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Auch im Privatleben wird Siggi gefordert. Zwei Jahre ist es her, seit sich seine alte Flamme Vera von ihm getrennt hat, um ihr eigenes Leben zu führen. Nun taucht sie unerwartet wieder auf und scheint ihren Entschluss zu bereuen. Noch weiß Siggi nicht, was er von diesem plötzlichen Gesinnungswandel halten soll. Darüber hinaus steht eines Tages ein hübsches Mädchen vor seiner Tür, das sich als seine Tochter Clarissa vorstellt. Sie möchte endlich selbst ihren Vater kennen lernen, den sie bisher nur aus den wenig schmeichelhaften Erzählungen ihrer Mutter kennt. So sieht sich Siggi einem Wechselbad der Gefühle ausgesetzt, das ihm die Arbeit an dem Mordfall nicht eben erleichtert.
Mit Eifel-Träume gehen Jacques Berndorfs beliebte Eifel-Krimis in die zwölfte Runde, und nach gewissen Ermüdungserscheinungen in den letzten beiden Bänden läuft der Autor endlich wieder zu Bestform auf. Der flüssige Erzählstil und die glaubhaften Figuren machen das Lesen zu einer wahren Freude. Die zahlreichen Anspielungen auf aktuelles Tagesgeschehen in Deutschland erhöhen den Unterhaltungswert noch zusätzlich. All das, gepaart mit einer spannenden Handlung und einem durchaus überraschenden Ende, ergibt eine leichtgängige, packende Krimilektüre, an der nicht nur Eifelbewohner ihre Freude haben werden. --Steffi Pritzens
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Die Kriminalpolizei verpatzt den Fundort und kommt dadurch schwerlich in die Gänge. Siggi beginnt zu recherchieren. Zunächst sind die übrigen jugendlichen Freunde in Annegrets Clipue tabu. Das Elterngeflecht wird nach und nach entwirrt und wie unter Menschen üblich geht es um Geld, politische Ämter, Ehebruch und den Verdacht auf Kindesmissbrauch. Nächstes Opfer, der sich entfaltenden Gerüchteküche wird ein tüchtiger Ortsbürgermeister, dessen Neigung, sich zu Jugendlichen hingezogen zu fühlen, bekannt ist. Er begeht Selbstmord und kurz darauf geschieht ein weiterer Mord. Eine konspiratives Geflecht Gleichgesinnter und deren Intrige wird aufgedeckt. Der vermeintliche Täter des zweiten Mordopfer begeht ebenfalls Selbstmord.
Nur im Mordfall Annegret findet Baumeister erst sehr spät den roten Faden. Dann folgen mehrere geschickte Interviews an dessen Ende ein Täter steht, der sicher keiner sein wollte.
Die Geschichte ist wie immer flüssig und spannend erzählt. Neben den alt bekannten und vertrauten Rodenstock, Emma und Anni kehrt auch Vera zurück in die Eifel. Und Baumeister bekommt Besuch von seiner Tochter. Diese kleinen Geschichten in der Hauptgeschichte sorgen für einen familiären Decke, in die sich der Leser allzu gerne einhüllt. Immer wieder fein herausgearbeitet, das Leben eines Alkoholikers nach dem Alkohol. Auch dafür eine Bestnote.
Ein Krimi für kalte Herbstabende nicht nur in der Eifel, ein schwer verdauliches Thema, das uns alle berührt, spannend bis zum Schluss, gekoppelt mit Berndorfs süffisantem Ton, der sowohl mit der Geschichte selbst wie auch in der Kommentierung aktueller politischer und globaler Ereignisse seine persönliche Gesellschaftskritik offenbart.
Fazit: lesenswert, spannend und unterhaltend! Man mag's, wie meistens, erst aus der Hand legen, wenn man fertig ist!! Berndorf steigert sich von Werk zu Werk.
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