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Ein Afrikaner in Grönland.
 
 
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Ein Afrikaner in Grönland. [Broschiert]

Tete-Michel Kpomassie
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Broschiert, April 1998 --  

Produktinformation

  • Broschiert: 311 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 2. Aufl., 11. Tsd (April 1998)
  • ISBN-10: 3492115233
  • ISBN-13: 978-3492115230
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 571.010 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

EIN AFRIKANER IN GRÖNLAND ist ein authentischer Bericht. Nach einer gefahrvollen, abenteuerlichen Reise sieht Tété-Michel Kpomassié zum ersten Mal Grönland, die weiße Wüste, von der er in seiner Heimat, dem afrikanischen Togo, geträumt hat.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Erfüllung eines Traums 10. August 2006
Von RockBrasiliano TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Eine fast unglaubliche Geschichte: Der Togolese Tete-Michel Kpomassie soll eigentlich zum Priester eines Schlangenkultes in Westafrika ausgebildet werden, sein eigentlicher Traum aber ist es bei den Inuit auf Grönland zu leben, von denen er in einem Buch gelesen hat und zu denen er eine Art Seelenverwandtschaft verspürt. Die Geschichte beginnt Anfang der 60er Jahre, in Afrika werden viele Staaten unabhängig, der junge Tete-Michel macht sich ebenfalls von seinen Traditionen frei und reist von Land zu Land, arbeitet dort einige Zeit, um sich die Weiterreise zu finanzieren. Er gelangt nach Europa und schließlich tatsächlich nach Grönland und lebt bei den Menschen dort und wird freundlich aufgenommen. Der Leser erfährt viel über das Leben in Grönland, die Jagd, die Ernährung und das Wohnen der Menschen dort, das Familienleben und wie sich die westliche Kultur mit der grönländischen verbunden hat, was natürlich zu erheblichen Problemen führt. Kpomassie hat sich seinen Traum erfüllt und er ist ein freundlicher und aufmerksamer Berichterstatter, der eine besondere Beschreibungsgabe mitbringt. Er hat die spezielle Sichtweise,die es ihm ermöglicht, distanziert und Teil des Ganzen zugleich zu sein.

Sehr interessant wird es, wenn er Vergleiche zwischen der togolesischen und grönländischen Tradition zieht und Übereinstimmungen aufzeichnet.

Kurzum: Etwas hochtrabendes Vorwort von Jean Malaurie.. Aber sonst absolut empfehlenswert, ob aus volkskundlicher Sicht oder weil man einfach eine spannende Geschichte lesen möchte. Ein Beispiel für ehrliche Offenheit und Toleranz, darüber hinaus ein spannender Reisebericht mit allem was dazugehört.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wie die anderen leben ... 20. August 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wahre Fundgrube für alle, die schon immer wissen wollten, wie "die anderen" leben.

Der Bericht des togolesischen Autors Tete-Michel Kpomassie über seine Reise zu den Inuit ist eines der spannendsten Bücher die ich je gelesen habe. Sein Bericht und seine Interpretationen über Leben und Kultur der Inuit sind voll überraschender Entdeckungen, wie anders Menschen auch leben können. Für mich als Mitteleuropäer ist dies eine großartige Erweiterung meines Horizonts und lässt einmal mehr erahnen, wie groß die Vielfalt an menschlichen Lebensweisen ist - denn nicht nur über die Grönländer sondern auch über Togo, Kpomassies Herkunftsland und -Kultur erfährt man einiges.

So wird z.B. die in christlich dominierten Ländern hochgehaltene Monogamie durch Kpomassies Erlebnisse zunächst einmal erheblich in Zweifel gezogen - seinen Erzählungen nach pflegen die Inuit hier interessant andere Beziehungsmodelle, die der Autor den stark patriarchal geprägten, polygamen Strukturen seiner Herkunft gegenüber stellt. So wird bald klar und nachvollziehbar, dass es nicht nur ein entweder oder, sondern oft auch noch ein drittes und weitere Modelle gibt.

Besonderen Dank gebührt ihm für die Ehrlichkeit, mit der er die oft auch verstörenden Aspekte der grönländischen Gebräuche beschreibt: Kpomassie erzählt von Grönländern die von Ihren Hunden einmal vom Erfrieren bewahrt, das nächste mal zerfetzt und aufgefressen wurden; Kinder sind dort einerseits sehr frei und glücklich, das andere mal werden Babys von ihren volltrunken Eltern im Schlaf erdrückt. Es ist also kein unkritisches Loblied auf den "glücklichen Eskimo" und damit ungleich wertvoller.
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