Rezension bezieht sich auf: Ehen in Philippsburg (Taschenbuch)
Mit einem Referenzschreiben in der Tasche reicht es trotzdem nur bis ins Vorzimmer von Herrn Büsgen. Hans Beumann nimmt zu einer ehemaligen Komilitonin Kontakt auf die er besucht. Die Familie Volkmann mag ihn und so wird er schliesslich Anne heiraten, die Tochter, und steigt ns Geschäft ihres Vaters ein. Durch seinen gesellschaftlichen Aufstieg wird er zum Chevalier de l'Etablissement Sebastian geschlagen. Ein Ort für Männer unter sich in Gesellschaft verfügbarer Damen. So betrügt Hans Beumann seine Anne noch ehe die beiden verheiratet sind. "Gib mir Keuschheit und Enthaltsamkeit, nur gib sie nicht schon jetzt." betet er wie der hl. Augustinus, zerrissen in sich selbst. Er lernt schnell. Ebeno "schnell" hat man ihn nun aber unter Kontrolle gebracht, ist er manipulierbar geworden. Naiv ist er in diese Szene hineingeschliddert und es ist absehbar, dass seine Ehe resp. sein Leben sich ebenso öde entwickeln wird. Eine Ehe in Philippsburg halt.
Dr. Alwin, Rechtsanwalt, und seine Ehefrau Ilse wähnen sich als rechtschaffenes Paar als sie zur Verlobungsparty von Anne und Hans fahren. Ein Blick auf die schöne Cécile und er verursacht einen Unfall der seine Karriere ruinieren könnte.
Dr. Benrath's Affaire mit Cécile treibt Birga, seine Ehefrau, in den Selbstmord.
Dann wäre da noch Herr Klaff, ein arbeitloser Untermieter und Nachbar Hans Beumanns,den wohl seine Verzeweiflung treibt seinem Leben ein Ende zu setzen.
Nach aussen scheinen die Ehen in Philippsburg intakt, sind es aber nur bedingt. Sie halten wegen beruflichem Ehrgeiz, aus Gewohnheit und weil einem eine Scheidung die eigene Existenz ruinieren könnte.