51 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Abstrakte Realität, 25. Januar 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: No More Heroes (Videospiel)
(basierend auf US Version)
Suda51 sollte wohl vielen noch ein Begriff sein, hat er doch zusammen mit Grasshopper eines der wohl spektakulärsten und stilistisch wertvollsten Games, Killer7, geschaffen. Jetzt meldet er sich mit Pauken und Trompeten auf Nintendos Wii mit einem neuem Schmankerl zurück und bleibt seiner alten Linie treu in der er mal wieder zeigt wie minimale Grafik, erziehlt durch einen eigenwilligen Cellshading-Stil, maximalen Spielspaß bringen kann.
Zum Spiel: In "No More Heroes" übernehmt ihr die Rolle von Travis Touchdown. Auf den ersten Blick ein ganz normaler "Otaku" oder schlichtweg "Zocker" wie man ihn sich wohl so vorstellt.
Er hat eine Vorliebe für Gashapon, kleine Animemädels und natürlich für Videogames. Er lebt in einer kleinen Wohnung die dementsprechen aussieht, hat dort ein süßes Kitten - welches man auch kuscheln kann - rennt mal halbnackt auf`s Klo (was dann auch dazu dient den Spielstand zu speichern), etc. Ein ganz normaler Mensch eben und nicht der obligatorische "saubere" Held eines Videogames.
Hier zeigt sich schon die Liebe zum Detail die sich natürlich durch das gesammt Spiel durchzieht, sei es nun in kleinen Animationen, in dem Retro-8-Bit-Loook diverser Menüs und Einblendungen und natürlich in witzigen Details der Charaktere die trotz abgedrehtem Style ala "Metal-Gear-Boss-Maniacs" nur so vor Menschlichkeit strotzen. Übrigens gibt es auch einiges an Nintendo-Fanservice zu sehen, so hat Travis zum Beispiel ein N64 bei sich in der WOhnung stehen und einer der großen Gegner trägt einen Virtualboy als Kopfschmuck.
Nun denn, wie es das Drehbuch so will wird Travis in das Leben der "Serienkiller" hineingezogen und er will natürlich die Nummer 1 werden. Wieso genau? Nun, er braucht Geld für Videospiele, Videos und er will mit der hübschen spätpubertären Göre "Sylvia" in die Kiste. Sehr fragwürdige Argumente um solch einen Weg einzuschlagen, aber immerhin reden wir hier ja auch von einem Suda51-Game und der Mann fing mal ans Totengräber an. Totengräber als Gamedesigner... kein Wunder wenn da ziemlich abgedrehte Spieler als Endresultat im Laden landen.
Hauptaufgabe ist es natürlich die Großen der großen Killer zu besiegen. Davor gilt es immer derer Lakaien zu bezwingen die sich in durchaus überschaubaren Leveln davor tummeln. Zwischen diesen Hauptaufgaben dürft ihr euch aber frei in der Stadt "Santa Destroy" via futuristischem Motorrad fortbewegen um zum Beispiel Geld durch Rasenmähen zu verdienen, im Gym eure Muskeln zu stärken, ein neues Beamkatana (eure Waffe) oder neue Klamotten zu kaufen. Letzte gibt es auch in Mülltonnen zu finden und davon nicht zu knapp! Ihr dürft Travis also fast ganz nach Belieben anziehen bis er zu Euch passt.
Durch die Bewegungs- und Interaktionsmöglichkeit innerhalb von Santa Destroy wird das SPiel allerdings oft fälschlich als GTA-Klon betitelt. Keine Panik, dem ist nicht so, denn obwohl ich die GTA-Serie nicht gespielt habe behaupte ich einfach anhand meines Wissens darüber zu sagen dass "No More Heroes" weitaus weniger Freiheiten erlaubt.
Wichtig ist mal wieder die Steuerung. Ja, auch Suda51 hat es geschafft die Wii-Steuerung gekonnt und vorallem funktionierend einzubauen. Sie ist relativ schlicht gehalten, benötigt aber doch eine kurze Eingewöhnungszeit. Weil sie aber so sehr schlicht gehalten wurde geht die Steuerung schnell in`s Blut über und binnen wenigen Anläufen könnt ihr euer Beamkatana schwingen und Wrestlingmoves ausführen wie ein Profi. Dabei ist zu erwähnen dass das SPiel sich überwiegend dem Buttonmashing bedient und ihr lediglich durch das Heben oder Senken der Wiimote die Höhe eures Angriffs angebt. Wild gefuchtelt wird nur mit Wiimote und Nunchuk wenn ihr Wrestlingmoves ausübt.
Kämpfen ist übrigens auch ein gutes Thema, denn hier kommen wir zum Blut: Die US Version ist die einzige Version die den Blutgehalt behalten, während man ihn in Japan, Australien und Europa entfernt hat. Ähnlich wie in Killer7 spritzt es hier unrealistische Fontänen und der Bildschirm ist fast permanent rot wenn gekämpft wird. In gewisser Weise finde ich es jedoch übertrieben und unnutz. Wirklich verpassen tut man ohne dies also nichts. Stilmittel? Nun, das kann man sehen wie man will, ich finde aber das Spiel hat so schon genug Style und würde diese Blutorgie nicht benötigen. Zudem muss man sich vor Augen halten dass diese roten Fontänen dem Spielverlauf in gewisser Weise stören. Die Sicht wird dadurch sehr eingeschränkt was in Nebenmissionen schnell zu einer schlechteren Wertung führen kann, wenn man den Weg und die gegner nicht sieht. Zudem tendiert das Suiel zu kleinen "SlowMo"-Einlagen wenn ihr eine große Gruppe an Gegnern auf einmal "ausbluten" lasst. Soll also heißen: Ohne diese Blutorgie läuft das Spiel durchaus schneller.
Die große Frage ist natürlich in wie fern sich nun die Zwischensequenzen unterscheiden, denn in diesen sprudelt die rote Suppe auch. Fehlen Elemente in denen Travis Mitleid für einige seine Gegenüberstellungen hat? Fehlt nur die rote Farbe? Dazu k ann ich sagen: Ja auch diese Sequenzen unterscheiden sich zur US-Fassung. Hier fliegen Arme, ganze Menschen werden zerteilt und andere "unschöne" Dinge. An den essenziellen Elementen fehlt aber nichts, demnach fällt es mir schwer zu sagen "Das Spiel ist zensiert". Zusätzlich eingefügte Dinge wie eben das Blut oder abgetrennte Körpertele haben in meinen Augen nämlich nichts mit Zensur zu tun.
Wie ich auf diese Theorie komme? Ganz einfach! Ein Charakter verliert zum Beispiel seinen Arm, hat ihn aber im späteren Verlauf wieder. In der japanischen, also auch PAL-Version, verliert dieser Charakter im Kampf lediglich sein Schwert, also ohne Arm am Griff. Da macht es dann doch auch mehr Sinn wenn besagtes Körperteil später wieder dran ist, oder? Eine weitere Sache ist diese: wird etwas abgetrennt dann fehlt an der Schnittstelle jede Art von Textur. Ja, es ist dann lediglioch eine schwarze Fläche zu sehen. Ich kann zwar darauf verzichten jedes Innenleben an der Schnittstelle zu sehen wie es bei "Nanobreaker" der Fall ist, aber etwas seltsam wirkt dies schon. Hey, aber wieso eigentlich aufregen wenn man dafür ein übersichtliches und flüssigeres Spielerlebnis bekommt? Ich denke das ist deutlich mehr wert!
Die Geister scheiden sich dennoch, denn die JAP- und PAL-Fassungen wirken stellenweise ja auch sehr lächerlich. Dann zum Beispiel wenn sich eine Person den Kopf in der US-Version wegsprengt, in der JAP- und PAL-Fassung dann aber noch immer dasteht und nur ein schwarzes Gesicht hat. Hmmmmm... Irgendwie sind dann doch beide Versionen in dieser Hinsicht seltsam, aber die Jugend wird natürlich um Biegen und Brechen die rote Suppe sehen wollen und vergisst dass der eigentliche Fun an diesem Spiel in der Mechanik (Steuerung) der Kämpfe, sowie den lieblichen Retro-Einlagen besteht.
Unter`m Strich ist "No More Heroes" aber dennoch wohl eines der Spiele wieso man sich ein Wii zugelegt hat. Es benutzt die Steuerung wirklich auf einer sehr hohen Ebene wie man es leider nur selten sieht, bietet sehr viel Gameplay, ist exklusiv für die kleine Weiße und macht unheimlich Spaß. Wer derben Humor nicht abgeneigt ist der ist hier zudem auch sehr gut beraten. Der Käufer muss sich jedoch trotzem kleine Abstriche vormerken! Aufpoppende Objekte und Texturen, sowie etwas seltsame KI in der Stadt (Autos bleiben immer stehen wenn man vor sie läuft) und permanent die gleiche Melodie während der vielen Kämpfe. Über all das kann man aber getrost hinwegsehen denn das Spiel bringt ca 12 Stunden reinen Spielspaß und macht schon freude auf Suda51`s neuestes Game, welches für den DS erscheinen wird.
In diesem Sinne eine Kaufempfehlung und ein "Punk`s not dead", wie uns das Grasshopper-Logo im Intro sagt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fazit, 21. März 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: No More Heroes (Videospiel)
No More Heroes ist ein Gesamtkunstwerk, bei dem alles ineinander passt. Die genialen Kämpfe gegen unzählige Gegner lassen die manchmal langweiligen Geld-Beschaffungs-Missionen vergessen. Dass die verschiedenen Attentäter und auch Travis verkorkste Persönlichkeiten sind, passt genauso ins Gesamtkonzept wie der etwas detailarme Grafikstil. Dank gelungener Steuerung und treibender Musik kommt man so schnell nicht vom Niedermetzeln los. NMH enthält einige der verrücktesten Ideen und Charaktere der Videospielgeschichte, oder in welchem anderen Spiel speichert man, indem sich der Hauptcharakter aufs Klo setzt? Die verschiedensten sexuellen Andeutungen, mal mehr, mal weniger offensichtlich, haben mir etliche Lacher entlocken können. So, jetzt aber genug, niemand hat jetzt noch einen Grund vor seinem Monitor zu sitzen: Ich will weiterspielen, und ihr geht euch das Spiel kaufen. Und zwar sofort.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Die Unterschiede:, 19. März 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: No More Heroes (Videospiel)
Es wurde ja schon so einiges zu den Unterschieden zwischen der europäischen und der US-Version geschrieben.
Ich habe nun beide testen können.
Gleich zum Erscheinungstermin legte ich mir die europäische Fassung zu. Diese habe ich dann doch wieder zurückgegeben (7 Tage Rückgaberecht bei einer bekannten Handelskette für Videospiele macht es möglich!), um mir dann die US-Version mit Feeloader zuzulegen.
Die Gründe hierfür waren zusammengefasst:
Die Zwischensequenzen ergaben für mich in der europäischen Fassung wirklich nur wenig Sinn. Hier merkt man die Änderungen deutlich. Das Fehlen von Blutfontänen stört mich persönlich nicht so arg, kommen auch dunkle Rauchwolken recht stylisch rüber. Wenn jedoch eigentlich vorgesehen ist das ein Arm (oder beide) abgeschlagen werden, dann merkt man es doch anhand des Verhaltens der Figur das etwas nicht stimmt wenn diese noch vorhanden sind.
So schleicht sich doch mehr als einmal das Gefühl ein das hier doch eigentlich etwas fehlt bzw. etwas anderes passieren müsste.
Da die Handlung des Spiels in diesen Sequenzen lebt, empfinde ich dies mehr als störend.
Anders in den Zwischenkämpfen mit Klongegnern. Hier macht sich das Fehlen von Blut meiner Meinung nicht als sehr störend bemerkbar.
Es gibt allerdings auch ein hier anscheinend weniger bekannter Unterschied zwischen den Versionen. Während sich in der europäischen Fassung ein nettes Musicvideo am TV anwählen lässt fehlt dieses bei den Amis. Stattdessen ist dort der Offizielle Gametrailer anwählbar (kann als komplette Anfangssequenz angesehen werden...). Diese fehlt dann in unserer Version. Persönlich ziehe ich das Musicvideo vor und da geht es auch offenbar manchen Amis nicht anders.
Ein Gerücht besagt das es zwischen den Versionen ebenfalls wenige unterschiedliche Shirts zu finden gibt. Dies habe ich selbst nicht feststellen können, aber dann auch nicht so genau drauf geachtet.
Das die europäische Version flüssiger läuft kann ich nicht bestätigen, würde eher sagen besonders bei den Zwischenfights dank des Fehlens der Blutfontänen übersichtlicher... das ist dann aber auch Geschmackssache.
Fazit:
Für 5 Sterne hätte man die Sequenzen für die europäische Version noch einmal überarbeiten müssen. Man merkt das diese eigentlich für die blutige Fassung vorgesehen waren.
So sehe ich das aus meiner Sicht.
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