Das Buch besteht aus vier Episoden, die sich alle im selben (höheren) Gesellschaftskreis abspielen, aber jeweils auf eine andere Person konzentriert sind. Den Anfang macht Hans Beumann, eben erst das Studium abgeschlossen und am Lande aufgewachsen sind ihm die Gepflogenheiten in der großen Stadt mehr als fremd. Mehr durch Zufall (durch eine Studienkollegin) findet er Einlass in die obere Gesellschaft, in der er sich aber offensichtlich nicht wohl fühlt.
Episoden zwei und drei handeln von zwei verschiedenen Typen von Ehebrechern. Während der erste nie einer werden wollte, weil er solche Menschen verabscheut, ist der zweite sozusagen ein Profi und ist stolz darauf, wie bescheiden er mit seinen Erfolgen umgeht. Ersterer hingegen muss sich ständig selbst belügen, um mit der Situation klar zu kommen. Seine inneren Monologe sind zwar anfangs äußerst interessant, werden mit der Zeit aber eher langweilig, weil sie fast 100 Seiten andauern und sich ständig wiederholen. In Episode vier schließt sich der Kreis, als auch Hans Beumann zeitgleich in der Gesellschaft akzeptiert wird und seine Karriere als Fremdgeher beginnt.
Das Buch ist nett zu lesen, aber auch nicht gerade weltbewegend. Es soll wohl eine Kritik der Oberflächlichkeit der modernen Gesellschaft sein, aber das gab es schon deutlich besser. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass Dostojewski ins moderne Deutschland übersetzt werden sollte, aber dieser bleibt natürlich unerreicht. Die ersten hundert Seiten fand ich noch sehr vielversprechend, aber danach flacht der Roman deutlich ab.