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Ehen in Philippsburg. SZ-Bibliothek Band 9
 
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Ehen in Philippsburg. SZ-Bibliothek Band 9 [Gebundene Ausgabe]

Martin Walser
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 342 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (15. Mai 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793089
  • ISBN-13: 978-3937793085
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 294.552 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der große Gesellschaftsroman Martin Walsers: die Geschichte des jungen, erfolgreichen Aufsteigers Hans Beumann, der schon bald in den besten Kreisen verkehrt. Den kritischen Zustand dieser Gesellschaft aber zeigen die Ehen, die nur durch Ehrgeiz und Gewohnheit zusammengehalten werden. Ein Roman, der die Ambitionen, Heucheleien und Liebschaften der High-Society einer süddeutschen Stadt schildert.

Über den Autor

Martin Walser, 1927 in Wasserburg (Bodensee) geboren, lebt heute in Nußdorf (Bodensee). 1957 erhielt er den Hermann-Hesse-Preis, 1962 den Gerhart-Hauptmann-Preis und 1965 den Schiller-Gedächtnis-Förderpreis. 1981 wurde Martin Walser mit dem Georg-Büchner-Preis, 1996 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg und 1998, dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels und dem Corine - Internationaler Buchpreis; Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten 2008 ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schein ist alles 17. Mai 2004
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Ehre wem Ehre gebührt: Der Feuilletonredaktion der "Süddeustchen Zeitung" ist mit ihrer Bibliothek "50 große Romane des 20. Jahrhunderts" ein großer Wurf gelungen. Einerseits ist dieser Kanon - über den man natürlich diskutieren kann - vor allem für junge Leser eine erste Richtschnur; andererseits finden aber auch "alte Hasen" immer wieder Neues, Hochinteressantes - wie dieses Buch.
1957 ist also Walsers Roman erschienen. Man kann sich heute - fast 50 Jahre später - die Aufregung, die das Erscheinen des Romans auslöste, lebhaft vorstellen. Immerhin kratzte der Roman an allem, was der damaligen BRD heilig war - man denke etwa an jene Episode im Roman, dass aus einem Antiquitätengeschäft für christliche Devotionalien fast ohne Änderung der "Dekoration" ein Bordell wird.
Worum geht es? Hans Beumann stammt aus einfachsten Verhältnissen und wird zum klassischen Opportunisten. Obwohl jung, ist er eigentlich schon alt. "Alt" sind sie fast alle - natürlich auch die meisten Frauen, die (natürlich) kaum berufstätig sind. Sie warten alle auf ihre Männer, die immer später nach Hause kommen, weil sie (natürlich) eine Freundin haben. Die Ehen aller Protagonisten sind letztlich eine Katastrophe; die Singles sind aber auch nicht unbedingt glücklicher.
Ein grandioser Erstling mit grandiosen sprachlichen Bildern; ein faszinierendes, manchmal sicherlich etwas überzogenes Porträt der bundesrepublikanischen Gesellschaft der später 50er Jahre. Eine tolle Wiederentdeckung!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der beste Walser? 11. April 2005
Von hartmutw
Nachdem ich von den bisherigen "Walsers" nicht allzu begeistert war, jetzt also sein Schlüsselroman.

Sprachlich sicherlich Walsers spritzigstes, lebendigstes Werk - auch nach 40 Jahren. man merkt die schiere Lust am Erzählen im Gegensatz zu mühsam konstruierten Sätzen wie teils im Spätwerk.

Inhaltlich erschreckt die Gefühl- und Morallosigkeit, mit der die Nachkriegsgeneration präsentiert wird. Als "Spätgeborener" fragt man sich unwilkürlich, ob die Zeiten damals denn schon soviel übler (oder einfach "genauso"?) gewesen sind, als in der sogenannten "bürgerlichen Gesellschaft" heute. Wie auch bei Grass werde ich den Verdacht nicht los, daß manche Passagen des Buches zu testosteron-betont geschrieben worden sind - eine Welt, die man sich vorstellt (Dr. Benraths Eskapaden), in der man aber nicht lebt?! Nicht von ungefähr wird Anne, die einzig anständige Person, recht gehässig als langweilige alte Jungfer dargestellt.

Dies sind aber nur Nuancen - sehr schön dargestellt ist in jedem Fall, wie der anfangs noch schüchtern-idealistische Hans im Eiltempo seine bürgerlichen Scheuklappen an- und moralische Wertvorstellungen ablegt, da es für ihn kein Zurück mehr aus Großstadt und Society gibt. Ein Buch, das heute noch so aktuell ist wie bei Erscheinen, deshalb vollkommen zurecht in der SZ-Bibliothek.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Anatomie des Ehebruchs 15. Juli 2007
Von dr_rgne VINE™-PRODUKTTESTER
Das Buch besteht aus vier Episoden, die sich alle im selben (höheren) Gesellschaftskreis abspielen, aber jeweils auf eine andere Person konzentriert sind. Den Anfang macht Hans Beumann, eben erst das Studium abgeschlossen und am Lande aufgewachsen sind ihm die Gepflogenheiten in der großen Stadt mehr als fremd. Mehr durch Zufall (durch eine Studienkollegin) findet er Einlass in die obere Gesellschaft, in der er sich aber offensichtlich nicht wohl fühlt.
Episoden zwei und drei handeln von zwei verschiedenen Typen von Ehebrechern. Während der erste nie einer werden wollte, weil er solche Menschen verabscheut, ist der zweite sozusagen ein Profi und ist stolz darauf, wie bescheiden er mit seinen Erfolgen umgeht. Ersterer hingegen muss sich ständig selbst belügen, um mit der Situation klar zu kommen. Seine inneren Monologe sind zwar anfangs äußerst interessant, werden mit der Zeit aber eher langweilig, weil sie fast 100 Seiten andauern und sich ständig wiederholen. In Episode vier schließt sich der Kreis, als auch Hans Beumann zeitgleich in der Gesellschaft akzeptiert wird und seine Karriere als Fremdgeher beginnt.
Das Buch ist nett zu lesen, aber auch nicht gerade weltbewegend. Es soll wohl eine Kritik der Oberflächlichkeit der modernen Gesellschaft sein, aber das gab es schon deutlich besser. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass Dostojewski ins moderne Deutschland übersetzt werden sollte, aber dieser bleibt natürlich unerreicht. Die ersten hundert Seiten fand ich noch sehr vielversprechend, aber danach flacht der Roman deutlich ab.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Sprachlich virtuos, und gut gealtert.
"...die Volkmann-Tocher war auch nicht schöner, sie lachte gerade, aber mit was für einem Mund, na, dass hatte sich der Beumann selbst zuzuschreiben, so ein Idiot, allein... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Timo Brandt veröffentlicht
Ermüdende Lektüre
Man man man, die Bücher aus der SZ-Bibliothek sind entweder gut oder schlecht, was mittendrin gibt's da wohl nicht. Und der Walser ist gehört zu letzteren. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Christoph Heinzl veröffentlicht
Sittengemälde aus dem Wirtschaftswunderland
Martin Walsers erster Roman "Ehen in Philippsburg" erschien im Jahr 1957 und führte zum endgültigen Durchbruch des Autors. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. September 2007 von Martin Resch
na ich weiß nicht recht
Habe wahnsinnig lange für diesen SZ-Band gebraucht (5 Tage, das ist bei mir schon ne Menge für 300 Seiten). Ich konnte mit dem Schreibstil irgendwie gar nichts anfangen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. April 2005 von Janie
Gnadenlose Beobachtung
Beeindruckend, wie treffend in diesem Buch eine bigotte Gesellschaft entlarvt wird. Hans Beumanns Entwicklung vollzieht sich geradezu zwangsläufig. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. März 2005 von Jana Lewerenz
Die Nachkriegszeit in Deutschland.
Die Hauptfigur dieses walserschen Romans ist studierter Journalist. Hans Beumann versucht eine Stelle in seinem erlernten Beruf zu finden und hofft bei einer Phillipsburger... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. März 2005 von Da..Ko
... auf solchen Werke also beruht der Ruf des Martin W.
... auf solchen Werke also beruht der Ruf des Martin W.

namentlich bekannt war mir Martin Walser schon seit vielen vielen Jahren. Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 24. Juli 2004 von problembär_muc
Hast du was, bist du was...
Martin Walser kann tatsächlich gute Geschichten schreiben, wie dieses Buch beweist! Ich kannte ihn vorher nur von seiner provokanten Holocaust-Rede und dem, mir... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juli 2004 von junior-soprano
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