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Eigentumstheorie des Wirtschaftens versus Wirtschaften ohne Eigentum. Ergänzungsband zur Neuauflage von "Eigentum, Zins und Geld"
 
 
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Eigentumstheorie des Wirtschaftens versus Wirtschaften ohne Eigentum. Ergänzungsband zur Neuauflage von "Eigentum, Zins und Geld" [Taschenbuch]


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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • ISBN-10: 3895183520
  • ISBN-13: 978-3895183522
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,2 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.580.369 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kurzbeschreibung

Aus dem Vorwort Im Juni 1996 erschien bei Rowohlt die Erstausgabe von Eigentum, Zins und Geld und war - trotz einer für wirtschaftstheoretische Abhandlungen hohen Auflage von 3.000 Exemplaren - bereits im Juni 1999 vergriffen. In der Zwischenzeit sind neben zahlreichen Einzelkritiken, aber auch Weiterführungen unserer Theorie, zwei Sammelbände über unsere Analyse erschienen. Diese Debatten haben uns zur Fortentwicklung der Theorie, aber auch zu einer womöglich leichter zugänglichen Präsentation veranlaßt. Anläßlich der Neuausgabe von Eigentum, Zins und Geld legen wir deshalb gleichzeitig eine argumentativ ergänzte, präzisierte und pointierte Fassung unserer Eigentumstheorie des Zinses und des Geldes vor. Die Antworten auf die bedeutendsten Kritiken finden sich ebenfalls in diesem Ergänzungsband. Gunnar Heinsohn und Otto Steiger Bremen, den 15. Mai 2001

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
41 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "gfleckl"
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist eine Ergänzung zum Hauptwerk der beiden Autoren „Eigentum, Zins und Geld". Es wird die darin entwickelte Theorie der Eigentumsgesellschaft aus weiteren Blickwinkeln erklärt und vertieft. „Eigentumstheorie des Wirtschaftens vs. Wirtschaftstheorie ohne Eigentum" ist eine gezielte Gegenüberstellung der bisherigen Wirtschaftstheorien mit den alternativen Erklärungen von Heinsohn und Steiger, wobei alle Kritikpunkte aufgegriffen und detailliert abgearbeitet werden.

Es ist schwer zu glauben, dass sämtliche Wirtschaftstheorien die uns teilweise seit über 150 Jahre begleiten und als gültige Erklärungen für unser Zusammenleben anerkannt werden, falsch sein sollen. Ganze Bibliotheken von Fachliteratur wurden mit diesen Theorien gefüllt, Heere von Wissenschaftlern ausgebildet, Nobelpreise verliehen und Tag für Tag wird auf Basis dieser Theorien Politik betrieben. Das macht automatisch skeptisch gegenüber so revolutionären Konzepten.

Trotzdem schaffen es Gunnar Heinsohn und Otto Steiger mit einer bestechenden Logik die Schwachstellen der althergebrachten Theorien aufzudecken und das Thema Wirtschaft neu zu erklären. Besonders bemerkenswert an der Eigentumstheorie ist, dass nicht nur wirtschaftliche Zusammenhänge klarer werden, sondern auch historische Fakten plötzlich in das wirtschaftstheoretische Bild passen.

Schade finde ich, dass eine so klare Theorie in eine so unklare Sprache verpackt wurde. Die Ausdrucksweise der beiden Autoren ist so einschläfernd, dass sogar der Lektor des Verlages Metropolis zeitweise eingenickt sein dürfte, denn es finden sich mindestens eben so viele orthografische Fehler im Text wie Fußnoten. Wahrscheinlich bedarf es eines englischsprachigen Autors, der es schafft eine wissenschaftlich präzise und dennoch fesselnde Fassung dieser Theorie vorzulegen.

Alles in allem ist dieses Buch allen Wirtschaftsinteressierten zu empfehlen, da alle wichtigen Eckpunkte der Eigentumstheorie erklärt werden. Und diese Theorie hat es in sich... Daher auch 5 revolutionäre Sterne für dieses Buch.

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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Der wohl erfolgreichste und mittlerweile bekannte Investor Warren Buffet hat schon immer behauptet, dass die Wirtschaftswissenschaften keine Wissenschaft ist. Dem stimmte ich bisher zu. Durch das Buch der Bremer Soziologen und Wirtschaftswissenschaftler Gunnar Heinsohn und Otto Steiger habe ich meine Meinung geändert.

Die Bremer Soziologen und Wirtschaftswissenschaftler haben endlich eine in sich schlüssige und gültige, weil anwendbare, Theorie des Geldes vorgelegt. Das ist die wichtigste Grundlage für eine umfassendere Wirtschaftstheorie. Ein Jahrhundertwerk!

Ich bin davon überzeugt, dass dieses Werk gute Chancen auf den Nobelpreis der Wirtschaftswissenschaften hat (und verdient!). Das wird jedoch möglicherweise nicht eintreten, zumindest nicht so lange einer der Autoren, nämlich Prof. Dr. Otto Steiger noch Mitglied des Nobelpreis'omittees für Wirtschaftswissenschaften ist.

Die Einsicht, das durch staatliche Souveränität und Gewaltmonopol aus BESITZ das EIGENTUM folgt ist so simple wie einleuchtend. Denn nur die Fähigkeit Besitz verteidigen zu können wandelt Besitz in Eigentum. Das gilt im Prinzip für alle drei benannten Gesellschaftsformen: Die Stammesgesellschaft, die Befehlsgesellschaft und letztlich die Eigentumsgesellschaft.

Jedoch nur in der dritten Gesellschaftsform, die der Eigentumsgesellschaft, entsteht PRIVATeigentum. Eigentum der Gesellschaft ist letztlich wieder (nur) Besitz der Gesellschaft oder auch Gemeinschaftseigentum (wenn sie es verteidigt).

In der Eigentumsgesellschaft (heutiger Prägung) wird das Verteidigen des eigenen Besitzes und damit des (privaten) Eigentums über das staatliche Gewaltmonopol und ein funktionierendes Rechtssystem nach innen und über die Wehrhaftigkeit des Staates mittels einer starken militärischen Streitmacht nach aussen sicher gestellt.

Die Eigentumsökonomik von G. Heinsohn und O. Steiger ist die erste und bisher einzig schlüssige (Er)Klärung des Begriffes ZINS. In verkürzter Form: Es ist die Kompensationsprämie für den Verzicht auf die Eigentumsprämie. Die Eigentumsprämie ist die Belastbarkeit bisher unbelasteten Eigentums. Das für Geld im Rahmen eines Kreditvertrages nicht nur der Schuldner Sicherheiten im Kreditvertrag aufbringen muss, sondern auch der Gläubiger (i.d.R. die Bank) ist nicht offensichtlich.

Aber das Buch von G. Heinsohn und O. Steiger macht die Zusammenhänge nachvollziehbar und deutlich. Damit wird letzlich auch die Schwäche heutigen Geldes (aller Währungen) deutlich, denn die Zentralbanken sichern die Geldmenge eben nicht vollständig ab, sondern nur im Rahmen der sogenannten (teils gefährlich kleinen) Mindestreserve, die sich für die Bundesrepublik Deutschland in der Grössenordnung von gerade einmal 8% der umlaufenden Geldmenge bewegt.

Ich habe als Ingenieur zwar keine bzw. nur wenig wirtschaftswissenschaftlichen Vorkenntnisse, aber ich konnte (vielleicht ja gerade deshalb ... ;-) die dargelegten (revolutionären) Zusammenhänge der Eigentumsökonomie sehr wohl und gut nachvollziehen. Solch ein fundamentales Thema kann und braucht dann nicht mehr unbedingt auch noch "spannend" geschrieben werden. Ich verdanke den Autoren für mich sehr, sehr wichtige Ensichten. Dafür danke ich Gunnar Heinsohn und Otto Steiger sehr!
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26 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von A. Antman
Format:Broschiert
GENAU derartige Veröffentlichungen, die dann sogar noch große Verbreitung finden, sind es leider, die am Thema Wirtschaft interessierte Leser in völlig falsche Richtung lenken und vom eigentlichen Kern, den Kategorien der abstrakten Wertverwertung, ablenken, in eine Richtung, welche die Logik der Marktwirtschaft ideologisch mit dem Scheinargument des juristisch untermauerten Eigentums (im Gegensatz zum Besitz) zu begründen versucht. Alle Ebenen und Zusammenhänge, die wirklich aufzeigen würden, woraus die Probleme z.B. auch in der Krise 2008/2009 resultieren, sind hier ausgeblendet worden.

Das ganze Gedankenkonstrukt der Autoren basiert darauf, den Zins anders zu begründen als die klassischen und neoklassischen, liberalen Theorien und juristisch ans Eigentum zu binden. Nicht das die Eigentumsfrage nicht auch ihre Berechtigung hätte - das schon. Aber dann dürfte man das Pferd nicht von hinten herum versuchen aufzuzäumen, wie es hier leider gemacht wird. Dabei kommen dann völlig unhaltbare Axiome heraus, bei denen man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll, so lustig oder traurig ist es, was die Autoren hier ernsthaft publizieren. Kostprobe gefällig? Dann wähle ich mal gleich etwas, was jeder hier online auch nachlesen kann:

"Der Besitz wird zwar nur mit Geld bewirtschaftbar, ohne Eigentum aber gibt es dieses Geld nicht und entsprechend auch keine Wirtschaft."

Hier wird als blind vorausgesetzt und behauptet, dass es quasi keine vernünftige Form wirtschaftlichen Handels gäbe, wenn es nicht automatisch mit Geld verbunden sei. Jeder, der schon mal ein Buch über indogene Ureinwohner, meinetwegen die Indianer Nordamerikas gelesen hat, wird wissen, dass das unhaltbar falsch ist. Das würde genau genommen mindestens 100.000 Jahre menschliche Existenz einfach auslöschen. Die natürliche Wirtschaftsordnung lief nämlich lange, lange völlig ohne Geld als Subsistenzwirtschaft, gesteuert auf der Ebene des naturalen, stofflichen Reichtums einer Gemeinschaft. Geld kam erst viel später dazu, bildete sich aus allseits verfügbaren Produkten, die als allgemeines Tauschäquivalent gebräuchlich waren, heraus. Die Indianer betrachteten das ihnen von den Göttern gegebene Land und seine Bodenschätze weder als ihren Besitz oder als ihr Eigentum. So konnten sie sich selbst als Bestandteil der Natur sehen und mit derselben im ökologischen Einklang leben. Produkte wurden einfach hergestellt und allen frei zur Verfügung gestellt oder gegen die Produkte anderer Stämme getauscht. Sowohl Geld als auch Zins, den die Autoren zur Prämie für das Eigentum stilisieren, waren unbekannt, weil gar nicht nötig, um wirtschaftlich vernünftig handeln zu können. Der Tisch war immer reichlich gedeckt.

Das änderte sich erst dann, als die Weißen Händler kamen und die Indianervölker anfingen auszubeuten und dafür sie sorgen, sie ihren natürlichen Schätzen durch Übervorteilen zu berauben. Selbst Eigentumstitel hätten den Indianern da nur wenig geholfen. Genau wie heute auch, wo die Eigentümer der Moderne ihres abstrakten Vermögens durch Inflation und Zusammenbrüche des Geldsystems beraubt werden. Die Äquivalenzprodukte wurden später durch Münzgeld ersetzt, weil das praktischer war als ein Kilo Reis, einen Sack voll Muscheln oder schwere Metallstangen mit sich rum zu schleppen. Benutzt wurde es aber eher als eine Art Pfand, den man für überschüssige Produktion eintauschte.

Aber es geht ja noch weiter im Text:
"Das Wirtschaften entsteht erst, wenn dem ewigen, eine bloße materielle Reproduktion ermöglichenden und auch schon im Tierreich existierenden Besitz physischer Ressourcen und Güter durch Rechtsakt Eigentumstitel hinzugefügt werden, die diese Sachen in Waren und Vermögen verwandeln."

Auch hier werden die Tatsachen auf den Kopf gestellt. Aus der Subsistenzwirtschaft bildete sich allmählich die Warenwirtschaft heraus, die dann entsprechende Rechtsgrundlagen nach sich zog. Erst damit änderte sich der Charakter des Geldes. Jetzt war das Wertschöpfungsprinzip geboren, aus dem man versuchen konnte, sich über Tauschunterschiede an der Arbeit (also der Wertsubstanz) anderer zu bereichern, im Idealfall, indem man einfach nur die Ware Geld selbst verlieh, um sie mit Mehrwert, nämlich dem Gewinnaufschlag Zins, zurückzufordern. Die von den Autoren bejubelte Rechtssicherheit des Eigentums ist also keineswegs der Weg zur Freiheit, sondern die Basis der Ausbeutung und Unfreiheit!!! Ich sage hingegen: Nur die Ausbeuter unter den Menschen machen Dinge käuflich, die eigentlich niemanden bzw. allen gehören sollten!
Davon abgesehen handeln auch Tiere wirtschaftlich vernünftig und vorausschauend, ohne Eigentumsrechte (z.B. Vogel beim Nestbau, Biber beim Bau seiner Biberburg usw., also am Gebrauchswert orientiert).

Aber es wird noch besser im Text:
"Deshalb geht bei der Abschaffung des Eigentums nicht nur seine Prämie unter. Auch das Wirtschaften hört auf, und die bloße Produktion kehrt zurück."

AHHH - HILFE - KREISCH - geht es noch blöder? Da schürt man also die unterschwellige Angst, das geliebtes Geldsystem könnte verloren gehen und dann würden wir alle ganz schrecklich verhungern, weil die Apfelbäume nie wieder Früchte tragen würden, die Quellen versiegen, Wind und Sonne keine Energie mehr erzeugen könnten und überhaupt würden alle Menschen schlagartig aufhören zu arbeiten, da die nackte Produktion und Reproduktion ja niemandem zuzumuten sei, wenn niemand dafür bezahlt werden könnte, ...oder was...? Also bei allem Respekt: derartige Weisheiten einer "Eigentumsökonomie" sind reine Ideologie und schlichtweg der Gipfel der Verblödung!!! Selbst ein Stern ist für dieses ideologische Machwerk noch zu viel! Das ist quasi eine Form der totalitären Irreführung des Lesers, was man versteht, wenn man sein Gehirn nicht völlig abgeschaltet hat...

Wer sich ernsthaft für moderne, kritische Wirtschaftstheorie interessiert, der sollte nicht innerhalb der zu kurz gedachten Themenkomplexe Geld, Zins und Eigentum nach Zusammenhängen suchen, sondern Bücher zu rate ziehen, die das auch beinhalten, aber den Blick viel weiter fassen. Sehr empfehlen kann ich die Kombination aus SCHWARZBUCH KAPITALISMUS und DAS WELTKAPITAL von Robert Kurz. Den qualitativen Unterscheid wird der Leser sofort bemerken!!!
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