„Project Snowblind" hinterließ bei mir eigentlich von Anafang an einen guten Eindruck. Die Story spielt im Hong Kong in der Zukunft. Als euer Bruder durch Guerilla Kämpfer getötet wird meldet ihr euch auch freiwillig bei der Army. Fortan kämpft ihr an der Seite von Verbündeten gegen das Böse. Dummerweise „lebt" ihr nicht lange im Spiel, denn schon nach kurzer Spieldauer werdet ihr von einem Luftangriff überrascht den (fast) euer Komplettes Team incl. ihr selbst nicht überlebt. Moment sagt ihr jetzt vielleicht, dass Spiel geht doch weiter, Spiele ich etwa jetzt mit einem Toten weiter? In gewisser Weise ja! Denn als Jack Frost auf dem OP Tisch wieder zu sich kommt hat er massig moderne Bio Implantate in seinem Körper. Und die helfen euch später im Spiel ungemein...
Ab sofort seid ihr so eine Art „Robocop Terminator", ein Hightech Soldat der aber trotzdem noch Menschlich, und d.h. auch verwundbar ist. Das tolle ist das ihr über sehr viele Zusätzliche Eigenschaften verfügt und auch ein Waffenarsenal habt wo selbst Halo nicht mehr nachkommt. So könnt ihr mit dem Reflexboost Kugeln ausweichen, ihr könnt ein Schutzschild aufbauen, ihr habt Nachtsicht und könnt euch auch Unsichtbar machen. Aber immer dran denken, diese netten „Spielereien" fressen ordentlich Bio Energie die ihr immer wieder nachfüllen müsst.
Auch beim Waffenarsenal haben die Entwickler nicht gekleckert. Ein paar Vorzüge. Neben den Standardwaffen besitzt ihr einen Icepick. Das ist ein echt cooles Gerät mit dem ihr Computer, Sicherheitssysteme und Kampfroboter hacken könnt. Letztere könnt ihr dann auch selbst steuern und sie gegen eure Feinde einsetzten. Schießt ihr mit dem Sekundärmodus des Sniper Gewehres eurem Feind in den Kopf wird dieser „Umgepolt" und greift ab sofort die alten Kameraden an. Mit der „Herf Gun" könnt ihr einen Gegner mittels Strom „Grillen" oder eine Ladung neben einen Gegner platzieren. Der „Elektroklumpen" sucht sich seine Ziele und zerstört sie. Auch könnt ihr in brezligen Situationen Drohen einsetzten die auch den Gegner angreifen. Dazu kommen eine Menge Gas-, EMP-, Splitter-, und Blendgranaten, sowie auch Schutzmauern die ihr kurzzeitig errichten könnt. Das macht schon alles mächtig viel Spaß.
Man denkt jetzt natürlich bei so einer Fülle von Ballermännern drüber nach ob das nicht zuviel und zu Umständlich wird. Das Gegenteil ist der Fall. Immer wenn man eine neue Waffe findet wird diese Erklärt und auch wenn die Wummen wechseln will stoppt das Spiel kurz. Speicherpunkte und Munition sind eigentlich auch ausreichend vorhanden. Einziger (kleiner) Nachteil ist, daß die Steuerung der Roboter und auch die mancher Autos etwas unpräzise ist. Aber ansonsten lässt einem das Game große Handlungsfreiheit. Man kann seine Gegner sowohl mit roher Gewalt, als auch mit Hackerei/Taktik ausschalten. Und genau darin liegt bei jeder Mission der Reiz, die Mischung zu finden.
Fazit: Klasse Ego Shooter mit hübscher Optik, vielen Lösungsmöglichkeiten und Umfangreichem Waffenarsenal. Mehr als nur ein Geheimtipp!