Das Gesetz der Serie macht auch vor den Eifel-Krimis nicht halt: In der neunten Folge ist die Originalität weg, der Charme abgewetzt. Es finden sich immer wieder dieselben Muster in Handlung und Dialogen (es geht um Korruption, ein Doppelleben wird aufgedeckt, Baumeister wird verprügelt, und die Erklärung „für den zweiten Bildungsweg" will man auch nicht mehr hören). Die Figuren sind festgefahren, es kommt kein Tempo auf, es wird geredet und geredet. Der Lokalkolorit ist nur noch Staffage und die Aufklärung des Falls zu dialoglastig, während andererseits der „ernsthafte" Hintergrund (Wasserschwindel) auch nur unbefriedigend oberflächlich behandelt wird. Die Lösung ist schon nach dem ersten Drittel klar, und alles Weitere zieht sich viel zu lang hin. Kurzum: Ich lese Krimis in der Hauptsache immer noch der Spannung wegen und muss leider feststellen, dass mir Baumeister und Konsorten zunehmend auf die Nerven gehen. Jedes Wort ein Treffer - das war einmal. Preute/Berndorf tritt auf der Stelle. (Dass zudem wieder mit der heißen Nadel gestrickt wurde und ein zuverlässiges Lektorat fehlt, zeigen die schon bekannten Tippfehler). Wer ein „Baumeister-Fan" ist, wird allerdings kaum enttäuscht werden.