Dieses Buch von Andrea Schwarz ist wieder ein sehr persönliches, authentisches Buch. Ohne zu pathetisch zu werden und doch sich an die Frohe Botschaft zu orientieren, vermittelt die ausgebildete Kauffrau, Diplom-Sozialpädagogin und Supervisorin mit vielfältigen anderen Fähigkeiten und Stärken ihren Glauben in einfühlsamer Weise.
Es macht nachdenklich und zugleich froh, wie Andrea Schwarz ihre Gedanken ausführt, ohne gegen etwas direkt zu wettern, sondern eher bemüht, ein Klima der Verwurzelung wieder herzustellen. Bei all dem Konsum und Sinnangeboten kann man als moderner Mensch regelrecht weggeschwämmt werden. Die "Hoffnungstexte" - wie es im Untertitel heißt - bieten hier ein gute Basis. Sie vermitteln Gedanken und wecken Gefühle, die sich danach ausrichten, was eigentlich wesentlich und - modern gesagt - nachhaltig ist. Der Tod der Mutter der Autorin im Vorjahr macht das Buch noch einmal tiefergehender und zeigt: hie rist ein Mensch, der glaubt, und gerade deshalb in der Welt ist!
An manchen Stellen ist die Autorin eher katholisch und wird für andere Konfessionen damit weniger zugänglich. Dennoch verbündet sie sich mit allen Frauen und Männern, die glauben und das Eigentliche der Weihnachtsbotschaft verstehen wollen. Ob nun als Erzähltexte, als Gedichte oder kurze Gedankeneinfügung: immer ist Frau Schwarz sehr dicht bei sich, den Menschen und Gott. Und so werden ihre Aussagen auch den Menschen nahe gehen können. Begleitet von Texten von Dorothee Sölle, Karl Rahner und anderen wird die Lektüre zu einem wahren Schatz der Besinnung.
Das gelegentliche Augenzwinkern und Schmunzeln in ihren Texten ist unübersehbar. Und so bietet sie Überraschendes, Eindrückliches, Beruhigendes und Tröstendes: damit ist ihr Buch die ideale Begleitung im Advent, zu Weihnachten und darüber hinaus. Mögen viele von den Texten inspiriert werden, sich wieder aufzumachen, dorthin, wo die Frohe Botschaft leuchtet - mitten im Dunkel!