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Ein Abend im Club
 
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Ein Abend im Club [Taschenbuch]

Christian Gailly , Doris Heinemann
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 140 Seiten
  • Verlag: Bt Bloomsbury Taschenbuch Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. Juni 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383330300X
  • ISBN-13: 978-3833303005
  • Originaltitel: Un soir au Club
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,6 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 532.502 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christian Gailly
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Produktbeschreibungen

Hörbuch-Rezensionen

Es ist fast zu schön, um wahr zu sein: Scheinbar zufällig lernt der ehemalige Pianist und seit zehn Jahren als Ingenieur arbeitende Simon Nardis in einem Jazzkeller die Liebe seines Lebens kennen. Und findet dabei auch seine Leidenschaft für den Jazz und das Leben wieder – ganze zehn Jahre lange hatte er sich vom Jazz und Alkohol fern gehalten und mit seiner Frau Suzanne ein angenehmes Dasein gehabt. Nur eine Nacht und ein paar Stunden am Strand sind nötig, und Simon weiß, er kann und will in sein altes „Leben“ nicht zurück. Seine Freiheit hat allerdings einen Preis. Dieses Thema eines Neuanfangs, einer noch einmal erlebten großen Liebe wird hier in einem ganz eigenen Stil interpretiert: leidenschaftlich, intensiv und im „Jazz“. Wer also die Liebe, das Schicksal, den Jazz und „swingende“ Literatur mag, wird ein begeisterter Zuhörer von Matthias Ponniers Lesung des Romans „Ein Abend im Club“ von Christian Gailly sein. Das ist sicher!

Die zärtliche Geschichte wird äußerst vielschichtig erzählt. Es gibt den Erzähler, der alles weiß, zwischen den Zeiten und Personen souverän hin- und herspringt, und ein sehr guter Freund Nardis, aber auch seiner Frau Suzannes ist. Der Erzähler weiß um die Leidenschaft und die dazugehörenden Gefahren des Künstlers; er selbst ist Maler. Der Charme der Story liegt vor allem in den rhythmisch komponierten Sätzen: im Wechsel zwischen den Erzählperspektiven und der leichten, stilistisch sicheren Sprache mit ihrer Intensität und ihrem Sinn für Komik. Der Autor hat den Jazz im Blut, das hört man.

In seiner Lesung zieht Matthias Ponnier den Hörer unwiderstehlich in den Bann der Geschichte Simons und Debbies. Dabei stellt sich unaufhörlich die Frage: Wird Simon rückfällig oder wiedergeboren? Ponnier meistert die für diesen Text geforderte Rhythmik und Vielschichtigkeit. Der Schauspieler und renommierte Synchronsprecher wirkte bereits in zahlreichen Hörspielen mit. Seine Stimme gibt brillant das Spiel des langsamen, aber unaufhaltsamen Zueinanderkommens der Sängerin Debbie Parker und des ehemals gefeierten Jazzpianisten Simon Nardis wieder. Er trifft den Ton für die allwissenden Überlegungen und Schachzüge des Erzählers. In den Passagen, in denen über den Tod Suzannes gesprochen wird, findet er die richtige Stimmlage: nicht weinerlich und auch nicht despektierlich. Ponniers erstklassige Interpretation vollenden berühmte Stücke wie „That’s all“ oder „Autumn Leaves“, gespielt von Zbigniew Stanula.

„Ein Abend im Club“ ist Christian Gaillys elfter Roman. Der Roman wurde eines der erfolgreichsten Bücher des Jahres 2002: Das Buch gewann den renommierten „Prix du Livre Inter 2002“ und wurde vom Magazin „Lire“ zum besten französischen Roman des Jahres 2002 gewählt. Bevor Gailly, Jahrgang 1943, sich dem Schreiben widmete, war er Jazzsaxophonist, dann Psychoanalytiker. Sein Musikerdasein gab er wegen der zu großen Gefahren, die darin lauern, auf. Gailly weiß also genau, wovon er in diesem Buch schreibt. „Ein Abend im Club“ trägt stark autobiografische Züge, womit der Autor aber keinerlei Probleme hat. Ganz im Gegenteil, für ihn steht fest, „dass es keine Literatur gibt, die nicht autobiografisch ist.“

Lesung mit Musik, Spieldauer: ca. 146 Minuten, 2 CD. Mit Booklet.
-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Längst hatte Simon Nardis das Klavierspielen und seine Musik, den Jazz, aufgegeben. Denn bevor ihn der Alkohol vollkommen zerstören konnte, leitete ihn seine Ehefrau Suzanne von dem ausschweifenden Musikerleben über in eine bürgerliche Existenz. Nun verschlägt es Nardis, nunmehr ein gelangweilt-pflichtbewußter Ingenieur, wegen eines Auftrags an die französische Atlantikküste. Um sich die Zeit bis zur Abfahrt seines Zuges zurück nach Paris zu vertreiben, will er nur kurz den örtlichen Jazzclub besuchen. Doch ein junges amerikanisches Trio spielt und der Pianist verwendet unverkennbar Nardis Stil, der ihn in der Welt des Jazz von New York bis Kopenhagen berühmt gemacht hatte. Die Anziehung des Klaviers auf Nardis ist groß und das Gefühl, vor vielen Jahren die Musik verraten zu haben. Die Abfahrt des Zuges rückt näher. Nardis muß innerhalb weniger Augenblicke eine Entscheidung treffen: hier die Verlockung - das Klavier, der Jazz, der erste Drink und die Betreiberin!
des Clubs, die schöne Amerikanerin Debbie, die auch Jazzsängerin ist. Dort Suzanne und die Bahnen einer langweiligen, aber stabilen Existenz. Gailly erzählt von einem glücklichen Moment. Die Geschichte swingt wie eine Jazzimprovisation und vom ersten Takt an wird man getragen von der Melodie eines schmerzlichen Glücks. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Christian Gailly Ein Abend im Club ISBN 3 8270 0498 5

Eine wunderbare, herrliche und traurige Liebesgeschichte zugleich ist diese Erzählung von Christian Gailly über den Jazz-Pianisten Simon Nardis.

Nach Jahren eines nüchternen, bürgerlichen Lebens mit Suzanne , seiner Frau, die ihn vor langer Zeit aus dem Alkohol-, Drogen- und Nachtclub-Jazzmilieu, in dem er als anerkannter Pianist tätig war, herausgeholt und vor dem Tod gerettet hatte, begegnet Simon noch einmal einer großen Liebe in Gestalt der amerikanischen Jazzsängerin Debbie. Sie ist Betreiberin eines Jazzclubs in einem kleinen Ort am Meer in Frankreich, nicht weit von Paris entfernt. Dort hatte er beruflich zu tun, und die beiden lernen sich am Abend in Club vor seiner Rückkehr nach Paris kennen.

Sie ist eine hervorragende Jazzsängerin. Er kann der Versuchung nicht widerstehen, noch einmal die Tasten des Pianos zu bewegen und seinen besonderen Stil zu spielen, der von der engagierten Band des Abends als Verlockung in der Erinnerung an das eigene Spiel an ihn herangetragen wurde.

Die Begegnung mit Debbie löst ein ungekanntes, großes Glücksgefühl in beiden Protagonisten aus. Wie es weitergeht, soll nicht verraten werden.
Nur so viel: es ist eine beglückende und wunderbare Erzählung, die den/die LeserIn tief anrührt!
Die Sprache ist nüchtern und genau , ohne die Gefühle, die dort aufgerührt werden, zu verleugnen.

Es ist ein wahrer Lesegenuß!
Cl.B.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Christian Gailly hat einen wunderbaren zartfühlenden Roman geschrieben. Ein alternder Mann erhält seine letzte Chance, nach seinem Lebensglück zu greifen.

Jazz ist sein Leben. Simon Nardis ist ein begnadeter Jazzpianist, doch der Jazz hatte ihn fast umgebracht. Er ist vollgedröhnt mit Alkohol und Drogen, als Suzanne, seine Ehefrau, ihn aus den Sumpf zieht und ihn, nachdem er genesen war, ins bürgerliche Leben einführt. Er hört nur noch Klassik, verabschiedet sich vom Jazz und rührt kein Klavier mehr an. Das war ein Verrat, lesen wir schon zu Beginn des Romans. Er führt ein "vorgetäuschtes Leben", das ihn traurig macht. Zehn Jahre Ehe mit Suzanne und dann verbringt er "einen Abend im Club": Das Jazztrio macht eine Pause, das Klavier allein auf der Bühne. "Der Wodka zirkulierte in seinem Gehirn. Der Wodka setzte sein Gehirn in Gang...auch sein Herz schlug anders". Schließlich setzt er sich ans Klavier, fängt an zu spielen, Debbie, die Besitzerin des Klubs, fängt an zu singen, und sie verlieben sich. Beide sind vom Jazz infiziert.

Der Roman erzählt von großem Glück, "dass einem der Atem stockt und man Tränen lacht." Schöner auszudrücken als Christian Gailly es hier zelebriert - unvorstellbar. Erzählt wird das Glück der Liebenden mit einer engelsleichten Unbeschwertheit, obwohl immer wieder Züge in Richtung Paris fahren, wo Suzanne auf ihren Ehemann wartet. Nardis verpasst alle Züge. Er schafft zuerst unbewusst Hindernisse, die Züge zu verpassen, schließlich wird ihm sein Wunsch bewusst. Er will nicht nach Paris zurück, sein Glück will er nicht aufgeben. Man merkt, Gailly war Psychoanalytiker.

Jazz und Blues, Glück und Schmerz, athmosphärisch erzählt...engelsleicht

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Wenn du das gefunden hast, was du gesucht hast, wirst du augenblicklich mit deinem ganzen Leben antworten"...
Der Jazzpianist Simon Nardis hat sich allerdings seine Lebensbestimmung versagt. Seine Zeit als erfolgreicher Jazzpianist liegt lange hinter ihm. Der Sumpf aus Alkohol, Frauen und Drogen hätte ihn beinahe sein Leben gekostet. So gibt er schliesslich seine vielversprechende Karriere auf und findet das Alltagsglück an der Seite seiner Frau in einem bürgerlichen Beruf. Ihm geht es gut damit, er fühlt sich glücklich und merkt erst an einem Abend am Meer beim Besuch eines Jazzclubs was ihm zehn Jahre gefehlt hat: Er kann nicht widerstehen und spielt seine ersten Takte auf dem Klavier, wohlwissend was er auf's Spiel setzt. Denn dieser Abend wird alles verändern...
Gailly erzählt seine Geschichte aus der Perspektive eines Freundes, der alle Protagonisten kennt und versucht, so neutral wie möglich zu bleiben. Diese Sichtweise vermittelt sich dem Leser auf ganz besondere Art und Weise, denn der nur scheinbar unbeteiligte Erzähler zieht den Leser tiefer und tiefer in die Geschichte hinein. Ein ungewöhnliches elegant erzähltes Buch, eine wunderschöne, melancholische Geschichte, die einfach "touching" ist!
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