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Eigene Wege: Roman [Taschenbuch]

Kristín Steinsdóttir , Tina Flecken
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,90 kostenlose Lieferung Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. Oktober 2011
Siegtrud, vor Kurzem Witwe geworden, staunt, was man in Reykjavík alles erleben kann, ganz ohne Geld auszugeben. Ein Glas Champagner auf einer Vernissage, ein kostenloser Museumsbesuch oder eine Trauerfeier mit anschließendem Imbiss – Siegtrud ist dabei, stets in einen eleganten französischen Seidenschal gehüllt, ein Erbe ihrer Mutter. Der Schal erinnert sie an das Rätsel ihrer Herkunft: Großvater Magnus soll Franzose gewesen sein. Erst jetzt im Alter fasst sie den Mut, Nachforschungen anzustellen. Sie lernt Französisch und träumt von einer Reise an ihren Sehnsuchtsort: Paris.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423140402
  • ISBN-13: 978-3423140409
  • Originaltitel: Á eigin vegum
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 219.300 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Kristín Steinsdóttir, geboren 1946, arbeitete als Lehrerin in Grundschulen und Gymnasien, bevor sie sich 1988 dem Schreiben von Kinderbüchern zuwandte. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Kinderbuchautorinnen Islands. ›Eigene Wege‹ ist ihr zweiter Roman für Erwachsene, er wurde 2007 mit dem Isländischen Literaturpreis der Frau ausgezeichnet und war 2008 für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert. Für ihren jüngsten Roman, ›Im Schatten des Vogels‹, erhielt sie 2011 den Isländischen Frauenliteraturpreis.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebensbild einer bescheidenen und einfachen Frau 13. August 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Siegtrud ist ein eigenartiges Wesen: illusionslos, arm und bedürfnislos geht sie einem Alltag nach, dem sie allerhand Freuden abzugewinnen versteht.
Sie ist erst kürzlich Witwe geworden und verdient sich ihren Lebensunterhalt mit Zeitungssaustragen. Da hat sie den Tag für sich, kuschelt sich mit ihren Katzen in ihr Bett und studiert die Zeitungen. Die vielen Todesanzeigen bieten ihr den Anreiz, in Kirchen an Trauerfeiern teilzunehmen. Man trifft Menschen, erlebt schöne Kirchenmusik und so manche Predigt, die zu Herzen geht. Aus der Zeitung weiß sie auch, wo sich das Leben abspielt und wie man umsonst an Vernissagen, Lesungen und anregenden Veranstaltungen teilnehmen kann.

In ihrer herben und emotionslos vorgetragenen Erzählung öffnet die Autorin den Blick auf ein Land, aus dem uns wenig bekannt ist. Im hohen Norden Islands ist das Leben rau, schneereich und dunkel. Siegtrud hat Erinnerungsfetzen, die zu ihrer Ziehmutter zurückführen, die sie nach dem Tod der Mutter zu sich nahm. Petrina, die Bauernmagd, starb im Kindbett und ließ ihre Tochter mit einer verkrüppelten Hand zurück. Das emotional unauffällige Wesen mit Sommersprossen und rotem Haar wurde als Kind gehänselt, denn sie hatte eine Flossenhand, die sie zur Außenseiterin machte. Sie träumt vom fernen Frankreich, denn sie meint, ihr Großvater stamme von dort, und sie sucht nach ihrem Vater, den sie nicht kennt. In einem alten Koffer bewahrt sie Erinnerungsstücke auf, die in die Richtung Frankreich weisen und ihr vorgaukeln, dass es dort Verwandte gibt, denen sie sich zugehörig fühlt.
Zwischen Landarbeit und einer Fischfabrik pendelt ihr Erwachsenenleben, bis sie Tomas trifft.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Es ist für mich eines der unbegreiflichsten und erstaunlichsten Phänomene an Island, wie ein doch kleines Land mit einer Einwohnerzahl von gerade einmal 320 000 Menschen immer wieder und das seit langer Zeit Schriftsteller hervorbringt von außerordentlicher Qualität und Reife. Kristin Steinsdottir, eine 1946 geborene Grund- und Gymnasiallehrerin, die seit 1988 auch als Kinderbuchautorin arbeitet (das erinnert ein wenig an die deutsche Schriftstellerin Gudrun Pausewang), hat mit "Eigene Wege" ihr zweites Buch für Erwachsene vorgelegt und damit in Nordeuropa einige Preise gewonnen.

Zu Recht, wie ich meine, denn der kleine Roman über eine arme Witwe namens Siegtrud aus Reykjavik, die über ihr Leben nachdenkt, unspektakulär und radikal nüchtern, ist ein ganz exquisites Stück Prosa. Die Handlung der relativ kurzen Kapitel bewegt sich zwischen einer Jetzt-Zeit und den Lebenserinnerungen von Siegtrud, die sich für den Leser langsam zusammen setzen, und am Ende das Bild eines trotz aller Fährnisse doch erfüllten Lebens malen.

In der Jetzt-Zeit lebt die seit kurzem verwitwete Siegtrud in ärmlichen Verhältnissen allein zusammen mit ihren Erinnerungen und einem alten Koffer, der ihr von der Mutter geblieben ist und der einen französischen Seidenschal, einen Bildband von Frankreich und ein Bild ihres Großvaters Magnus enthält. Er soll Franzose gewesen sein, und die Suche nach ihren Wurzeln und ihre Träume von Frankreich ziehen sich durch ihr Leben wie ein roter Hoffnungsfaden.
Siegtrud kommt mit wenig Geld aus. Sie geht auf Beerdigungen und isst sich danach an der Trauertafel satt, bis die engen Familienangehörigen vom Friedhof kommen und sie wieder verschwindet.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderbare Geschichte ... 29. Dezember 2009
Von Beccaris
Format:Gebundene Ausgabe
... die gerade in der Weihnachtszeit sehr schön zu lesen ist und einem wie ein Märchen vorkommt. In rund 130 Seiten verpackt die Autorin viel Ruhe, Sanftes, Besinnliches, ohne jemals kitschig zu werden. Schnörkellos wird die Geschichte einer einfachen Frau erzählt, die trotz einigen Schicksalsschlägen nie den Mut verliert und immer vorwärts schaut. Auf der Suche nach ihrer eigenen Herkunft macht sie manch wundersame Entdeckung und beginnt schliesslich eine Reise, die sie sich lange zuvor erträumt hat.

Lesenswert !
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist für mich eines der unbegreiflichsten und erstaunlichsten Phänomene an Island, wie ein doch kleines Land mit einer Einwohnerzahl von gerade einmal 320 000 Menschen immer wieder und das seit langer Zeit Schriftsteller hervorbringt von außerordentlicher Qualität und Reife. Kristin Steinsdottir, eine 1946 geborene Grund- und Gymnasiallehrerin, die seit 1988 auch als Kinderbuchautorin arbeitet (das erinnert ein wenig an die deutsche Schriftstellerin Gudrun Pausewang), hat mit "Eigene Wege" ihr zweites Buch für Erwachsene vorgelegt und damit in Nordeuropa einige Preise gewonnen.

Zu Recht, wie ich meine, denn der kleine Roman über eine arme Witwe namens Siegtrud aus Reykjavik, die über ihr Leben nachdenkt, unspektakulär und radikal nüchtern, ist ein ganz exquisites Stück Prosa. Die Handlung der relativ kurzen Kapitel bewegt sich zwischen einer Jetzt-Zeit und den Lebenserinnerungen von Siegtrud, die sich für den Leser langsam zusammen setzen und am Ende das Bild eines trotz aller Fährnisse doch erfüllten Lebens malen.

In der Jetzt-Zeit lebt die seit kurzem verwitwete Siegtrud in ärmlichen Verhältnissen allein zusammen mit ihren Erinnerungen und einem alten Koffer, der ihr von der Mutter geblieben ist und einen französischen Seidenschal, einen Bildband von Frankreich und ein Bild ihres Großvaters Magnus enthält. Er soll Franzose gewesen sein, und die Suche nach ihren Wurzeln und ihre Träume von Frankreich ziehen sich durch ihr Leben wie ein roter Hoffnungsfaden.
Siegtrud kommt mit wenig Geld aus. Sie geht auf Beerdigungen und isst sich danach an der Trauertafel satt, bis die engen Familienangehörigen vom Friedhof kommen und sie wieder verschwindet.
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