Es ist nicht nur die Zusammenstellung von einem Thema, nämlich den "Vier Jahreszeiten", sehr unterschiedlicher Komponisten, Vivaldi und Piazolla, die ein faszinierendes Hörexperiment ergeben, sondern es ist auch die innere Spannung der Anordnung der einzelnen Jahrezeiten die eine word-music im eigentlich umfassenden Wortsinne erlauben. Wie es Gidon Kremer im Booklet beschreibt, sind die Einteilungen "Nacht/Tag" und "Nord/Süd" in der globalisierten Welt bedeutungslos, sozusagen willkürliche Einteilungen von Ort und Zeit. Die Stücke können einmal als 2 "Vier Jahreszeiten" oder tatsächlich als einmal "Acht Jahreszeiten" gehört werden - die Musik verwischt vertraute Grenzen und Einteilungen und eröffnet eine neue Welt... Und Gison Kremer wie immer ein Genuß und voller Überraschungen.