Nach dem Tod seines Vaters findet Daniel im Safe einen Zeitungsausscnitt. Neben dem französischen Text zeigt er ein keltisches Kreuz, auf dem der Name Eileen Duras steht. Neugierig geworden setzt Daniel sich mit seinem Studienfreund Raimond in Verbindung, der in Frankreich als Journalist arbeitet. Durch Zufall findet Raimond die Fotografin des Kreuzes. Daniel, Raimond und seine blinde Freundin Nathalie machen sich gemeinsam auf den Weg nach Guernsey, um das Rätsel des Grabes zu lösen. Zu Raimonds Verdruß fühlen sich Daniel und Nathalie auf unerklärliche Weise immer mehr zueinander hingezogen.
Ich habe dieses Buch regelrecht gefressen. Die Geschichte ist so spannend geschrieben, daß sie mich nicht mehr losgelassen hat. Fasziniert hat mich vor allem, wie gut die Autorin das Leben der blinden Nathalie beschrieben hat. Ich konnte mir ihre Bemühungen um Orientierung und die ständige Schwärze vor den Augen sehr gut vorstellen. Es macht eine gute Autorin aus, wenn sich der Leser ohne Mühe in die Charaktere hineinversetzen kann. Außerdem ist die Geschichte flüssig geschrieben. Das Leben von Eileen wird zwischendurch in eigenen Kapiteln erzählt, aber ab der Hälfte des Buches verweben sich Vergangenheit und Gegenwart immer mehr, so daß der Aufbau die Spannung nicht zerstört. Der Schluß ist ebenso überraschend wie schön und rundet die Geschichte stimmig ab.
Unbedingt lesen!!!