Pressestimmen
Informativ und glänzend geschrieben. --Hamburger Abendblatt, 25. Juli 1999
Dieter Wunderlich liefert eine kluge Sammlung sehr journalistisch verfasster Portraits. Seine Heldinnen sind keine Unbekannten, dennoch lesen sich die kurzen Texte so spannend wie gute Porträts im Stern-Magazin. Erzählt wird nur, was dem Plothaften in den Biografien dient. Geschickt werden die Geschichten um Schlüsselzitate aus der Sekundärliteratur gebaut, die Quellen nur in der Fußnote genannt. So zoomt der Autor die mittelalterliche Jungfrau und ihren Feuertod in Rouen so nah heran, dass sie ebenso lebendig wird wie die deutsche RAF-Terroristin und ihr beklemmendes Ende. Eltern, Liebe, Kinder, Beruf und Tod bilden das Gerüst jedes Lebenslaufes [...] Jede seiner Frauen lebt für eine Idee. Dennoch liefert der 53-jährige Autor keine platten Erfolgsgeschichten [...] Ganz nebenbei bedient Wunderlich auch noch das feministische Identitäts-Verlangen: In jedem seiner Frauenbilder klingt ein Hymnus auf das selbstbewusste Weib. --Märkische Allgemeine, 19. März 2000
Recht schnell wird deutlich, dass es ziemlich beeindruckend war und ist, was diese Weibsbilder schon früher, noch vor der Erfindung von Auto, Handy und Geschirrspülmaschine auf die Beine gestellt haben, um das in die Tat umzusetzen, was heute auf gut neudeutsch eine Vision genannt wird [...] Fest steht, dass die insgesamt zehn Portraits einerseits bewegende Zeugnisse über die bewegten Lebensverläufe der dargestellten Frauen sind und darüber hinaus auch noch spannend zu lesen sind. Andererseits machen sie Mut, auch heute den eigenen Sinn zu verfolgen, der eigenen Stimme zu folgen. --Südkurier, 22. Dezember 2000
Jülicher Zeitung, 23. Mai 2002
Rezension
Rezension
Werbetext
Kurzbeschreibung
Der Autor über sein Buch
Das Buch steht unter dem Motto: "Mein wichtigstes Werk ist mein Leben." (Simone de Beauvoir)
Aus der Fülle des Materials kondensierte ich ein Sachbuch, keine trockenen Beschreibungen, sondern bei aller Faktentreue eine unterhaltsam spannende Lektüre mit dem Zweck, die Leser(innen) zu ermutigen, in ihrem Leben eigene Fußstapfen zu setzen. "...was diese Frauen gemeinsam hatten, waren ihr Eigensinn und ihr Streben, Ideen und Lebensentwürfe auch gegen Konventionen zu verwirklichen. Dass der Autor nebenbei und auf leichte, aber nicht leichtfertige Art Geschichtsunterricht erteilt, ist ein weiterer Vorzug des Buchs." (Renate Wiechmann in der Berliner Morgenpost, 13. Oktober 1999)
Mein nächstes Buch, das der Verlag Friedrich Pustet im Herbst herausbringt, beschäftigt sich mit zwei Frauen und einem Mann: "Vernetzte Karrieren. Friedrich der Grosse, Maria Theresia und Katharina die Grosse."
Über den Autor
Nach acht historischen Querschnitten, die ein kleiner Verlag 1995 bis 1999 veröffentlichte, schrieb ich für ein breiteres Publikum Kurzbiografien außergewöhnlicher Frauen: Aus fünfzig Persönlichkeiten, mit denen ich mich näher beschäftigte, wählte ich zehn aus, die ein möglichst breites Spektrum von Epochen und Lebensbereichen abdecken. Nach eineinhalb Jahren Arbeit suchte ich einen Verlag. Vier Lektorate ließen sich Probekapitel schicken. Plötzlich ging alles sehr schnell: Während zwei noch lasen und überlegten, wollten die beiden anderen das Buch drucken. Ich entschied mich für den Verlag Friedrich Pustet in Regensburg, der es 1999 unter dem Titel "EigenSinnige Frauen. Zehn Porträts" veröffentlichte. Wegen des Erfolgs wird bereits zum dritten Mal nachgedruckt.
Im September 2000 veröffentlichte der Verlag Friedrich Pustet mein Buch "Vernetzte Karrieren. Friedrich der Große, Maria Theresia, Katharina die Große". Jede einzelne dieser kraftvollen Persönlichkeiten hat Dutzende von Biografen und Filmregisseuren ebenso fasziniert wie Millionen von Lesern und Zuschauern. Bisher gab es jedoch nur Einzeldarstellungen. Erst in dieser Biografie wird die Geschichte der drei vernetzten Karrieren erzählt, die durch den Kontrast der grundverschiedenen Charaktere besonders farbig und spannend wirkt. Zur Zeit (Ende 2000) arbeite ich an einer Doppelbiografie aus der Zeit des Nationalsozialismus. Das Buch erscheint voraussichtlich im Herbst 2001.
Warum ich Biografien schreibe? Weil ich dabei verschiedene Vorlieben kombinieren kann: Geschichte und Psychologie, Sprache, Lernen und Gestalten. Nachdem ich mich intensiv mit einem Thema auseinandergesetzt habe, wähle ich das Allerwichtigste davon aus und stelle es so dar, dass die Leser(innen) Neues über außergewöhnliche Menschen und historische Zusammenhänge erfahren. Die harte Arbeit der Stoffauswahl und Gestaltung dient gerade dazu, dass man dem Endprodukt die Anstrengung nicht mehr anmerkt, die Bücher also leicht und unterhaltsam zu lesen sind.
Ob bei hundert Arbeitsstunden in der Woche für die berufliche Tätigkeit und das Schreiben noch Zeit für ein Familienleben bleibt? Kaum. Ohne das Verständnis meiner Frau wäre es mir gar nicht möglich, Bücher zu schreiben. Obendrein ist sie meine wichtigste Testleserin und Beraterin in Stilfragen: Ihr verdanke ich viele Anregungen, und am Ende lesen wir uns Kapitel für Kapitel gegenseitig vor, um auch den Klang der Formulierungen beurteilen zu können.