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Produktinformation
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Pflegen andere Autoren ihre düsteren Geheimnisse an klassischen Crime-Scenes wie L.A., der Bronx oder wenigstens im moribunden Venedig anzusiedeln, dümpeln Jacques Berndorfs Stories seit jeher liebenswert beharrlich im Koordinatensystem zwischen Kradenbach, Duppach und Kleinlangenfeld-Olzheim dahin. Kleinbürgerliche Eifel-Charaktere wie der tumbe Kinsi, Jungförster Mertes und die Provinz-Domina Elvira Klein bevölkern auch Berndorfs nunmehr elften Fall aus der windigen Region, der die schreibende Spürnase vor keine kleinen Rätsel stellt.
Elvira -- auch sie ein Mitglied der dubiosen Clique -- setzt den Reigen der Toten fort, die in den nächsten Tagen gehäuft in Wäldern und Scheunen liegen und hängen. Welches Geheimnis umgibt die sektenartige, als harmlose Spielergemeinschaft getarnte Clique? Und wie reimt es sich, dass Kinsi, das verstorbene Dorfunikum, heimlich Böll und Grass las und edle Verse schmiedete? Erst als Anna ermordet wird, gerät Licht ins Dunkel der Eifelwälder.
Zum behäbig-gemütlichen Strickjacken-Flair des (ungemein spannenden) Romans, gehört die fast schon an Product Placement gemahnende Pfeifenmanie des Eifel-Wallander, dem, wie seinem schwedischen Pendant, privates Liebesglück nicht hold ist. Sprachpuristen werden sich an zuweilen knirschenden Bildern, dem etwas aufgesetzt rauen Ton und dem permanenten Gestottere der Protagonisten stoßen, sichtbarer Ausdruck jedoch, wie sehr es menschelt unter Berndorfs Eiflern. --Ravi Unger
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Aber weit gefehlt!!!
Anfang wie immer, aber dann geht es endlich wieder los!!! Der Autor hat es gottseidank geschafft die kleine Welt der Eifel mit seinen interessanten Landschaften und skurrilen Menschen (obwohl, diese Typen gibt es bei jedem in der Nachbarschaft!) zu vernetzen mit einer Krimihandlung, die so breitgefächert ist, dass andere Autoren daraus 3 Krimis gemacht hätten. Hervorragend recherchiert, ein guter Spannungsbogen und erst am Ende, wenn die vielen "Kulissenteile, die auf der Bühne stehen, aber nicht zusammenpassen" doch zusammengeschoben werden, fällt einem auf, daß einige Sachen (z.B. Rodenstock und Emma, die routinemäßige "Liebe" von Baumeister zu einer Dame seines Herzens pro Krimi) nicht vorhanden sind, aber nicht wirklich fehlen. Hervorragend auch der Auftritt von Baumeisters Tante. Die da ist, auf deren nächstes Erscheinen man beim Lesen wartet, die aber nicht so stark ist, die Handlung "an sich zu reissen".
Der nächste Berndorf wird nicht aus Routine gekauft, sondern weil ich aus der Erfahrung mit "Eifel-Liebe" wieder ein spannendes, amüsantes, gut recherchiertes Buch mit einer guten Prise Humor und vielen augenzwinkernden Hinweisen erwarte.
Ein Trio, dass unschlagbar ist.
Mit großem Genuss habe ich auch dieses Buch gelesen. Lesen Sie weiter...
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