Robert Schwentke, der Regisseur von "Tattoo" und "Flight Plan", litt selbst an Hodenkrebs und hat aus seinen Erfahrungen einen wunderbaren Film gemacht, der völlig zu unrecht in den deutschen Kinos unterging, was zum größten Teil wohl an der Mutlosigkeit des Verleihs lag. Tja. Und nu? Dreht Schwentke lustig einen Blockbuster in den USA und wird bestimmt so schnell nicht wieder zurückkommen, klar!
Insofern liegt die Chance der "Eierdiebe" in der DVD-Vermarktung, und ich wünsche dem Film von Herzen Erfolg - weil er ehrlich und schonungslos, aber gleichzeitig charmant und kurzweilig ist. Also keine Angst vor einem "Krebs-Film"; es ist eine Komödie, aber endlich eine, in der es wirklich um etwas geht. Wotan Wilke-Möhring, Julia Hummer und Janek Rieke überzeugen als Krankenhaus-Clique, die lernen muß, mit der Diagnose Krebs klarzukommen. Slapstick-artige Momente drehen sich zuweilen in bittere Tragik und umgekehrt, genau wie im wahren Leben. Sehr zu empfehlen!