine, David und Jason und lässt einen auch nach der letzten Seite nicht los. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein gutes Kinderbuch zum Thema Autismus,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ein Apfel ist ein komischer Pfirsich (Gebundene Ausgabe)
Cynthia Lord schildert in diesem Buch das Leben der Teenagerin Catherine. Das Mädchen hat Problemem damit, dass sich vieles um ihren kleinen autistischen Bruder David dreht, und dass die anderen Menschen ihn für seltsam halten. Irgendwo schämt sie sich für ihn. Als sie dann im Therapiezentrum den autistischen Jason kennenlernt und sich in ihn verliebt, fängt sie an, auch ihren Bruder mit anderen Augen zu sehen...Dieser sehr einfühlsam geschriebene Roman weckt Verständnis für die Probleme der Geschwisterkinder von Autisten. Ich habe das Buch für meinen Sohn im Teenager-Alter gekauft, weil er auch ein kleineres autistisches Geschwisterkind hat. Er konnte sich schon teilweise darin wiederfinden und hat einiges als Anregung genutzt, um darüber nachzudenken. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderschön geschrieben, nachvollziehbar, eindrücklich und vor allem ganz besonders!,
Von Kasimar (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ein Apfel ist ein komischer Pfirsich (Gebundene Ausgabe)
Sommerferien: Teenager Catherine freut sich auf Tage voll Schwimmen und Zeichnen, und hofft, in der neuen Nachbarin eine neue Freundin zu finden. Doch nichts ist so leicht, denn ihr jüngerer Bruder David ist Autist. Zwar in einer leichten Form, doch ist er oft so auffällig, dass es Catherine, die ihn zwar über alles liebt, mehr als peinlich ist. Oft genug muss sie auf ihn aufpassen, fühlt sie sich von den Eltern vernachlässigt und möchte einfach nur eine ganz normale Familie sein: Deshalb schreibt sie für ihren Bruder Regeln auf, die ihm das Leben erleichtern und ihn für sie weniger peinlich machen sollen - mit durchaus unterschiedlichem Erfolg.Bei Davids Therapie lernt sie Jason kennen, einen gleichaltrigen Jungen, der im Rollstuhl sitzt und sich mit Hilfe eines Kommunikationsbuches verständigt. Und je mehr sie sich mit ihm und seiner Sicht der Welt auseinandersetzt und Bilder für sein Buch zeichnet, desto mehr erkennt sie, dass nicht ihr Bruder oder Jason sich ändern müssen, sondern die anderen ihr Anderssein oder besser ihr Besonderssein akzeptieren müssen. Cynthia Lord ist mit diesem Kinder- und Jugendbuch eine eindrückliche, humorvolle und doch zum Nachdenken anregende Geschichte über Behinderung und ihre Auswirkungen gelungen, mal zum Mitlachen, mal zum Mitweinen, mal könnte man da Buch vor Wut einfach zuklappen, mal möchte man gar nicht mehr aufhören zu lesen. Langweilig wird es nie, denn sowohl die Handlung als auch die einfache Sprache fesseln. Und auch wenn man eigentlich von Anfang an ahnt, wie es ausgehen wird, nimmt das der Erzählung keinesfalls den Reiz. Am Ende schlägt man das Buch zu in der Gewissheit, gut unterhalten worden zu sein (ob nun als Kinder oder Erwachsener), viel gelernt zu haben und zum Nachdenken angeregt worden zu sein - somit erfüllt dieses Buch alle Anforderungen an ein gutes Buch. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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