"Jugendliche über Heute und Morgen, Leben und Liebe, Lust und Frust" - Der Untertitel machte mich neugierig. Schließlich hab ich als Jugendlicher (ich bin mittlerweile 39) selbst nächtelang mit Freunden über das Leben im Großen und Kleinen diskutiert und philosophiert. Und siehe da, wie zu meiner Zeit gibt es ein breites Spektrum unterschiedlicher Ansichten über das, was wichtig ist im Leben. Die Kinder und Jugendlichen von heute äußern sie vielleicht nur etwas abgeklärter. Dabei haben sie dieselben Ängste, Hoffnungen und Träume wie damals meine Generation. Und genau das ist für mich eine erstaunliche Entdeckung gewesen: Die Jugendlichen haben sich im Vergleich zu früher gar nicht großartig verändert. Was sich mit dem Älterwerden wandelt, sind die eigenen Ansichten und damit die individuelle Sicht auf junge Menschen. Ist diese Erkenntnis erst einmal gereift, kann sie Ansporn sein, einmal ein kurzes Lebensresümee zu ziehen und zu schauen, ob man da ist, wo man einst hinwollte ...